Montag, 18. November 2013

der augensammler

Ich konnte es nicht lassen: Sebastian Fitzek hat mich in seinen Fängen. Und in den letzten Wochen ging es mir ja nicht wirklich gut, da habe ich mir fast alle Bücher von ihm gekauft. Zwei in Hamburg. Ich glaube, bald habe ich fast alle seine bekanntesten Werke.
 
Ich wollte mit dem Augenjäger loslegen, als ich wirklich froh war über die Warnung, die der Autor auf den ersten Seiten niedergeschrieben hatte. Man solle zuerst den Augensammler lesen. Klar, ob Verkaufstaktik dahintersteckt oder nicht, ist mir egal. Ich hatte mir das Buch ja so oder so schon geleistet und ich persönlich bin froh, dass diese Zeilen darin vermerkt waren. Denn es wäre wirklich schade um das Werk gewesen.
 
Zum Klappentext:
 
Er spielt das älteste Spiel der Welt:
Verstecken.
Er spielt es mit deinen Kindern.
Er gibt dir 45 Stunden, sie zu finden.
Doch deine Suche wird ewig dauern.

Meine Meinung:
 
Das Buch ist schon nur daher speziell, dass die Kapitel sowie die Zahlen "rückwärts" gehen. Man beginnt sozusagen ganz hinten im Buch. Und ja, ich musste mich enorm zusammenreissen, um nicht nach hinten zu blättern. Dann wäre natürlich alles schon aufgelöst gewesen und das Lesen hätte sich unter Umständen nicht mehr als spannend dargestellt.
 
Es geht um einen ehemaligen Polizisten, welcher traumatisiert durch einen Vorfall als Journalist arbeitet und den Augensammler jagt. Dieser tötet die Mütter, entführt die Kinder, versteckt sie und gibt den Vätern 45 Stunden und 7 Minuten Zeit, diese zu finden und zu befreien. Das Motiv wird von Seite zu Seite immer klarer und ich war so was von gefesselt von diesem Schicksal des Augensammlers.
 
Dieser Journalist hat Hilfe von seinem "Schützling" in der Redaktion sowie einer Blinden Frau, welche Visionen hat, sobald sie gewisse Menschen berührt (sie ist Physiotherapeutin). Zudem spielen auch zwei Ermittler eine Rolle in diesem Werk.
 
Mehr möchte ich eigentlich nicht verraten, denn es nimmt irgendwie nur die Spannung. Man beginnt bei Null in einem Buch und hat nach ein paar Seiten doch das Gefühl, das Leben aller Beteiligten zu kennen (was ich persönlich phänomenal finde!!!). Vor allem erfährt man viel aus dem Leben und dem Alltag unserer blinden Mitmenschen. Ich fand es eindrücklich und die Kapitel sind auch hier eher kurz und knackig gehalten.
 
Meist enden sie spannend und man möchte sofort zum nächsten Kapitel. Kann nicht mehr atmen, möchte nur noch wissen, wie es weitergeht. Viele Situation scheinen aussichtslos und sobald man die nächsten (erlösenden!) Zeilen liesst, kommt man wieder auf "Ruhepuls". Und doch... es bleibt immer spannend, man fiebert immer mit und das ganze Buch über war ich einfach gefesselt von diesem Schreibstil und den Vorkommnissen.
 
Klar, das Ende ist hart und man hofft natürlich... und doch musste ich dann schwer und trocken Schlucken, als die letzte Seite hinter mir lag und das Ende so gar nicht war, wie ich es mir erhofft bzw. ausgemalt hatte. Da hat mich Fitzek echt noch einmal überrascht... auf der anderen Seite: was hatte ich mir auch anderes erwarten wollen :-)? Nein, ernsthaft: das Ende ist Weltklasse, auch, wenn es gewisse Leser erschüttern wird.
 
Mir ist wirklich die Spucke weggeblieben und ich habe heute sofort mit dem zweiten Teil - Der Augenjäger - weitergemacht. Und auch da schon über 120 Seiten verschlungen...
 
Ich empfehle dieses Buch mit Topnote weiter!
 
Fantastischer Psychotrhiller...
 
Und der Täter.... ich wäre nie darauf gekommen. Das Lichtlein ist mir erst in den letzten Seiten aufgegangen... Da wurde immer mehr klar...

Aber eben, das Ende... ich schwärme jetzt noch darüber!
 
Fantastisch!!!!

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