Donnerstag, 19. Januar 2012

jetzt heisst es warten...

... und hoffen. Daumen drücken, bis sie blau sind. Es fehlt das letzte Quäntchen an Glück.

Ich habe mich heute bei der Gemeinde, bei der ich am Dienstag mein Vorstellungsgespräch hatte, wie besprochen telefonisch gemeldet und mitgeteilt, ob bei mir noch Interesse bestehen würde oder ob ich es mir anders überlegt habe.

Termin wäre morgen gewesen. Mittwoch fand ich zu kurfristig und erst morgen melden macht auch keine gute Klappe. So habe ich mich für heute entschieden.

Es stimmt für mich Vieles. Ein ganzer Tag am Montag arbeiten, danach "nur" morgens. Ist vielleicht genau das Richtige, so kann man motivierter an jeden Tag. Klar, vielleicht finde ich es mit der Zeit auch doof, jeden Tag aufstehen zu müssen, um knapp nach 13.00 Uhr wieder zu Hause zu sitzen, obwohl man die Woche mit drei Tagen durchbringen könnte (und danach ganze vier Tage am Stück frei hätte). Aber es ist nun mal so, wie es ist. Und ich kann schon nur froh sein, wenn es mit diesem Job klappen würde. Denn meine Voraussetzungen und Wünsche werden vollkommen erfüllt!

Und wer weiss, vielleicht steht eh bald eine WG in der Nähe des Arbeitsortes mit einer Kollegin oder meiner Schwester an. Oder ich finde mit der Zeit einen zweiten Job und kann so auf 80 % aufstocken, woraufhin ein eigenes Leben ganz gut zu bewältigen wäre. Ich brauche nicht viel und den Schuhtick kann ich mittlerweile ganz gut kontrollieren ;-)! Dafür lasse ich die Sau an den Märkten in Italien aus und shoppe zehn Paar Schuhe für 20 Euro, hehe!

Es sind drei Frauen, mit mir wären wir zu viert. Es ist ein kleines Häuschen, der erste Eindruck stimmt. Und es ist genau 60 %, was ich schon lange suche. Im Job, den ich mir schon immer gewünscht habe.

Nun heisst es abwarten, nächste Woche erhalte ich Bescheid über den weiteren Verlauf. Wünscht mir Glück und drückt mir die Daumen!

Danke :-))))))))))))

resturlaub

So, nun habe ich ein weiteres Buch hinter mich gebracht. Es ist erneut ein Werk von Tommy Jaud. Nun warte ich auf "Hummeldumm", welches erst so im Mai 2012 bei mir erscheinen wird.

Zum Klappentext:

Seine Eltern wollen, dass er endlich ein Haus baut.

Seine Freundin will endlich ein Kind.

Und seine Freunde wollen zum elften mal nach Mallorca.

Doch Pitschi Greulich hat einen ganz anderen Plan.

Eine ziemlich komische Geschichte über einen 37-jährigen Brauerei-Manager, der ausgerechnet am Ende der Welt das sucht, was er zu Hause längst hatte.

Meine Meinung:

Ehrlich gesagt fand ich Vollidiot und Millionär um Welten besser. Vielleicht liegt es auch am schwarzen Humor und dass es indirekt immer um das Eine ging ;-)! Jaja, zambrottagirlie kann auch ganz anderes, nichts mit Mauerblümchen und so *g*!

Resturlaub war nicht schlecht, aber es hat mich auch nicht wirklich von den Socken gehauen. Teilweise fand ich Situationen nicht wirklich amüsant und ich musste auch nicht so oft loslachen, wie bei Vollidiot (da gab es echt groteske Sprüche, die man zwei mal lesen musste).

Auch ist das Ende des Buches vorhersehbar. Finde ich persönlich schade.

Eher nichts für mich :-). Wird aber bestimmt mal wieder gelesen. Nur nicht in den nächsten zwei Jahren, hehe.

Dienstag, 17. Januar 2012

vorstellungsgespräch & co.

Dies wird ein gemischter Eintrag. Es war viel los heute und irgendwie möchte ich nicht tausende von Posts einstellen, hehe.

Ich beginne einfach frei aus dem Bauch heraus. Gestern Abend hat sich anscheinend Pupa mal wieder an mich erinnert. Und das um 21 Uhr (!!!). Ich habe den Anruf auf meinem Natel nicht entgegen genommen. Einerseits eine Frechheit um diese Zeit (sorry, da bin ich halt doch sehr bünzlig) und andererseits war ich die ganze letzte Woche über abgeschrieben. Ich lasse viel mit mir machen, aber auch ich erreiche meine Grenzen. Wie bereits drei Einträge weiter unten geschrieben, renne ich stest für sie, tue und mache und unterstütze sie, egal, wie schlecht es mir geht. Da hat sie nach einer Nacht (in der sie alles erfahren hat) nicht einmal die Zeit und die Kraft, sich bei mir zu melden?

Meine Theorie ist einfach. Sie hat mich einfach vergessen. Ihr Machoboy war ihr wichtiger. Und ich bin einfach links liegen geblieben.

Soll nicht mehr mein Thema sein. Sie schrieb gestern noch eine SMS, ich solle mich doch mal bei ihr melden und es tue ihr leid, dass sie sich nicht gemeldet habe, aber es sei ihr schlecht gegangen. Tja, ist sie nicht die Einzige. Ich reisse mir einfach den Hintern nicht mehr so schnell für jemanden auf. Auch bei mir ist mal fertig lustig. Ihr könnt die Sache so sehen, wie ihr wollt. Aber ich denke, bei meinen Einträgen mit Pupa ist oft ersichtlich gewesen, was ich alles für sie tue, egal, wie es mir geht.

Weiter in der Geschichte. Heute Morgen war ich mit Schila spazieren, ich wollte vor dem Gespräch noch Grossdäddis Grab in der Nähe besuchen. Es war beeindruckend, wie vereist die Natur selbst um 10.30 Uhr noch war. Es sah echt schön aus, fast so, als würden tausende von Glitzerpartikel über der Wiese liegen. Es hat gut getan und ich habe meinen Kopf ein wenig frei gekriegt. Ausserdem habe ich das Vorstellungsgespräch noch ein wenig durchspielen können. Stärken, Schwächen, warum ich mich darauf beworben habe und Fragen zum Schluss.

Danach habe ich für mich und Zio etwas zu Mittag gekocht, habe meinen Beautytag durchgeführt, bin unter die Dusche gehüpft, eincrémen, schminken, Haare föhnen, Haare frisieren (so gut es ging), anziehen und ab die Post los ans Gespräch. Ich habe mich für eine graue, elegante Hose, ein weisses Longtop, ein schwarzes Jäckchen und einen Schal in rosé / koralle entschieden. Die Schuhe fielen ebenfalls elegant und schwarz aus. Ich fühlte mich eigentlich wohl, abgesehen von meinen Haaren. Ich habe mich aber dadurch nicht verrückt machen lassen.

Der Weg war okay, ich hatte gut 40 Minuten. Das Gemeindehaus habe ich auch schnell gefunden. Die beiden Damen (aktuelle Stelleninhaberin und die Gemeindeschreiberin) haben einen guten, ersten Eindruck vermittelt. Zuerst wurde mir etwas über die Gemeinde erzählt, über die Tätigkeit und wie man sich eine weitere Zusammenarbeit vorstellt. Danach waren Fragen an mich angesagt und schlussendlich fand ein kleiner Rundgang statt.

Im Gespräch wurde ich noch einmal gefragt, ob mir der Arbeitsweg über den Hirzel wirklich nichts ausmachen würde. Ich bejahte, denn ich fahre gerne Auto und den Hirzel habe ich schon zig Mal befahren (Familie wohnt in Zug / Luzern / Zürich). Ausserdem liegen diese 40 Minuten in meinem Rahmen. Es ist eine abwechslungsreiche und doch selbständige Arbeit. Wir wären vier Frauen für die gesamte Gemeinde zuständig für ca. 950 Einwohner. Es ist ein kleiner, schickes und herziges Gemeindehaus und ich war echt positiv überrascht. Die Lage ist sehr naturbezogen.

Ein weiterer Pluspunkt: alle drei Frauen sind seit mehreren Jahren da tätig. Das sagt schon viel aus. Und sie suchen auch etwas Langfristiges. Die jetzige Stelleninhaberin wechselt "nur", weil eine Einheitsgemeinde gebildet wird und dadurch ein Bereich vergrössert werden muss.

Meine Einsätze würden jeden Morgen und zusätzlich am Montagnachmittag zu bewältigen sein. Vielleicht ist es gut, kann ich nachmittags nach Hause fahren. So würde kein 8 sondern "nur" ein 4-5 Stundentag anstehen. Positiv war auch, dass es ein kleines Team ist und ich mich sofort wohl gefühlt habe. Mir ist bewusst, wird auch bei kleinen Gemeinden Stress herrschen, jedoch ist diese am Nachmittag (abgesehen von Montag) geschlossen. Ausserdem gäbe es immer noch Familie und Bekannte in der Nähe, wenn der Arbeitsweg dann doch zu viel des Guten wäre (vor allem im Winter).

Die Tätigkeit klingt auch sehr interessant und es wäre wirklich sehr abwechslungsreich. Ich habe betont, dass ich auf der Suche nach etwas Nachhaltigem wäre, also mindestens die nächsten fünf Jahre bei einer Festanstellung bleiben will. Zusätzlich sprach ich die Damen auf die Einarbeitungszeit an und darauf, dass ich bis jetzt zwar bei vielen Gemeinden ausgeholfen, mir jedoch so keine Kenntnisse in einem speziellen Bereich aneignen konnte. Sie waren da total locker und meinten, dass so meine Einsatzbereitschaft und meine Flexibilität sehr gut ersichtlich sei.

Mir war es wichtig, ihnen zu sagen, dass ich selbst diese befristeten Stellen als Chancen gesehen habe, weiter an Erfahrungen sammeln und damit zeigen zu können, dass ich mir nicht zu schade bin, für selbst wenige Monate einzuspringen. Ich hätte jegliche Möglichkeit genutzt, um bei der Gemeinde Fuss zu fassen. Und dass es weiterhin mein Traum wäre, bei einer solchen beschäftigt zu werden.

Nun habe ich Bedenkzeit bis Freitagmorgen. Ich werde mich am Donnerstag melden. Morgen wird noch ein wenig überlegt und vielleicht mit Muddi diskutiert. Freitag ist mir dann doch zu spät. Also bleibt nur noch ein Morgen übrig, hehe.

Es fühlt sich sehr gut an. Ein kleines, motiviertes Team, geregelte Arbeitszeiten, ich konnte in diesem Gespräch meine Ängste äussern (wie oben benannt: Erfahrungen, Einarbeiten, Lernen, Prioritäten zu Anfang) und mein Bauchgefühl ist total positiv.

Was bleibt, ist mein eigenes Ich. Ich hatte schon lange damit zu kämpfen, einzusehen und zu akzeptieren, dass im Moment "nur" 60 und nicht mehr Prozent an Arbeit für mich drinliegen. Vielleicht tut es mir gut, einfach zwei, drei Jahre lang an nichts anderes denken zu müssen. Dass ich meinen sicheren Job habe und so wieder Fuss fassen kann. Vielleicht erwarte ich einfach zu früh zu viel von mir. Dass ich mir nur ein Jahr gebe und dann wieder voll einsatzfähig sein muss. Ich kenne mich da halt doch zu gut *augenverdreh*.

Wie gesagt, mit dem Stellenpensum habe ich mich mehr oder weniger arrangiert, wobei mein Ziel natürlich doch ist, mehr arbeiten und so selbständig leben zu können. Aber ich bin jung und gebe mir Zeit. Es gibt Frauen, die noch später erst von zu Hause ausgezogen sind ;-)! Ich gebe ja etwas ab und helfe mit. Von dem her gleicht es sich aus.

Bleibt nur noch der Lohn und mein Kopf dabei. Klar, es ist viel weniger, als wenn ich 80 oder gar 100 Prozent arbeiten würde. Ich werde mich zu Anfang mit meinen Kolleginnen vergleichen und es wird auch wehtun, wenn bei denen Sprüche fallen wie: "Ich will nur fünf Tage die Woche arbeiten. Weniger ist halt doch arg an Lohn, was wegfällt." Aber da muss ich drüber stehen können. Wie ich es mit dem Akzeptieren zum Thema Pensum geschafft habe, werde ich es auch in diesem Punkt packen. Ich weiss ja, dass es im Moment so ist und sich das ändern wird. Hauptsache ist, dass ich wieder mein Leben in den Griff bekomme. Alles andere kommt Schritt für Schritt.

Danach bin ich zu Grossdäddis Grab im Kanton Luzern gefahren. Ist keine 15 Minuten entfernt, so war es für mich selbstversändlich, einen Abstecher dahin zu machen. Es hat mir gut getan.

Später düste ich nach Zürich, kaufte für meine Schwester und mich je zwei Paar Hosen vom Clockhouse XL (wenn sie schon mal super passen und nur 29 Franken kosten, muss man es ausnutzen!) und fluchte auf, als ich mal wieder bemerkte, welches Glück meine Schwester hat. Ihre Grösse war in dunkel und hell vorhanden. Meine nur in hell. Ich habe zwei verschiedene Grössen gekauft (wir haben bemerkt, dass sie nach dem Waschen seeeehr elastisch sind) und nun fehlt mir nur noch eine Dunkle. Doppelt gemoppelt hält nun mal besser.

Von Zürich ging es zu meiner Schwester ins Geschäft. Ich war eh in der Region und musste auch nur eine halbe Stunde auf sie warten. Da habe ich mich bei ihr ausgeheult, wie mies es für Hunde ist, wenn die zum Shoppen mitgeschleppt werden (ich kann es einfach nicht verstehen, wie man denen H&M zu Stosszeiten, diesen Lärm, Tram und Zug zumuten kann!) und wie eklig es doch war, als sich eine andere Kundin im WC die Hände nach dem Geschäft nicht gewaschen hatte. Uargh!

Nun sitze ich da und schaue mir all meine Filmchen an, die ich im Verlaufe des Tages aufnehmen lassen habe. Mir fallen zwar fast die Äuglein zu, aber ich muss noch ein wenig runterfahren. Danach geht es ins Bett, lesen und einfach eine Nacht über alles schlafen. Morgen veröffentliche ich eventuell eine Pro- und Contraliste, wobei ich mich innerlich wahrscheinlich doch schon entschieden habe.

Morgen ist Easytag angesagt. Am Nachmittag werde ich nur im Bett liegen und in die Röhre schauen. Muss ab und zu auch mal sein. Wenn das Wetter so schön ist, wie in den letzten Tagen, steht natürlich ein Spaziergang mit Schila an. Ich verstehe da Menschen nicht, die zu Hause sitzen können. Seit ein paar Tagen haben wir nämlich herrliches Wetter! Kalt, aber schön!

Montag, 16. Januar 2012

ein jahr ist es her...

Wie schnell die Zeit doch vergeht. Erst gerade ist Schila jährig geworden, seit dem 14. Januar 2011 ist sie offiziell bei uns eingezogen. Es ist so, als wäre es erst gestern gewesen.

Es ist toll, Teil eines wachsendes Etwas zu sein. Man bekommt alle Fortschritte mit, lernt den Charakter des Hundes lernen und hat eine neue Bezugsperson. So komisch das klingen mag.

Ich selbst war eher immer die Katzenliebhaberin. Ein Hund bedeutet viel an Verantwortung und er ist sehr auf die Person bezogen. Man muss mit ihm arbeiten, ihn beschäftigen und auch Abwechslung bieten.

Schila ist der perfekte Hund für unsere Familie. Sie lernt schnell, kann einige Tricks (darunter auch amüsante) und beim Spazieren hört sie ganz genau zu. Klar, auch sie hat ab und zu ihre Flausen im Kopf, aber zum Glück hält sich das alles ganz schön in Grenzen.

Ich hätte sie gerne als ganz kleinen Welpen gesehen. Wir haben da leider keine guten Fotos von unseren Verwandten in Italien bekommen, ansonsten würde ich sie hier auch veröffentlichen. Sie muss aber eine ganz Süsse gewesen sein.

Ihre "Lampiöhrchen", die nun stehen, ihr zerzaustes und struppeliges Fell (darum heisst sie teilweise bei mir Fräulein Schruppatelli ;-)), welches nun mega schön ist und glänzt, ihre ersten Bellversuche, die eher an ein Quaken erinnert haben und die Eifersucht auf unseren Chicco, die sie selbst heute noch nicht wirklich abgelegt hat. Da kann sie aber auch anders, wie Fotos beweisen :-). Die zwei verstehen sich ganz gut, aber ein Hund ist und bleibt halt eifersüchtig und auf die Person bezogen. Da darf mich kein anderer Mensch berühren oder mir zu nahe kommen.

Anfangs war ich skeptisch, ob das alles gut kommt. Nun möchte ich sie nicht mehr hergeben. Vor allem die Touren an der frischen Luft und durch die Natur tun unheimlich gut.

Sie hat viel gelernt: sitz, platz, gib Pföchten, gimme five (ja :-)), stell dich tot (dabei halten wir sie rücklings auf dem Arm wie ein Baby und sie lässt dann den Kopf hängen), warten, komm hierher, bringt deinen BH (das Gstälti zum Spazieren) und sie verteidigt einen, wenn man mit der Schwester, dem Bruder oder der Mutter "rangelt" und um Hilfe ruft. Babbo zum Beispiel darf Muddi nicht einmal umarmen oder schmusen, da geht Schila los.

Natürlich ist das alles ein Spiel für sie und sie macht es nur, wenn man laut um Hilfe ruft. Ausserdem springt sie nicht an anderen Menschen hoch und da bin ich wirklich froh drüber. Es gibt nichts Schlimmeres, als Hunde, die einem an die Wäsche wollen.

Nun üben wir fleissig "peng". Wenn sie sitzt, soll sie sich auf die Seite fallen lassen. Aber das stellt sich schon als schwieriger heraus. Aber ich bleibe dran, denn für "Hopp" (aus sitz ein Männchen machen) hat sie auch lange gebraucht. Sie ist und bleibt teilweise ein Angsthäschen.

Ich finde sie den perfekten Hund. Nicht zu klein, nicht zu gross. Sie bringt mich zum Lachen und hat mich als Herrchen akzeptiert. Sie kennt ihre Grenzen und ist einfach eine Süsse, durch und durch. Diese Ohren sind und bleiben genial :-)! Lustig ist auch, wenn man sich mit ihr unterhält und sie neigt den Kopf dabei nach links und rechts, so, als würde sie alles verstehen. Obwohl sie viel gelernt hat und Schweizerdeutsch ganz gut herausfiltern kann.

Es ist immer wieder herrlich, wenn sie auf dem Bett liegt und schnarcht ;-)! Es tut gut, wenn man von Hundetrainern ein Lob bekommt, dass der Hund einen als "Herrchen" akzetpiert hat und auf einen hört. So war es bei mir. In der Hundeschule waren die Trainerinnen ganz begeistert. Sie meinten zu mir, wie Schila auf mich hören und auf Befehle regelrecht warten würde. Ein tolles Gefühl, wenn man merkt, dass man  zusammen arbeiten kann (selbst dann, wenn es nur ein Hund ist).

Fotos im Frühjahr 2011 (da war sie noch kleiner als Chicco. Das Schlafbettchen füllt sie nun vollkommen aus ;-)):





Aktuelle Fotos vom Winter 2011 / 2012:






Sonntag, 15. Januar 2012

erwarte ich zu viel?

Wie seht ihr die ganze Sache? Stellt euch vor, ihr übernachtet bei einer Kollegin, weil ihr nicht weiterwisst. Ihr erzählt von euren Problemen. Und fast eine Woche lang hört ihr nichts an Rückfragen von ihr. Wie fühlt ihr euch da?

Dann wie ich. Es geht um Pupa. Obwohl ich am Montag bei ihr übernachtet habe und obwohl sie alles weiss, habe ich einfach nichts mehr von ihr gehört. Mir ist bewusst, haben Menschen immer etwas um die Ohren. Aber eine gute Freundin vergessen, die ansonsten immer springt? Ich will keine Ansprüche erheben und keinen Streit losreissen, aber irgendwie fühle ich mich doch unsichtbar und nicht ganz voll genommen. Es geht um Leistung und Gegenleistung.

Ich renne für sie. Ich mache ab, obwohl mir nicht danach ist. Ich frage nach, höre mir immer die gleichen Geschichten an und gebe Tipps, wobei sie die meisten nicht wirklich anzuwenden versucht. Und das nervt mich auch.

Und von ihr hört man fast eine Woche nix. Und das macht mich schon stutzig. Wahrscheinlich ist sie mit ihrem Liebhaber beschäftigt *sarkastischsein*. Das werde ich ihr im nächsten Telefonat bestimmt an den Kopf knallen. Wie ekelhaft man sich fühlt, wenn man für eine Affäre an Wert bei einem Menschen verliert. Denn das, was sie führt, ist keine Beziehung. Es ist genau so schlimm, wenn man an Wert als gute Freundin verliert, sobald ein Freund auf der Matte steht (Stichwort Bonita).

Könnt mich gemein nennen. Aber so ist es nun mal. Sie selbst bezeichnet es ja so.

Ich mache es anscheinend richtig. Abstumpfen und für nichts mehr Energie aufbringen, was nicht genau das gleiche an Gegenleistung für mich ebringt. Es muss ein Geben und ein Nehmen sein. Vor allem stimmt mein Gefühl nicht mehr. Und das heisst schon viel. Ich verändere mich für mein eigenes Leben. Ich muss mir gefallen, und niemand anderem. Das müssen Menschen um mich herum annehmen. Ich akzeptiere ihre Wendungen schlussendlich auch. Teilweise leichter, teilweise ist es fast unüberwindbar.

Dieses Gefühl habe ich nicht nur bei Pupa...

mal reingeschnuppert...

Am 14. Januar wäre mein Grossvater 84 Jahre alt geworden. Ich war froh, hatte ich an diesem Tag ein wenig Abwechslung.

Ich war am Freitagabend meine Schwester vom Bahnhof abholen und sie stöhnte sofort auf, als sie sich ins Auto gesetzt hatte. Nachdem ich nachgefragt hatte, was los sei, meinte sie, dass der ganze Laden umgestellt werden müsse, da neue Vorschriften bestehen würden.

Ich meinte lapidar, dass ich da gerne aushelfen könne. Gesagt, getan.

Am Samstag musste ich bereits um 06.30 Uhr aus dem Bett. Wir machten uns bereit (zum Glück durfte ich leger angezogen mitgehen) und um 08.20 Uhr waren wir in ihrem kleinen Laden. Ich durfte zuerst Hosen zusammenlegen und bis am Mittag waren wir allein.

Sie übernahm zum Glück die Kundenbedienung. Und da ist mir bewusst worden, wie schwierig es diese Verkäuferinnen haben müssen. Es gab von allen Schichten (sei es Religion, Zivilstand, Arbeit, Gesellschaft und auch dem Lohn...) und teilweise echt skurrile Situationen, die sie aber alle souverän meisterte. Immer wieder meinte ich schmunzelnd, dass sie diesen Tag geniessen solle, denn so schnell würde ich mich nicht wieder herum kommandieren lassen :-).

Danach durfte ich zwei Puppen (also den Torso) ausziehen und neu bekleiden. Dabei waren meinem Geschmack und meinen Ideen keine Grenzen gesetzt. Ich hatte einfach nur bestimmte Artikel zur Auswahl. Was dabei heraus gekommen ist, könnt ihr weiter unten sehen.

Für den restlichen Tag habe ich keine Fotos mehr gemacht. Wir liefen ins Lager und wieder hoch, räumten um und falteten etliche von Pullovern zusammen. Dann war wieder Aufbügeln und Einsortieren angesagt.

Es hat mir sehr gut gefallen. Man kann sich auf eine Sache konzentrieren und hat keine Zeit, um seinen Gedanken nachhängen zu können. Ich habe mich echt befreit gefühlt und ja, auch irgendwie gebraucht. Ich habe gesehen, was wir an diesem Tag geleistet haben und das hat mir echt gut getan.

Vor allem hat mir diese Aktion gezeigt, dass ich es eigentlich kann. Man muss mir nur die Chance dazu geben. Der Unterschied ist einfach, dass man bei einem H&M kaum etwas mit Kundenbedienung zu tun hat. Einerseits gut für mich, andererseits wäre genau dieser Kontakt wichtig für mich.

Mal schauen. Zuerst steht das Gespräch am Dienstagnachmittag an. Morgen werde ich mir ein paar Noitzen dazu machen.

Hier ein paar Fotos meiner geleisteten Arbeit an diesem tollen Tag (alles fotografieren würde den Rahmen sprengen!):




Freitag, 13. Januar 2012

todesmelodie

Dieser Eintrag gehört für mich auch unter das Label "back to life". Es geht um einen grandiosen Autor, der mich wahrhaftig ins Leben zurück geholt hat. Nun ja, er hat einen grossen Anteil daran gehabt, denn eigentlich ist es immer noch mein Werk, meine Energie und meine Sache, die ich ganz allein geschafft habe :-).

Aber als es mir wirklich schlecht ging, fand ich zu seinen Büchern. Ich habe eines nach dem anderen in mich reingeschlungen und war entrüstet, als ich von seinem Tod im März 2011 erfahren habe. Mein Geburtsmonat war sein Todesmonat. Eine schrekliche Kombination.

Mir werden seine Bücher fehlen. Sein Schreibstil. Seine Fantasien. Und seine offenherzige und ehrliche Art. Wie auch, dass er Themen aufgegriffen hat, die in der Öffentlichkeit oft unter den Teppich gekehrt werden.

Noch heute schreiben viele Fans sein Gästebuch voll. Unglaublich, was sein Tod an Reaktionen losregrollt hat.

Ich selbst hätte ihn gerne irgendwann einmal persönlich kennen gelernt. In meiner Widmung im eigenen Krimi habe ich Andreas Franz erwähnt. Mein erstes Buch hätte ihm gelten sollen.

Lange war der Stand der Dinge so, dass das neu angefangene Buch von ihm nicht veröffentlicht werden sollte. Letztens habe ich per Zufall mitbekommen, dass es nun doch erscheint!

Ich bin einerseits total happy und auf der anderen Seite muss man sich einfach klar machen, dass es definitiv das letzte Buch von ihm ist und bleibt.

Er hat es nicht zu Ende schreiben können. Die Chance bekam ein anderer Jungautor, der ein grosser Fan von Andreas Franz war und sich seinen Schreibstil angelernt hat. Bin gespannt, ob man davon etwas merkt und wie es umgesetzt worden ist. Wobei die meisten Ideen von Andreas Franz selbst gewesen sein müssen. Ich habe mir auch etliche Notizen gemacht, von dem her...

Hier ein paar Facts (das Buch ist natürlich bestellt und ich habe also ein Lebensziel bis Mai 2012. Danach steht lesen an, dann sind schon wieder Ferien... Nun ja, bis September sollte ich also doch irgendwie durchhalten können ;-)):

Autoren: Andreas Franz, Daniel Holbe (warum finde ich immer, dass mein Name nicht erfolgreich genug klingt? Ich kann mir meinen gebürtigen Namen nicht auf einem Buchdeckel oder in einem Filmabspann vorstellen... Klingt so... doof :-))

Seitenzahl: 450 (yes!)

Erscheinungstermin: 02.05.2012 (bibber, genau zwei Monate nach meinem Geburi!)

Klappentext: Gleich der erste Fall nach ihrer Rückkehr in den aktiven Dienst verlangt Julia Durant, die immer noch unter dem Trauma ihrer Entführung leidet, wieder alles ab: In einem WG-Zimmer wird eine Studentin aufgefunden. Sie wurde grausam gequält und schließlich getötet, am Tatort läuft der Song „Stairway to Heaven“. Verbissen ermittelt das K11 die mutmaßlichen Verdächtigen, und das Gericht verurteilt sie zu hohen Haftstrafen. Zwei Jahre lang wähnen sich alle in dem Glauben, dass der Gerechtigkeit Genüge getan wurde. Doch dann taucht ein weiterer toter Student auf, und wieder spielt dasselbe Lied …

Ich kann es einfach nicht mehr erwarten! Andreas Franz ist und bleibt mein Lieblingsautor. Noch keiner ist an ihn heran gekommen. Klar, ich muss auch andere Bücher lesen, als nur die seinen. Aber kein Autor wird dahin kommen, wo er ist. Und vor allem verschenke ich kein weiteres und kein einziges Stückchen meines Herzens an einen anderen Schreiber ;-).

Ich habe ihm so viel zu verdanken... Und er ist und bleibt der Beste in seinem Gebiet! Ich bin mir sicher, meine Sammlung all seiner Werke wird einmal viel an Wert haben, womit ich natürlich in erster Linie den emotionalen Stellenwert meine!

Andreas, du bist und bleibst in meinem Herzen. Ich hoffe, es geht dir gut da, wo du nun bist.

Bestimmt hält er oft Kaffekränzchen mit Grossdäddi und die beiden plaudern über den neusten Klatsch und Tratsch ;-).

Hach, eine schöne Vorstellung...