Freitag, 23. Dezember 2016

ängste um ein familienteil

Bis jetzt war in der Familie (damit meine ich jetzt meine Eltern, meinen Bruder, meine Schwester und ich) lediglich die Beta Talassamie (erblich bedingte Blutarmut) von mir und meinem Bruder bekannt. Wir beide können nicht wirklich etwas dagegen machen, uns ist halt doch schneller schwindlig und oft sehen wir extrem bleich aus.

Eigentlich lässt es sich gut damit leben. Lediglich bei der Familienplanung ist dann die Versorgung des Ungeborenen halt ein wenig genauer zu beobachten. Aber abgesehen von Schwindel und Schnappatmung beim Sportbeginn, ist mir persönlich kein weiterer Nachteil aufgefallen. Okay, Eisenmangel kann man bei uns beiden nicht wirklich ausgleichen und ja, manchmal ist es hart, wenn die Pumpe ordentlich geht, sobald man eine Steigung in Angriff nimmt.

Andererseits haben mein Bruder und ich auch schon Vorteile gemerkt. Malaria wird nie ein Thema für uns sein, dagegen sind wir immun :-). Und auch, wenn die Schnappatmung bzw. die Pumpe schon früh bei Sportbeginn einsetzt, sind wir danach umso leistungsfähiger. Ich persönlich merke dies oft auf dem Feld beim Volley oder beim Wandern. Sobald ich mein Tempo habe und meine Pumpe sich reguliert hat, geht es problemlos und ich hole oft viele Menschen wieder auf. Und darauf bin ich stolz.

Es war daher ein echter Schock, als bei meinem Vater ebenfalls die Blutarmut festgestellt worden ist. Und dies nach knapp 60 Lebensjahren. Sehr spät also. Bei ihm ist es jedoch so, dass er zu viel Eisen im Blut bestehen hat. Diese Auswirkung war mir bis dato nicht bekannt, ich dachte mir immer, dass "wir Bleichen" mit zu wenig Eisen diese Blutarmut "vertreten". Aber zu viel Eisen? War mir nie bewusst.

Mein Vater wusste nichts davon, hat nie etwas geahnt. Und wie es ausschaut, hatte er bis jetzt Glück. Anscheinend ist sein Eisenwert aktuell dreifach so hoch, wie der Normalwert. Und dies könne auch gefährlich sein, unter anderem erhöhtes Herzinfarktrisiko. Ich bin wirklich sehr erschrocken, weil ich etwas von Babbo geerbt habe: das sich über andere aufregen. Vor allem bei der Arbeit, wenn man Gas gibt und andere nicht "spurten". Das kann er genauso wenig ertragen, wie ich. Und auch sonst spielen natürlich auch ganz viele andere Umstände mit.

Die Diagnose hat er vor unserer Italienreise erhalten. Dementsprechend hat der Hausarzt uns den Rat mitgegeben, all seinen Geschwistern mitzuteilen, dass sie sich ebenfalls informieren und genau testen lassen sollen. Einer meiner Onkel hatte vor einem Jahr - mit nicht einmal 47 Jahren - einen Herzinfarkt und vielleicht kann man jetzt auch eher nachprüfen, ob diese Eisengeschichte ein Grund dafür sein könnte.

Somit mussten auch mein Bruder und ich mal wieder zum Check. Bei uns war es bis dato so, dass unser Blut getestet, aber nie der Eisenwert wirklich detailliert angeschaut wurde. Ich habe gestern mein Feedback erhalten, aktuell liegt mein Wert bei 129 - bei Frauen ein super Normalwert. Und doch müssen wir uns jetzt einmal Jährlich auf die Eisenwerte im Blut testen lassen.

Meinem Babbo geht es soweit gut. Nur kann man das Eisen ja nicht einfach so aus dem Blut pumpen. Es geht nicht so einfach, wie eine Transfusion bei zu niedrigen Ferritinwerten. Er macht nun eine Tablettenkur und wir müssen schauen, wie es weiter geht. Eine teure Sache. Aber solange es dann wieder aufwärts geht, sind wir alle beruhigt. Ich persönlich bin sehr erschrocken und mache mir dementsprechend meine Gedanken, hoffe jetzt aber doch auf die positive Wirkung der Tabletten. 

Mittwoch, 21. Dezember 2016

surprise in italien, teil 1


Niemand in der Familie in Lecce wusste Bescheid und geplant war es bereits seit gut einem Jahr: die gesamte Familie aus der Schweiz wollte Nonna zu ihrem 85. Geburtstag am 8. Dezember überraschen.
Aktuell leben von ihren Kindern „nur“ noch mein Vater mit seiner Familie und mein alleinstehender Onkel in der Schweiz. Wir waren also sechs Personen. Mit Schila sieben :-). Es war eine Prämiere für sie und für uns. Wir sind noch nie mit Haustieren geflogen und Schila ist bisher nur mit Auto und Zug gereist :-).
Am 2. Dezember ging es bereits um 8 Uhr in der Früh los. Wir fuhren mit zwei Autos und konnten diese problemlos beim Zürcher Flughafen abstellen. Ein super Service! Das Auto steht beim Rückflug dann auch innerhalb drei Minuten wieder bereit, ich würde dies jederzeit wieder so machen! Wir hatten also noch genügend Zeit für den Check-In.
Naja… Schila war dann so nervös, dass das „Tageshäufchen“ halt mitten in der Halle landete. Wir hatten unser Gelächter und geputzt haben wir es ja auch, von dem her alles nur halb so schlimm :-). Aber ansonsten hat sie es wirklich gut gemacht. Wir gingen dann noch zum Wartebereich und tranken unseren Kaffee. Schila hat die Angewohnheit, meine Schwester dann als Liegefläche zu benutzen und besetzte sofort deren ganzen Oberkörper. Die vorbeilaufenden Menschen hatten ihren Spass :-).
Beim Flug war sie in der Tasche bei mir. Wir sprachen immer wieder mit ihr und zeigten ihr dadurch, dass wir bei ihr sind. Mein Onkel flog zum ersten mal – und das über 50 :-). Meine Schwester konnte es natürlich nicht lassen und nahm ihn immer ein wenig hoch. Wir haben eine ganze Reihe besetzt und es war wirklich lustig.
Ich habe die Zeit im Allgemeinen mit der gesamten Familie genossen. Wir haben noch überlegt, wie lange es her ist, dass „alle auf einen Haufen“ gleichzeitig am gleichen Ort in den Ferien waren. Ist bestimmt mehr wie 10 Jahre her. Denn da ging es bei allen ja mit Lehre etc. los. Vor allem war ich da 19 und die Lehrzeit meiner Geschwister startete da erst. Und ich musste meiner Familie auch schon im ersten Lehrjahr nachfliegen, also sind es sicher schon 15 Jahre.
Süditalien (genau genommen Apulien, noch genauer genommen Provinz Lecce, noch genauer genommen Gebiet Salento :-)) im Winter war natürlich sofort etwas ganz anderes. Alles so grün, die Olivenbäume wirklich voller Früchte und die Natur allgemein einfach „satter“ und frischer… Ungewohnt. Das Meer eher in einem satten Blau wie in einem Türkis und so wild und stürmisch… Mein Element. Ich musste natürlich am ersten Tag sofort zur Küste. Ging nicht anders :-).
Aber eben, der Reihe nach. In Brindisi gelandet ging alles sehr schnell. Die Entgegennahme Mietauto war kein Problem. Ein echter Lieferwagen und obwohl ich bald eine 3 auf dem Rücken habe, war mein Vater natürlich besorgter Papa und Italiener durch und durch. Erst am letzten Tag packte ich die Gelegenheit am Schopf und düste dann ab. So bin ich, ich lasse mich ungern einzwängen und in eine Ecke drücken. Wir fuhren los, tätigten den ersten Einkauf und gingen zuerst zu uns nach Hause. Natürlich war es kälter, wie im Sommer und mich erstaunt es, wie schnell sich ein einfaches Haus der Hitze bzw. Kälte anpassen kann. Im Sommer geht es zwar teilweise noch, aber ohne Klima wären wir aufgeschmissen.
So schalteten wir schnell alle Heizkörper an und gingen zu meiner Lieblingstante und zu meinem Lieblingsonkel direkt nebenan. Ui, die Blicke :-). Weiter ging es dann zu Nonna, mein Onkel lebt jeweils bei ihr. Mein Bruder ging voraus. Sofort traten Tränen in ihre Augen und nachdem dann auch noch ich und meine Schwester sowie der Rest der Familie im Zimmer standen, konnte sie die Dämme überhaupt nicht mehr halten. Es war wirklich rührend. So ging es dann mit den meisten Verwandten weiter. Wir spielten das Spiel und teilweise klopften nur mein Vater und mein Onkel, dann wieder nur mein Onkel und wir etwas später.
Es waren köstliche Blicke dabei. Vor allem eine weitere Lieblingstante (bzw. Lieblingsschwester meines Vaters und Lieblingsschwägerin meiner Mutter ;-)) war wirklich genial. Wir kamen gerade mit dem Lieferwagen um die Ecke und sie wollte eigentlich in die Strasse einbiegen. Mein Vater blieb mitten in der Kreuzung stehen und sie schaute dementsprechend böse zum Fahrerfenster. Ich machte hinten die typische italienische Geste (wie die Hühner, einfach mit der Hand gegen oben ;-)) und sie blickte vor und zurück… vor und zurück… man merkte, wie es in ihrem Kopf ratterte und wie sie sich dann freute – weltklasse :-).
Joa, so verbrachten wir dann eine Woche mit Meer, Familienbesuche, Kartenspiele, zu vielem Essen (am Ende der Woche hing es mir wahrhaftig aus dem Hals heraus, was nicht mehr schön :-() und wunderschönen gemeinsamen Momenten. Shoppingtage durften auch nicht fehlen und auch sonst waren wir uns sehr nah. Ganz schön.
Die Familienbande war mir dann persönlich teilweise zu viel. Mir war es zu laut, zu hektisch und mir fehlten oft meine Freiheit und mein Rückzugsort. Da merkt man, dass ich halt doch vieles an Schweizereigenschaften habe :-). Aber dann nahm ich meist ein Buch mit und verschwand in einem Zimmer. Auf der anderen Seite genoss ich diesen Trubel um mich herum. Ist ja eher ungewohnt und irgendwie sieht man sich auch nicht oft. Sofort ist das Gefühl der Zusammengehörigkeit da und das erstaunt und freut mich jedes Mal. Aber irgendwann hat man sich auch fertig unterhalten und joa, ab und zu habe ich mir diesen Rückzug erlaubt.
Wobei man sich dann natürlich auch schnell sehr einsam fühlen kann, wenn um einen herum so ein Geschwätz und Hin und Her ist. Ja, manchmal war es nicht einfach, mit den Gefühlen umzugehen. Vor allem, weil es bei mir ja auch auf die 30 zu geht und ja, man fragt sich mit der Zeit halt wirklich ernsthaft, ob man je Familie und Partnerschaften erleben wird. Und ob es nicht immer etwas anderes sein wird, weil man es erst so spät erfahren darf und es nicht schon früh begonnen hat. Und ja, ich persönlich habe mich oft schlecht gefühlt, wenn ich mich mit meinen teilweise sehr viel jüngeren Cousinen und Cousins verglichen habe.
Ich weiss, das sollte man nicht und jeder erlebt das anders. Und wie gesagt, nicht jeder hat das Recht auf Liebe. Und doch hadere ich oft mit mir. Weil es halt nicht klappt. Nicht klappen will. Weil ich natürlich akzeptiere, dass ich vielleicht nie die Erfahrung machen werde und keine Kinder haben werde. Weil ich finde, es kommt, wie es kommen muss. Aber tief im Inneren weiss man halt doch, dass man auch offen für Familie, Partnerschaft und Kinder wäre und irgendwie bleibt es einem aus welchen Gründen auch immer verwehrt. Und das macht es umso schlimmer und schwieriger. Vor allem, weil man in Sachen Männer so wirklich kaum Erfahrungen nachweisen kann und ich persönlich es einfach immer peinlicher finde – wobei das natürlich überhaupt nicht so ist. Laura zum Beispiel steht da offen dazu, nie eine Beziehung zu einem Mann gehabt zu haben (überhaupt keinen näheren Kontakt zu Männern). Ich persönlich hadere damit und finde es peinlich, würde aber jemand anderen nie damit abstempeln. Weil ich es bei anderen nicht schlimm finde. Bei mir schon. Wie so oft.
Aber fertig, dieser Strudel geht zu tief und zu weit.
Daher lasse ich Bilder sprechen. PS: ja, das ist mein Nonno zu seinen besten Jahren :-). Und Schila war nach dem Flug dementsprechend groggy :-).

Die ersten von ein paar in den nächsten Tagen :-).














Montag, 19. Dezember 2016

outfits kw 50

So, nun komme ich doch noch zu meinem Outfitpost. Letzte Woche war ich  mal wieder kreativer und auch abwechslungsreicher unterwegs. Habe vermehrt Schmuck und auch Schuhe mit etwas Absatz getragen. Es stehen so viele Stiefel und Stiefelletten in meinem Schrank, die müssen alle mal getragen werden ;-).

An zwei Tagen kam ich so spät nach Hause und wollte nur noch aus meinen Klamotten raus - da habe ich das Fotografieren total vergessen. Daher einfach nur am Bügel, was ich zu einer ganz normalen Jeans getragen habe. Blau und Rost finde ich persönlich eine wunderschöne Kombi. Das erste Bild  zeigt mich beim Shoppen mit meinem Arbeitsmutti in Stuttgart. Ja, die Lippen betone ich aktuell auch etwas mehr, wie auch schon.

Am Donnerstag war ich dann endlich wieder mit Jupe und Strumpfhosen unterwegs und auch heute habe ich mich für mein blaues Wildlederimitatkleid mit Strumpfhose entschieden. Das Bild folgt dann nächste Woche, sollte ich es nicht vergessen zu machen ;-).

Die Schuhe auf dem letzten Bild sind von S. Oliver. Super bequem und ein Highlight. Habe ich mir ebenfalls in Stuttgart gegönnt. Mein Arbeitsmutti hat sich genau das gleiche Paar geleistet :-).

Was sonst noch... Hm... Es war ein stressiges Wochenende. Okay, bei einem Teil bin ich selbst Schuld dran. Wer sich Kleidung bestellt, muss diese auch probieren, einpacken und wieder zur Post bringen. Aber dafür habe ich ein neues Kleid für die Hochzeit meiner italienischen Cousine nächstes Jahr. In mint, ganz schön. Dann habe ich für Baby Blue gebastelt. Die Radzierkappen haben einen neuen Anstrich benötigt, nun glänzen sie wieder schön in Gold, pink und Grün. Die Goldenen montiere ich am Mittwoch nach dem Service. Dann hat immerhin Baby Blue Weihnachten :-).

Diese Woche gurkt mich jetzt schon an. Schon gestern vor dem Einschlafen hatte ich den Anschiss und ich persönlich bin einfach froh, wenn diese Woche vorbei ist. Nächste Woche ist mein Geschäft geschlossen. Ich persönlich lechze nach dieser Auszeit. Im Moment ist es einfach wirklich zu viel und ich hoffe, das 2017 wird um das zig-fache besser. Das hätten so viele Leute verdient. Es wird streng und stressig und am Freitag habe ich frei und irgendwie doch nicht.

Meine Mutter musste ihren Meniskus letzten Freitag unvorhergesehen operieren, natürlich bleibt nun alles ein wenig an mir und meiner Schwester hängen. Sie arbeitet Vollzeit und auch ich arbeite bis und mit Donnerstag voll durch. Komme kaum früh weg und natürlich stehen Vorbereitungen und Putzen für Weihnachten an. Und um ehrlich zu sein, möchte ich auch einfach mal Zeit für mich haben, wobei dies schwierig wird. Heute lange arbeiten, erst um 19.15 Uhr zu Hause (wenn es gut geht), morgen Abend Ausgang mit unter anderem Mr. Flirty (gespannt und nervös bin ich zugleich und möchte doch nicht zu viel erwarten und erhoffen, wünsche mir aber doch etwas sehnlichst herbei), Mittwoch alleine im Büro (wieder Stellvertretung, uächz) und am Abend nach Hause und entweder Zimmer oder Dusche putzen oder beides oder gar nichts, Donnerstag Weihnachtsapéro mit ein paar ehemaligen Mitarbeitern (von mir organisiert, wird auch spät) und Freitag frei und doch alle Pendenzen erledigen. Wahrscheinlich Einkauf für Weihnachten und vielleicht putzen, was am Mittwoch nach der Arbeit nicht gereicht hat. Bäh. Marathonwoche. Und ich habe seit gestern schon den Anschiss.

Aktuell geht es mir solala. Alles läuft irgendwie so schnell und stressig, ich kann kaum auf mich achten. Einerseits bin ich froh, dass ich nicht wirklich zum Grübeln komme, andererseits möchte ich einfach meine Ruhe und ein wenig Luft schnappen können. Ich fühle mich nach wie vor unsichtbar und gleichzeitig unverstanden bei so einigen. Einmal mehr frage ich mich, wo ich in einem Jahr stehe. Und Weihnachten und Neujahr sind nun mal definitiv nicht meine Zeiten, ich mag das überhaupt nicht.

Und ja, der Kritiker ist manchmal sehr gemein. Essen ist im Moment ein sehr schwieriges Thema, ich verweigere die Nahrungsaufnahme teilweise bewusst, dann vergesse ich sie wieder. Es ist eine Stressregulation. Gleichzeitig habe ich mein Einkaufsverhalten so gar nicht im Griff. Ich sehe, nächste Woche (die freie) ist dringend nötig.

Gegen aussen funktioniere ich ganz gut. Am Freitag war ich mit Laura und ein paar "Jungs" aus ihrem Bauunternehmen bowlen. War schon letztes Jahr mit dabei und ein paar Gesichter waren mir bekannt. Es war eine lustige Runde und ja, es tat gut. Und ich war gar nicht mal so schlecht :-). Solche Momente geniesse ich aktuell sehr. Vor allem konnte ich vollkommen runterfahren und einfach geniessen. Es fühlte sich gut an und ich war im Reinen mit mir.

Ich hoffe, dass ich im Verlauf der Tage doch noch Zeit für ein paar Einträge oder zumindest einen Eintrag über Italien finde. Mit schönen Bildern. War wirklich eine coole Woche mit der ganzen Familie. Wir waren schon lange nicht mehr zu fünft unterwegs. Aber nun meine Outfits!







Donnerstag, 15. Dezember 2016

abendstimmung

Vor zwei Tagen musste ich mal wieder feststellen, dass mein aktueller Arbeitsweg einfach der pure Wahnsinn ist. Okay, im Winter kann ich diesen Schleichweg nicht machen, aber die restliche Zeit über sollte es kein Problem sein.

Es ist eine Strasse mitten durchs Land. Sehr kurvig teilweise (ich liebe es ja, so zu fahren ;-)), aber die Ausblicke: unbezahlbar. Ich hoffe, dass ich im Sommer dann auch mal zum Knipsen komme.

Am Dienstag war diese tolle Abendstimmung mit Nebel (siehe Fotos weiter unten). Und ja, ich habe rund 12 - 15 Minuten mehr an Arbeitsweg, wie vorhin. Aber 30 - 35 Minuten mit dem Auto finde ich persönlich in der heutigen Zeit legitim.

Ansonsten... was habe ich alles zu erzählen? Eigentlich gerade sehr viel, aber nicht wirklich Zeit zum notieren und bloggen. Rege mich über meine Vorgängerin auf und denke mir, dass sie bald weg ist (gemein, aber es ist wirklich unterirdisch, was sie so bietet). Dann die Männersache und auch sonst hat das Schicksal wirklich gemein zugeschlagen. Ausnahmsweise nicht noch zusätzlich bei mir, aber bei einer lieben Mitarbeiterin. Ich kenne sie erst seit knapp drei Monaten, aber sie ist mir sehr ans Herz gewachsen. Und ich frage mich, wie viel ein Mensch aushalten kann und muss. Es ist wirklich schlimm, was sie aktuell durchleben muss. Und dies noch zur Weihnachtszeit.

Joa... ich publiziere hier dann noch ein paar Geschehnisse. Aktuell eher alles stressig und ich komme kaum zum schlafen. Habe 10-  bis 11-Stunden Arbeitstage und mein Körper streikt immer mehr. Ich esse kaum etwas (mein Magen verschliesst sich total) und meine Haut reagiert auch langsam auf den Stress. Aber hei, so geht es nun manchmal. Aber ich bin sicher, es wird auch wieder andere Zeiten geben. Aktuell geniesse ich die Zusammenarbeit mit meinem Chef und das Lob tut gut. Endlich Anerkennung.

Wir waren mit der gesamten Familie in Italien. Bilder dazu folgen.

Outfits ebenfalls.

Und ja, das Thema Männer lasse ich auch nicht aus ;-).

Es ist nach wie vor anstrengend und ich vermisse mein Firmengotti einmal mehr. Die Weihnachtszeit macht es nicht leichter und wer weiss, vielleicht mache ich mir ein eigenes Geschenk zu Weihnachten mit mindestens einem bzw. maximal zwei neuen Tattoos :-).

So, nun muss ich weiter.

Ich hoffe, dass ich nun wieder ein wenig regelmässiger Dinge hier veröffentliche :-).

Eine Gute Zeit!




Freitag, 2. Dezember 2016

outfits & mal wieder alles in einem post

Mal wieder ein Sammelpost :-). In letzter Zeit komme ich a) entweder nicht zum Tippen oder b) habe ich weniger Lust, abends nach einem Arbeitstag nochmals an einen PC zu sitzen. Ausserdem schaue ich c) aktuell sehr gerne TV, eingekuschelt in einer warmen Decke und Punsch oder Kaffee trinkend :-).

Aktuell geht es mir besser, wie auch schon. Obwohl es vor zwei Tagen mal wieder eher richtig schlimm war und mir meine Firmgotte als Kritiker erschienen ist. Aber am Montag kam mein Zyklus zum Zug und ich weiss ja mittlerweile, dass meine Stimmung währenddessen teilweise unterirdisch dunkel und schlimm sein kann. Es war nicht schön.

Heute geht es, weil ich meine zwei Wochen Stellvertretung geschafft habe. Es ging ganz gut, erstaunlicherweise. Nur am Dienstag war es zu viel. Ich hatte ja mein Bürogspänli (meine erste Lehrtochter), welche mir hilfreich zur Seite stand und die Lehrtochter im aktuellen Betrieb ist auch ein riesen Goldschatz. Klar, ich bin Stellvertreterin und ich bin jemand, welcher das dann gut machen möchte. Vor allem so wenig an Pendenzen wie nötig hinterlassen. Aber wenn ich dann so gar nicht zu meiner eigenen Pendenzenbereinigung komme, wird es kritisch. Ausserdem bin ich nächste Woche nicht im Geschäft, was den Druck erhöht hat.

Am Nachmittag kamen dann noch zwei externe Mitarbeiter ins Büro und begannen zu plaudern und lachen und es war ein Hin und Her im Büro (ich entschuldige mich jetzt schon für meine Tippfehler, es muss heute schnell gehen - mehr ein andermal :-)). Ich habe die Telefonzentrale bei mir und Schalter. Und ich finde, dass geht bei so intensiven Kundenverkehr, wie am Dienstag, einfach gar nicht. Plötzlich stand mein Chef neben mir und meinte, ob alles Okay sei? Ich meinte ruhig, aber eher kurz und knapp angebunden, dass es aktuell nicht wirklich gut sei. Er hat gemerkt, dass ich gerne in Ruhe gelassen werden wollte. Ich bin lange geduldig, man kann vieles mit mir machen. Aber wenn es zu viel wird, muss man mich in Ruhe machen und walten lassen. Weil ich dann einfach eines nach dem anderen erledigen möchte und mich nicht entscheiden kann, ob total auszurasten oder innerlich zu verzweifeln. Und während diesem Hin und Her muss ich mich dann darauf konzentrieren, nicht mit Flennen anzufangen. Ich war froh um seine Reaktion.

Ich musste pünktlich aufhören und am Mittwoch war es dann mehr oder weniger vergessen. Ein anderes Bürogspänli, welches ich bereits vor meinem Stellenantritt kenne und auch privat immer mal etwas unternehme, schaute rein und meinte, ob es heute besser gehen würde? Ich war erstaunt und entschuldigte mich, sollt eich mich ihr gegenüber barsch oder so verhalten haben. Ich selbst mag das ja bei anderen Menschen gar nicht. Und eben, bei mir ist es die Ausnahme. Sie meinte, dass alles okay sei, aber der Chef gestern noch bei ihr gewesen sei und gemeint hätte, sie solle doch bitte kurz bei mir vorbeischauen, man müsse mir doch "guet luege" und er käme wegen eines Termins erst später am Morgen im Büro. Das fand ich wirklich sehr toll. Und als er dann später kam, kam er ins Büro und meinte sofort, ob es besser sei und dabei tätschelte er mir meinen Arm. Er war wirklich sehr fürsorglich und fragte ein paar Mal nach. Das fand ich wirklich eine sehr gute und grosse Geste von ihm. Vor allem, weil ich es mir vom früheren Geschäft nicht gewohnt bin. Ich habe mir vorgenommen, auf mein Bauchgefühl zu hören. Ein Mensch kann sich nicht so verstellen und die Aktionen diese Woche von meinem Bürogspänli haben einfach gezeigt, dass wohl eher sie das Problem ist. Aber über sie möchte ich hier nicht viel weiter berichten. Ich habe einfach von meinem Chef ein riesen Lob und Dank für meine Arbeit bekommen und das geht runter wie Öl. Es tut richtig gut, so offensichtlich geschätzt zu werden. Ich bin es mir nicht gewohnt und irgendwie freue ich mich dann doch über so liebe Worte - weil meine Ansprüche an mich selbst sehr gross sind.

So, nun muss ich schnell weitertippen. Outfittechnisch eine kurze Anmerkung: ich habe nicht alle Outfits der letzten zwei Wochen fotografiert... Irgendwie war mir nicht danach und die Bilder sind selbsterklärend. Aber ich hatte diese Woche zum Beispiel mal wieder eher Lust auf stärkeren Lippenstift und ein schönes, angenehmes Kleidchen. Auf einem Bild habe ich Turnschuhe an, aber "ausser" Haus die Stiefel, welche daneben auf dem Boden liegen.

So, und nun geht es noch um das Thema Männer, Liebe und Frust. Vor allem den gewissen Mitarbeiter schiesse ich in den Mond. Sein Verhalten geht auf keine Kuhhaut mehr.

Aber zuerst Puma. Am Dienstag war er wirklich sehr nett und zuvorkommend, lobte mich für meine Haarfarbe (natürlich erschien ich mit offener Mähne...) und meinte zwei, drei Mal, dass es wirklich gut und "peppig" aussehen würde. Er tätschelte auch ein paar Mal meinen Oberarm und war sehr aufmerksam. Aber ich glaube, er möchte es einfach in erster Linie freundschaftlich wieder gut machen und am Dienstag gab ich mich ein wenig wärmer und offener. Aber doch bin ich noch sehr verletzt, sodass ich nicht einfach "Hü und Hot" machen kann. Ich brauche Zeit. Und die Zeit wird zeigen, was überhaupt je gewesen war und je sein wird.

Nun zum gewissen Mitarbeiter. Eigentlich geht es um zwei Männer. Der gewisse Mitarbeiter und jener Mitarbeiter, welche gestartet hatte, kurz bevor ich meine Kündigung einreichte. Ein attraktiver Mann, hat eine lange Beziehung hinter sich und flirtet jetzt, was das Zeug hält :-). Aber er ist wirklich anständig und ein sehr lieber Kerl. Keine Ahnung, wie ich diesen hier nennen sollte. Mr. Flirty :-)? Okay, dann ist er ab jetzt Mr. Flirty.

Es war am Mittwoch vor zwei Wochen, als mich meine zwei ersten Lehrtöchter von meinem früheren Geschäft darauf ansprachen, ob ich am Donnerstag in einer Woche auch mit von der Partie sei. Eine runde früherer, junger Mitarbeiter, welche ins Kino geht. Sie waren erstaunt und überrascht, als ich ehrlich meinte, dass ich nichts davon wissen würde und mich auch nicht aufdrängen wollen würde. Meine erste Lehrtochter meinte sofort, dass dies natürlich kein Problem sei und die zweite, dass sie morgen im alten Geschäft sofort nachfragen würde.

Am nächsten Tag erhielt ich von der zweiten Lehrtochter die Mail, dass sich die Gruppe des alten Geschäfts freuen würden und somit waren auch ich und meine erste Lehrtochter vom ersten Geschäft happy. Der Donnerstag kam.

Ich und meine erste Lehrtochter waren früher dran und setzten uns bereits an den Tisch. Die andere Gruppe mit meiner zweiten Lehrtochter, einer weiteren Mitarbeiterin, dem gewissen Mitarbeiter und Mr. Flirty kamen um die Ecke. Mr. Flirty schien zu strahlen und nahm mich auch in den Arm. Das ist mir aufgefallen - gute Freunde drückt er kurz. Wir assen und quatschten (wobei ich mich bei dem Thema nicht wohl fühlte) und die Zeit verging einfach wie im Flug. Da merkte ich, dass ich einfach eine andere Generation oder doch ein wenig älter bin. Die Ansichten über Beziehungen, jemanden kennen lernen und so... nicht meins. Und eine ist erst seit ein paar Monaten Single und meinte, dass sie bis zu ihrem Ameirkaaufenthalt nicht mehr aus dem Haus gehen dürfe. Ich fragte nach, warum und sie meinte: ich lerne einen Typ nach dem anderen kennen - ich muss doch Single bleiben!

Bäm, in mein Gesicht. War schon ein wenig happig. Vor allem, weil ich ja so gar keine einfachen Erfahrungen mit Männern und Kennenlernen habe. So, nun weiter im Text. Wir gingen ins Kino und wie es kam, sass ich ganz aussen neben Mr. Flirty. Ihm schien es nichts auszumachen, er meinte noch, dass wir nun knutschen könnten und brachte damit die ganze Gruppe zum Lachen. Vor allem war vor dem Essen etwas passiert. Ich las mein Horoskop und meinte, dass da auch stehen würde, dass ich meine grosse Liebe in der laufenden Woche kennen lernen würde. Der gewisse Mitarbeiter grinste und meinte, ob dieser vielleicht am Tisch sitzen würde?  und schaute zu Mr. Flirty. Und auch während dem Film fiel mir auf, dass Mr. Flirty nicht wirklich Berührungsängste zu haben schien - was mich auch nicht störte. Vor allem sagte er in einem kurzen Moment mit ganz ernster Stimme, dass ich im alten Geschäft extrem fehlen würde. Es sei wirklich sehr schade, sei ich nicht mehr da. Das ging runter wie Öl, tat wirklich gut. Es fühlte sich gut an neben ihm und als der Abschied kam, wollte ich ihn kurz drücken und merkte, dass ich ihn nicht loslassen konnte, weil er mich länger drückte. Länger und intensiver.

Ich war irritiert, aber genoss es. Am Freitag trafen wir uns per Zufall in fast genau der Gruppe wieder in einer Bar und da rief er, als er mich erblickte, schon durch die ganze Bar: "ciao bella!" und drückte mich wieder ordentlich. Er schien sehr anhänglich und flirty, berührte mich oft und war sehr aufmerksam. Aber er flirtete dementsprechend mit anderen :-). Aber doch nicht so touchy, wie bei mir. Es war lustig, wir hatten eine gute Zeit und dann kam der Abschied... Er nahm mich in den Arm, legte sein Ohr an meines und liess und liess mich nicht mehr los... bestimmt für zwanzig Sekunden. Liess ein wohliges Grummeln von sich und meinte: "ach, zambrottagirlie". Ich erinnerte ihn daran, dass er mir einen Drink versprochen und noch nicht gezahlt hätte und er meinte, dass ich ihn ja nicht nochmals darauf angesprochen hätte. Er liess von mir los, aber nahm mich an seine Seite. Und ja, es fühlte sich gut an und ich wollte mehr davon. Aber gleichzeitig war mir bewusst, dass ich so schnell nicht einfach von einem Mann eine Umarmung erhalte. Weil es privat ja nicht so besteht. Und das tut weh. Vor allem wird es nicht leichter mit dem Thema Männer, umso älter ich werde und mein Handicap zerstört einfach alles. Und meine innere Ansichten.

Aber in diesem Moment tat es gut und auch gestern wollte er spontan mit mir etwas trinken gehen. Leider war ich schon verhindert und ja, ich mache mir nun so meine Gedanken.

Der gewisse Mitarbeiter nervt. Weil ich mitbekommen habe, dass er mich in der Gruppe eigentlich am Kinoabend nicht dabei haben wollte, Mr. Flirty sich aber für mich eingesetzt hatte. Mich nervt es, weil die Gruppe frei zusammengewürfelt war und ich den Grund nicht verstehe. Weil ich etwas am Organisieren bin und an ihn gedacht habe. Und weil ich vom Arbeitsmutti die Bestätigung erhalten habe, dass er mir die Kündigungssache immer noch übel nimmt. Und jetzt muss ich los!







Sonntag, 20. November 2016

outfits & muskelkater in erwartung

Rückblickend war die letzte Woche outfittechnisch auch nicht wirklich viel los bei mir. Irgendwie komme ich in Sachen Strumpfhosen und Kleider oder Röcke mit Oberteil nicht wirklich in die Gänge. Ich glaube, es muss morgens einfach schnell gehen und aktuell stehe ich so unter Spannung und emotionalem Stress... Zudem mache ich aktuell privat nach dem Arbeiten nicht mehr wirklich viel. Ich bin einfach froh, wenn ich mich nach Hause unter die Bettdecke verkriechen kann. Kaffee und Shopping-Queen oder sonstige Telenovelas nachschauen. Einfach in das sichere Nest verkriechen, meist liegt dann Schila schön neben mir.

Die nächsten zwei Wochen... ich mag gar nicht daran denken. Mir geht die Muffensause und ich habe regelrecht Bauschmerzen. Ich bin oft nervös, zeige es aber gegen aussen nicht. Und obwohl in mir das Gefühlschaos tobt, gebe ich mich meist ruhig gegen aussen. Dafür sind dann alle überrascht, wenn es "mir de Deckel lüpft". Aber so bin ich nun mal. So bin ich auch erzogen worden. Immer schön anständig und nicht kampflos aufgeben. Und wer weiss, vielleicht schaue ich in zwei Wochen zurück und kann über meine Ängste schmunzeln, weil ich es doch alles ganz gut gemeistert habe.

Ich habe mich für Blusen entschieden. Und am Freitag war noch unser Weihnachtsessen, da habe ich ein schwarzes Kleid mit Bordeauxeinsatz gewählt. Diese Woche freue ich mich auf Dienstag. Da habe ich endlich wieder Friseurtermin. Und ich werde eine violett-violett Farbe wählen. Ich freue mich richtig darauf. Handicap hin oder her - das lasse ich mir nicht nehmen. Und des weiteren habe ich ein paar weitere Hautverzierungen geplant. Wenn es stimmt, dann stimmt es einfach.

Heute hatte ich den ganzen Tag über Volleyballturnier. Was soll ich gross sagen - wir waren wirklich gut, die Schiedsrichter hatten schlussendlich drei Teams auf dem zweiten Platz, darunter auch wir. Sie schafften es leider nicht, die Punkte vor der Rangverlosung auszurechnen, bei uns gab es sowieso Preise nach Zettelziehung. Von dem her kam es nicht wirklich darauf an. Und doch bin ich ganz gespannt, wie gut wir schlussendlich doch waren. Es ist alles gut gelaufen, mein Knie ist noch heil und mein Fuss motzt auch nicht. Mein Rücken war ebenfalls liebt, nur mein rechter Handballen und mein rechtes Handgelenk taten mir bereits beim Aufstehen weh. Ich hoffe, dass dies einfach alles nur nervlich ist.

Wie es mit Puma lief? Hm... mir hat es geholfen, zu merken, dass da keine Gefühle dieser Art mehr für ihn da sind. Es passiert innerlich nichts mit mir und das finde ich gut so. Vielleicht war diese Geschichte leider wieder so, wie mit dem gewissen Mitarbeiter. Er hat mich vielleicht einfach gerne und zambrottagirlie hat es falsch aufgefasst. Wobei ich finde, dass da immer zwei dazugehören und Männer halt einfach nicht wirklich schnell etwas in dieser Sache begreifen. Natürlich nicht alle, aber doch die meisten. Ich glaube, Frauen spüren da eher, wenn Interesse seitens des anderen Geschlechts besteht. Wobei sie dies natürlich schon fast zu voreilig sehen und immer sofort betonen müssen, vergeben zu sein. Das nervt mich dann auch. Er war wieder eher "touchy" unterwegs und hat auch sonst immer mal wieder die Nähe gesucht. Viele zweideutige Aktionen und Sprüche und innerlich musste ich oft einfach tief durchatmen und mir klar machen, was dieser Typ eigentlich so mit mir angestellt hat und was mich alles an ihm stört. Und das ich mich darauf nicht einlassen möchte und er mir halt einfach doch sehr weh getan hat. Es würde viel benötigen, wieder vertrauen aufzubauen. Und wer einmal so handelt, tut dies (meist unbewusst, ist mir klar) immer mal wieder. Und doch gab es wieder ein paar Situationen... komisch. Ich hatte teilweise das Gefühl, er wollte mich ein wenig eifersüchtig machen, indem er mit der Kollegin von Laura sprach. Und ich wusste natürlich, dass diese einen Freund hat und dieser hat sie heute unterstützt. Naja, der Blick von Puma war schon irgendwie lustig, als er dies begriff. Als ich ihn dann zum Bahnhof fuhr, war da wieder so eine Situation... Zuerst aber noch etwas anderes. Am Morgen rief er mir per WhatsApp an. Ich sah es leider erst, als es vorbei war. Und innerlich war da einfach: "Nein, darauf habe ich kein Bock. Nein. Nein. Nein. Never. Nein." Ich fuhr dann los und dachte mir, dass sich das alles erledigt hat. Während dem Spiel habe ich mich dann entschuldigt, dass ich es nicht gesehen hätte. Heute zu Hause habe ich dann noch seine Nachricht gesehen. Er hatte mir sagen wollen, um welche Zeit er wo ankommt. Hätte er auch jemand anderem mitteilen können, whatever. Zurück zur Autofahrt nach dem Spiel. Er meinte zu mir, ob dies am Handgelenk ein Stempel von einem Discoeintritt oder ein Tattoo sei. Ich meinte, ein Tattoo und er wollte es sehen. Sah meinen Spitznamen und meinte, dass es ihm gefallen würde. Ich lachte und meinte, dass ich nicht Selbstverliebt oder so sei. Er sofort, dass man sich doch mögen könne, sei doch schön und das andere halt einfach narzistisch sei. Was er nicht von mir denken würde. Ich meinte dann, dass mir Amerika halt gut getan hätte und ich dort wieder zu mir gefunden hätte. Daher diese Erinnerung. Irgendwie war dann dieses Bauchgefühl in der Luft. Als hätte er es nicht wegen nichts angesprochen. Und ich hatte sein halbes Herz auf dem Unterarm irgendwie an diesem Sonntag zum ersten Mal bewusst gesehen. Ich weiss nicht, ob es einfach so dezent ist oder ob ich es einfach nie davor bemerkt habe. So meinte ich, ob er denn auch Tattoos hätte? Er sofort bejaht und es mir gezeigt. Und gemeint, dass er dies noch mit seiner damaligen Freundin gemacht hätte, aber jetzt ja nichts mehr sei. Als hätte er irgendwie noch einmal betonen wollen, dass er nun alleine sei. Keine Ahnung, wie lange er mit ihr zusammen war, ob schon da, als wir uns kennen gelernt haben oder wie auch immer. Ich glaube einfach, dass er mich halt einfach auf eine Art und Weise gern hat und vielleicht selbst erst zu spät gemerkt hat, dass er sich einfach nicht wirklich korrekt verhalten hat als vergebener Mann. Äusserlich und in vielen Einstellungen denke ich, würden wir gut zueinander... nein, hätten wir gut zueinander gepasst. Auch mal ein wenig Couchpotato sein und dann wieder ein wenig Action. Essen tun wir beide gern und auch sonst eher locker und "kindlich" eingestellt. Immer mal wieder jüngere Gedankengänge, wie dem eigentlichen Alter entsprechend.

Abstand wird auch da gut tun. Ich merke es schon nur beim gewissen Mitarbeiter. Seit ich ihn nicht mehr fast täglich bei der Arbeit sehe, sind die Gedanken auch viel freier. Und doch sass ich oft da und dachte mir: klar, es wird alles so kommen, wie es kommen muss. Und doch gab es ein paar junge und kleine Mädchen, und ich merkte einfach... ich werde nie damit klarkommen, dass mein Leben anscheinend nicht so läuft, wie ich es wollte und möchte. Klar, gegen aussen gebe ich mich stark und sage immer, dass - sollte es so sein - Kinder haben werde oder halt auch nicht. Dass dies mir nicht wirklich viel ausmachen würde. Und das ich einen Mann habe, oder nicht.

Und ich sass da und merkte diesen Stich tief im Herzen. Dass es vielleicht wirklich so sein wird, dass ich nie einen Mann und nie Kinder haben werde. Und dass es irgendwie doch weh tut. Weil es das Schicksal für mich entscheidet und nicht ich selbst. Okay, ich könnte mich wahrscheinlich einfach jemanden an den Hals werfen oder alleinerziehende Mutter werden, aber das will ich für mich nicht so. Ich möchte das volle Paket, obwohl es schwierig werden wird, ich weiss. Ich stehe mir mit meinen Gedanken und Ängsten und Befürchtungen selbst im Weg. Ganz klar. Ich weiss nicht, ob man versteht, was ich meine. Aber ich glaube, durch meine Geschichte wird mir einfach vieles verwährt bleiben und das stimmt mich traurig und ängstlich zu gleich.

Oder es liegt einfach doch ein wenig an der 3, welche so langsam an meinem Alter anklopft. Und ginge es nach mir, wäre ich mit 33 halt doch langsam mal schwanger etc.

Wenn ich überhaupt jemals in die Nähe einer 33 komme. Aber eben, mein eigenes Bauchgefühl sagt mir da, dass ich nicht wirklich jemals dahinkommen werde. Und all diese Freitode und schwierigen Geschichten um mich herum, machen es nicht einfacher.

Ui, jetzt bin ich mal wieder in meine Gedankenwelt abgedriftet. Nun poste ich die Bilder und begebe mich dann ins Bett. War anstrengend heute und wird diese und nächste Woche nicht einfacher.

Klar, ein Mann löst nicht alle Probleme. Möchte ich auch nicht und sehe ich auch nicht so. Aber endlich mal Wertschätzung von einem anderen Wesen täte doch ein wenig gut. Wobei da natürlich meine Freundinnen sind. Keine Ahnung, warum ich deren Wertschätzung nicht so wahrnehmen kann. Weil es halt vielleicht doch etwas anderes ist, sich vom anderen Geschlecht endlich mal wahrgenommen zu fühlen. Weil Freundinnen immer lieb und nett sind. Weil sie dich kennen und dich für deinen Charakter lieben. Und weil ich für Männer anscheinend unsichtbar zu sein scheine. Fertig jetzt. Ich glaube, meine Schmerzmittel haben da ein wenig mitgemischt in dieser Gefühlsdudelei :-).





Samstag, 19. November 2016

nachdenklich

Morgen findet für meine verstorbene Firmgotte eine Art Gottesdienst statt. Mein Onkel möchte daraufhin anscheinend den Baum pflanzen gehen. Ein Symbol für ihn. Ich glaube, sogar ganz in der Nähe, wo sie sich für den tragischen und grausamen Suizid (sorry, aber Freitod klingt für mich für diese Variante einfach zu harmlos) entschieden hat.

Ich habe morgen den ganzen Tag über ein Volleyballturnier und habe da schon lange zugesagt. Wir sind sonst schon knapp an Teilnehmer und ganz ehrlich - so schrecklich es nun klingen mag - ich bin fast erleichtert, habe ich diesem Turnier zugesagt.

Ich habe mein Firmgotti geliebt, sonst hätte ich sie ja nicht gewählt. Und ich vermisse sie stark und ja, sie ist teilweise ganz böse mit mir als Kritiker. Sie erscheint mir immer noch. Aber ich weiss, wie sie auch anders sein konnte und ich selbst habe sie nur als diesen liebenswerten, warmherzigen Menschen gekannt, der keinem Menschen etwas zu Leide tun konnte.

Mir ist eine Entscheidung abgenommen worden. Ich selbst möchte nicht in die Nähe vom Ort kommen, wo sie sich für diesen grausamen Weg entschieden hat. Auch, wenn sie es in diesem Moment nicht selbst war... aber ich kann das einfach nicht. Ich werde auch nie wieder in das Haus gehen können, in dem sie zuletzt gelebt hat. Mit meinem Arbeitsmutti bin ich mal ganz nahe zum Dorf gekommen, wo mein Onkel und meinte Tante mit meiner Cousine gelebt haben. Es waren vielleicht 500 Meter. Es war nach ihrem Suizid und wir mussten da ganz nahe heran, um weiter nach Singen zu gelangen. Und mein Herz hat sich so grausam verkrampft und meinem Arbeitsmutti war es so gar nicht recht.

Und ein Baum pflanzen... Es muss für meinen Onkel stimmen. Es war seine Ehefrau, seine grosse Liebe. Es muss für ihn stimmen. Und ja, ich selbst habe ja auch einen Baum in der Nähe als Zufluchtsort für Grossdäddi und mein Firmgotti ausgesucht. Ich liebe Bäume. Bäume geben mir so viel. Aber Leben dort pflanzen, wo sich jemand bestialisch das Leben genommen hat? Sehr schwer vereinbar für mich. Aber eben, es geht dabei nicht um mich.

Und so ist mir eine Entscheidung genommen worden. Denn ich wäre zum Gottesdienst gegangen, obwohl es sich nicht richtig für mich angefühlt hätte. Weil ich Angst vor dem schlechten Gewissen danach gehabt hätte. Weil ich das Gefühl gehabt hätte, mich gegen mein Firmgotti entschieden zu haben.

Und doch stimmt es mich nachdenklich. Aktuell geht es mir nicht wirklich gut und dies schon lange. Alle fragen natürlich, was mit meinem Unterarm los ist und nur ich kenne die Antwort. Und natürlich bin ich nicht stolz dafür, dass ich in meinem Erwachsenenalter nach zweieinhalb Jahren diesen Schritt mal wieder gemacht habe. Ich selbst weiss, wie stark ich bin und wie normal ich mein Leben bewältige. Wie normal mich die anderen auffassen und wie alltäglich mein Leben gegen aussen scheint. Und ja, es ist oft ein Segen, so "normal" gesehen zu werden. Da habe ich in meiner Karriere in Kliniken und Therapiegruppen ganz andere Menschen kennen gelernt. Und obwohl es manchmal schwer ist, diesen Stempel offensichtlich zu erhalten - teilweise wünsche ich mir, dass man eher sehen würde, dass es nicht einfach für mich ist. Vielleicht würde es einige Menschen wachrütteln. Aber die traurige Wahrheit dieser Gesellschaft ist, dass die Menschen sich dann eher abwenden. 

Ich freue mich auf Italien. Meine Heimat. Meine Flucht. In wenigen Wochen ist es soweit und ich kann es nicht erwarten. Die nächsten zwei Wochen werden Horror und ich befürchte, dass ich dies an meinem Unterarm wieder auslasse. 

Eine bekannte Schauspielerin hat sich mit 52 das Leben genommen. Ein Bekannter meiner Familie hat sich mit knapp 70 grausam das Leben genommen. Mein Firmgotti war etwas über 50. Und Pupa? Ist 40. Und natürlich mache ich mir da Sorgen, dass ich nie "normal" leben werden könne. Dass Depressionen und Selbsthass und Selbstzweifel und diese Wellen des Lebens immer da sein und mich herausfordern werden. Dass sich das Leben immer eher wie ein Überlebenskampf wie ein Leben anfühlen wird. Das ich diese Therapie für nichts mache - weil es kein Entkommen gibt. Ja, oft sage ich mir selbst: wie naiv bist du eigentlich? Was machst du dir da vor? Es wird nie einfach und gut sein! Nicht bei dir!

Und ganz ehrlich... warum nicht jetzt gehen, bevor es weiter geht mit Mann und Kinder? Wobei ich ja selbst bezweifle, dass dies je der Fall sein wird. Aber was, wenn es doch irgendwann einmal Kinder geben wird? Ich sehe es ja bei meiner Cousine. Ich möchte nicht das Mami sein, welches sich für den Freitod entscheidet. Solche Gedanken beschäftigen mich aktuell sehr.

Ich bin nicht sicher, ob das Volleyballturnier morgen Ablenkung mit sich bringen wird. Ein ganzer Tag mit Puma. Am Dienstag hatte der - glaube ich - nicht wirklich Freude an einer Antwort von mir. Wir spielten im Team, wie wir es morgen machen. Wir standen also da und ich sagte: "für mich stimmt das so, isch tiptop für mich." Da machte er neben mir (ich hatte ihn nicht bemerkt): "ah, es stimmt für dich, wenn ich rechts fu dir stoh?" Ich sah ihn an und er grinste mich an. Am liebsten hätte ich ihm eine geklatscht. Und ich dachte mir, dass er dies nicht mit mir machen könne und meinte nur: "Neii, ha eher gmeint, dass es für mich stimmt, wenn d'Laura mir so gegenüber stoht". Danach war Funkstille. Ich glaube, ihm ging der Laden runter.

So, nun sind meine Beine eingeschlafen. Schila liegt über meine gekreuzten Beine, während ich hier tippe. Ich muss über sie langen und meine Arme sind dementsprechend warm und mein Shirt bald klitschnass verschwitzt - ui.

Ach, noch ein paar Bilder der tollen Landschaften in der letzten Woche. Teilweise echt einfach nur wunderschön anzuschauen. Und einmal mehr schätze ich mich glücklich über meine Familie. Schila ist unheimlich anhänglich und als mein Wagen anfangs Woche das Gefühl hatte, zu bocken, durfte ich das tolle, aufgemotzte und aus dem Auspuff röhrende Auto ausleihen. Ich habe einfach schon einen verdammt guten Bruder :-). PS: die zwei unteren Bilder sind mein Nachhauseweg - wenn es schön Wetter ist und nicht schneit. Eine wirklich tolle, kurvenreiche Strecke, mitten durch das Land.