Sonntag, 29. Januar 2012

roboter

In letzter Zeit funktioniere ich nur noch wie ein Roboter. Ich mache, was gemacht werden muss, denke dabei nichts und lasse mich danach von dieser Selbsthassspirale total einlullen.

Ich fühle nichts dabei, wenn ich die Sachen mache. Ich fühle mich ohne Energie. Klar, es ist erst richtig hart, nachdem ich die Absage erhalten habe. Vieles hat sich jedoch schon vorher angebraut. Die Probleme mit Freundinnen, diese Unlust, diese Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben und dem eigenen Ich.

Fakt ist: ich habe keine Kraft mehr. Ich schreibe Bewerbungen, gebe mich jedoch keinsten Hoffnungen mehr hin. Ich gebe allem mir und meinem Äusseren die Schuld. Ich hasse es, das Haus zu verlassen, zwinge mich zu Kursen und Spaziergängen mit Schila. Den Kurs werde ich abbrechen. Zu sehr hasse ich das Zusammensitzen mit anderen und das Rausmüssen unter Menschen. Ich will einfach nur noch zu Hause sitzen und mir die Decke über den Kopf ziehen.

Erst am Freitag war mal wieder mein Bewerbungsfoto ein Thema. Ich versuche Woche für Woche, meinen Vorsatz umzusetzen und ein neues zu machen. Aber es geht nicht. Mir gefällt keines und ich finde mich hässlich. Abgrundtief hässlich. Am Freitag sah eine andere Dame des Kurses mein Foto und meinte: "Mit offenen Haaren gefällst du mir sehr viel besser!" Ich verkniff mir ein "Tja, die Haare sind jetzt weg, geht nicht mehr!" Und doch war es wie eine Faust ins Gesicht. Klar, sie kann nicht wissen, wie sehr ich meine körperliche Veränderung in den letzten Jahren verabscheue. Ich bin einfach nicht mehr die, die ich war. Und das kann ich immer weniger ertragen und damit umgehen.

Es benötigt viel an Kraft, sich vor den Spiegel zu stellen, sich anschauen und für das Hausverlassen fertig machen zu müssen. Dieser Ekel, dieser Hass, diese Verachtung.

Niemand weiss von diesen Problemen. Ich verschliesse mich immer mehr, esse immer weniger. Rechnung um Rechnung kommt und ich kann mir nicht einmal die jährliche Zahnarztkontrolle leisten. Alles muss warten.

Krass, wie Menschen um einen herum anscheinend nicht merken, was mit einem passiert. Oder ob sie es einfach nur nicht ansprechen, weil sie Angst vor der Wahrheit oder der Reaktion haben. Und doch enttäuscht mich dieses Verhalten gewaltig. Wenn man mich schon nicht fragen will, weiss man zumindest, dass ich einen Blog schreibe. Da würde man Antworten finden. Ich habe gemerkt, dass ich alleine in dieser Welt stehe. Niemand ist da, der einen auffängt. Das ist alles einfach nur Geschwafel. Fakt ist: Menschen sind egoistisch und denken nur an sich. Mir muss nie wieder jemand kommen, warum ich mein Maul nicht aufmache und über meine Probleme spreche. Erstens: niemand scheint davon etwas mit zu bekommen und zweitens: springt doch kein Gaul, wenn man um Hilfe bittet.

Jeden Morgen, wenn ich die Augen öffne, verfluche ich den Tag schon. Wünsche mir, dass ich einfach nicht mehr aufwache. Möchte alles hinter mich lassen, mich meinem Leben nicht mehr stellen müssen.

Es fühlt sich so unreal an. So ungerecht. Und ich verliere immer mehr Achtung vor mir und meiner Leistung. Mir ist vieles gleichgültig geworden und ich stehe nur noch auf, um den Tag abzuwarten, in der meiner Lebensuhr nach Ansicht einer höheren Macht endlich abgelaufen ist.

Es ist alles so oberflächlich. Ich funktioniere nur noch wie ein Roboter. Mehr jedoch nicht. Etliches prallt ab und ich bin einfach nur noch innerlich kalt.

Donnerstag, 26. Januar 2012

das alphabet des echten mannes

Ein weiteres Buch, welches nicht in das Kapitel Krimi & Thriller einzuordnen ist. Bevor ich meinen eigenen lese, steht noch ein erstes Buch von Charlotte Link an. Meine Mutter hat ja ein Abo bei NSB und als nächstes wird Jo Nesbø bestellt. Das steht schon mal fest :-).

Ich merke jedoch, wie schnell ich den Schreibstil von Andreas Franz vermisse. Daher freue ich mich auch auf sein letztes Werk.

Zum Klappentext:

Eine Kampfansage an alle Weicheier!

Endlich Schluss mit der femininen Seite des Mannes, der Zeit der Nagelmaniküre und schicken Designeranzüge: in Maddox' sagenumwobenem "Alphabet des echten Mannes" geht es zurück zur Natur, zurück in eine Zeit, in der Männer stolz ihre Karohemden trugen, Leber mit Zwiebeln assen und vorzugsweise nach Motoröl rochen. Ein Buch, das so männlich ist, dass es eigentlich rasiert werden müsste.

Meine Meinung:

Es war von Anfang an klar, dass dieses Buch sehr machohaft rüberkommen wird. Das Klischee des Mannes wird schon fast zu sehr ausgedehnt. Es gab Abschnitte, die ich einfach total lustig fand, andere jedoch gingen überhaupt nicht. Es ist und bleibt eine Geschmackssache.

Ich bin irgendwie geteilter Meinung. Ich würde es bestimmt noch einmal lesen, aber als ich es in der Hand hielt und darin herumgeblättert habe, fand ich es irgendwie ansprechender.

Und doch: besser als Resturlaub hat es mir alleweil gefallen. Nur fand ich den Autor teilweise nervig. Er selbst hat versucht, total und teilweise übertrieben männlich herüber zu kommen. Das war dann nicht mehr lustig, sondern nur noch peinlich. Er war wahrscheinlich so unter Druck, den Mann zu verkörpern, dass er ab und zu einfach echt daneben gegriffen hat.

Mittwoch, 25. Januar 2012

den kopf in den sand stecken

Gestern Vormittag, 11.00 Uhr morgens. Ich war in den hektischen Vorbereitungen, um den nächsten, über 8 Wochen andauernden Kurs, zu besuchen.

Das Telefon klingelte. Ich ging ran und meldete mich. Man hat sich für 2 Kandidatinnen für ein weiteres Gespräch entschieden. Ich bin nicht dabei.

Wumms, die Lade ging runter. Die Begründung? Man mache sich doch Sorgen über den Arbeitsweg (da werde ich aber grantig, warum lädt man dann so eine Person auch zu einem Gespräch ein? Ausserdem habe ich betont, dass es für mich keine Hürde sei, ich gerne Auto fahre und der Hirzel kein Neuland für mich ist. Im schlimmsten Fall gäbe es sogar eine Familie und gute Bekannte in der Nähe, aber lassen wir es sein) und ich wäre noch so jung, dass 60% wahrscheinlich auf lange Dauer nicht das richtige für mich wären und ich mich langweilen würde.

Dabei habe ich auch da gesagt, warum ich gerade so wenig Stellenprozente suche. Und mal ehrlich: wenn ich einfach mal fünf Jahre arbeiten will, bin ich auch schon 30 und wer weiss, was dann ansteht. Es gibt nichts besseres, als Familienplanung und man hat die geeignete Stelle (mit Pensum etc.) um nach dem Mutterschaftsurlaub wieder zurück zu kehren. Aber so weit wird es bei mir wohl kaum kommen.

Ja, es war ein Dämpfer. Und ja, ich habe auch heute noch damit zu kämpfen. Mit roten und verweinten Augen versuchte ich mich danach noch zu schminken, was misslang.

Ich zwang mich zum Kurs, obwohl ich überhaupt nichts davon mitbekam. Ich ging zum Gespräch mit dem Berater und meinte, dass ich den Kurs mitmachen könne, obwohl ich heute stark daran zweifle.

Es ist einfach zu viel in der letzten Zeit. Es kommen echt ein paar Sachen zusammen. Man hat sich so auf eine neue Aufgabe gefreut und vor allem auf ein Einkommen (weil ich gar nichts bekomme, GAR nichts, ich lebe vom Erspartem, habe keine Soziahlhilfe und kein RAV). Ich habe mir schon vorgestellt, was ich mir alles leisten kann. Eine neue Brille (meine ist verkratzt und verbeult und verbogen, aber ich kann mir keine neue oder Linsen leisten), vielleicht ein kleines Auto und vor allem ein neues Selbstwertgefühlt, wenn ich mir Geld für mein Haarproblem ansparen kann.

Es war ein Stich ins Herz und um ehrlich zu sein, hatte ich nicht mit einer solchen Rückmeldung gerechnet. Ich dachte, ich wäre ganz gut dran.

Nun will ich nichts mehr davon hören. Ich brauche Platz und Distanz. Ich resigniere immer mehr und habe einfach keine Motivation und Kraft mehr, mich zu bewerben. Seit Jahren versuche ich das Beste und doch kommt nichts Schlaues dabei raus.

Es wirkt sich enorm auf meinen Selbsthass aus. Ich hasse den Blick in den Spiegel und verabscheue die Person, die mir da entgegen blickt. Diese hässliche Fratze, diese Masse an Unnutz. und traue mich immer weniger in die Welt aus dem Haus heraus. Ich will nicht unter Leuten, ich will mich einfach nur verbuddeln, nichts mehr sehen, fühlen oder hören müssen.

Ich hungere und fühle dabei Genugtuung gegen meinen Körper (gestern hatte ich mal wieder einen enormen Drang, mich zu schneiden, habe es aber gelassen. Darum wahrscheinlich das starke Hungern). Heute gibt es nichts, ausser Kaffee und Wasser. Morgen wird es gleich ablaufen. Wie Freitag auch. Am Samstag ist Geschwisterabend angesagt und mir graut es jetzt schon davor, auf die Strasse zu müssen. Ich rebelliere und will zeigen, wie sehr ich mich hasse. Mein Körper hat nichts besseres verdient.

Es wird so viele Dinge geben, die ich nie in diesem Leben erfahren werde. Sei es an Gefühlen, sei es an Begegnungen, sei es an Wünsche oder Vorbestimmungen einer Frau. Davon bin ich überzeugt und ein anderer Gedanke kommt für mich gar nicht mehr in Frage.

Ich habe so keinen Bock mehr auf diesen ganzen Mist. Menschen, die einfach etwas vorspielen und sich bei der IV melden oder vom Sozialamt ihr Geld in den Arsch geschoben bekommen und einfach auf der faulen Haut liegen, haben mehr Glück als ich, die kämpft und macht.

Es ist so unfair. Ich fragte mich echt, was mir noch passieren wird und wie die Genugtuung für mein Leiden aussehen wird. Und immer wieder frage ich mich, ob eine unbestimmte Macht ihren Spass daran hat, mich leiden zu lassen anstelle mich einfach aus dieser Welt zu löschen.

Ich frage mich echt, was für eine Belohnung ich für die letzten vier Scheissjahre geboten kriege. Mindestens 50 Millionen oder ein Erfolg als Autorin.

Aber ich bin wohl eher in der Kategorie zu finden, in denen einfach alles schief läuft und man ein ehrenloses Leben führt (führen wird).

Ich laufe wie ein Zombie durch die Gegend. Auffallen tut es niemandem. Echt tolle Gesellschaft, da kann man nur noch den Kopf schütteln.

Ich bin so voller Wut und Ohnmacht, dass ich überlege, jetzt schon ein weiteres Buch in Angriff zu nehmen (obwohl ich den letzten noch gar nicht mit Durchlesen und -korrigieren begonnen habe). Ein weiterer Krimi, um diese tiefliegenden und mich verfressenden Gefühle rauslassen zu können.


(abnehmen-aktuell.de)


(job-key.com)

Montag, 23. Januar 2012

ungewollte begegnungen...

Ach, wenn man teilweise ein paar Minuten der Uhr zurück drehen könnte, würde man da schon merken, dass es gewisse Anzeichen gab, die einen "warnen" wollten.

In meinem Fall: das Haus doch nicht und unter keinen Umständen (!!!) für einen Spaziergang mit Schila verlassen.

Dass ich mich selbst überhaupt nicht mag, ist bereits bekannt. Dass ich momentan auch nichts mit mir anfangen kann, ist auch ein offenes Buch. Ich will das Haus gar nicht verlassen, zwinge mich doch ab und zu dazu. Anders kommt irgendwie auch nicht wochenlang in Frage. Trotzdem brauche ich teilweise echt lange, um mich heraus zu trauen.

Es war so knapp nach 14 Uhr. Immer, sobald Britts Stimme versagt, wird Schila ganz hibbelig. Es ist meistens die Zeit, in der wir eine Runde drehen, da um 15 Uhr die Salesch anklopft ;-). Ich überlegte noch, ob ich mich wirklich rausbegeben will, an manchen Tagen hat man einfach keine Lust dazu. Ich ging also ins Bad und blickte in den Spiegel. Schon da ging die Kinnlade herunter und ich zog einen Lätsch.

Meine Frisur sah grauenhaft aus und umso mehr ich sie verbessern wollte, umso schlimmer sah es aus und umso mehr ziepte es. Und um mit dem Hund raus zu gehen, schminke ich mich auch überhaupt nicht mehr. Ich gehe mit Brille auf der Nase (naja, geldbedingt liegen Linsen auch eher nur für besondere Anlässe wie Partymachen und so drin), ohne Lidschatten, ohne Puder und ohne Wimperntusche. Einfach Natur pur halt :-).

Ich war kurz drauf und dran, einfach zu Hause zu bleiben. Aber Schila brachte schon ihren BH (ihr Gstältli wird so genannt und sie bringt es einem wirklich, wenn man sie dazu auffordert... Einfach genial dieser Hund ;-)), wedelte mit dem Schwanz und tänzelte aufgeregt durch die Wohnung. Und so liefen wir los.

Nun ja... Schon von weitem sah ich da so einen gewissen Typen. Und umso näher ich dem kam, umso eher dämmerte es mir, wer mir da entgegen gelatscht kam. Umdrehen konnte ich nicht mehr, dazu war es zu spät und es wäre auch zu auffällig gewesen. Also versuchte ich die Methode "Kopf hoch, kurz und knapp grüssen und eiligen Schrittes weiter".

Es war peinlich und ich habe ihn sogar gesiezt, während er einfach ein "Hallo" über die Lippen presste. Uah, im Nachhinein echt einfach zum im Boden versinken.

Ich habe mich echt unwohl gefühlt und heute mag ich mich besonders nicht. Ich kann mein Gesicht nicht mehr sehen und meine Haare haben mich schon so lange nicht mehr so arg gestört.

Und genau da begegnet man solchen Menschen.

Jaja, zurückblickend ist es nicht so schlimm und er wird mich wahrscheinlich schon wieder vergessen haben, aber doch ist das tief im Selbstwert verankert und mein Selbsthass hatte danach für ein paar Minuten Hochkonjuktur.

Ich weiss nicht, ob ihr euch an diese Geschichte erinnern könnt, als ich noch bei der letzten Stelle am Empfang bei der Krankenkasse tätig war? Dort gab es doch einen netten Typen, den ich ganz attraktiv und interessant fand (logisch, sonst wäre er in meinen Augen nicht nett gewesen *andenkopfhau* ;-)).

Einmal hatte ich ja sogar gedacht, ihn an meinem Bahnhof erblickt zu haben und daraus war die absurde Idee gewachsen, er wäre mir nachgereist. Bis ich ihn dann im Migros erblickt habe und es mir wie Schuppen von den Augen fiel: er sah dem Typen von der Arbeitssstelle einfach zum Verwechseln ähnlich und das auf eine echt irre Art und Weise (sie könnten echt als Zwillinge durchgehen).

Tja, diesem Typen bin ich heute über dem Weg gelaufen. Und es war mir mehr als unangenehm. Ich mache mir wahrscheinlich zu viele Gedanken und bin überzeugt, dass eigentlich alles vergessen ist. Aber trotzdem, wir sind Frauen, grübeln viel und ich bin und bleibe nun mal ich. Dagegen kann ich nichts machen. Für mich hat es sich schlimm angefühlt und danach hatte ich echt eine Kriese mit meinem Äusseren und meinem Auftreten.

Er hat aber gut gerochen, dass muss man ihm lassen. Seine Duftwolke durchlief ich noch ein paar Meter. Immerhin scheint er Geschmack zu haben *g*.

Und ja, ich werde mir mal den Satz einhämmern, dass der Mann, der sich mit mir zambrottagirlie einlässt und sein Leben mit mir bewältigen will (der arme Kerl, der sich dazu entscheidet (aus jetzt, es sollte eigentlich eine positive Beurteilung sein ;-))), echt einen grandiosen Geschmack beweist *lach*!

Sonntag, 22. Januar 2012

für mich ist es konsequent

Ich weiss nicht, ob ich mir dies bewusst ausgewählt habe, aber ich bin nicht mit einem riesigen Bekanntenkreis "gesegnet". Ich habe lieber eine beste Freundin und ein paar gute Kolleginnen, gespickt von ein paar entfernten Bekannten.

Alles andere ist mir irgendwie zu zeitintensiv :-).

Trotzdem bin ich in den letzten Tagen konsequent geblieben. Ich bin distanziert und antworte nur, wenn etwas gefragt wird. Von mir aus erzähle ich nicht. Es ist kein kindisches Verhalten, es ist eine Notbremse, die ich im Moment ziehen muss. Denn ich bin überzeugt: in der nächsten Zeit brauche ich mal wieder Hilfe und doch ist auch da erneut niemand zur Stelle. Darum behalte ich gleich von Anfang an alles für mich.

Gestern hat Pupa angerufen. Es kam kein "Wie geht es dir?" oder ein "Was machst du so?" Sondern ein : "Heeee, hast du meine SMS nicht bekommen?" Ich so: "Doch." Sie weiter: "Ich habe versucht, dich zu erreichen." Ich blieb wortkarg.

Ich muss mir bestimmt keine Vorwürfe anhören, wenn ich mir keiner Schuld bewusst bin. Sie hat sich über zwei Wochen nicht bei mir gemeldet, hat nicht nachgefragt, wie es mir geht. Und sobald sie sich an mich erinnert, muss ich sprinten oder was? Nö, nicht mehr mit mir. Es geht ihr schlecht und dann vergisst sie mich sofort. Auch mir geht es nicht immer gut und auch ich rapple mich für sie auf. Kein Wunder blocke ich immer mehr ab, wenn mir Pupa mal wieder sagt: "Ich sollte noch unbedingt da und dort hin, meine Getränke werden knapp, blablabla...". Ich fühle mich dann ausgenutzt.

So wird es auch sein, wenn Freundinnen mal wieder über die gleichen Geschichten aufstöhnen. Ich werde dann nur kurz und knapp sagen, dass ich meine Meinung und Ratschläge geäussert habe und wenn diese nicht berücksitigt werden wollen, mir meine Energie dafür auch zu zeitaufwendig ist. Und basta. Anders geht es nicht und seien wir mal ehrlich: es gibt genügend Mitmenschen, die nicht einmal zuhören. Da biete ich geradewegs einen Luxus an.

Ich habe vor ein paar Tagen eine SMS von Bonita aus ihrem Auslandaufenthalt erhalten. Wie schön, wenn man sich nach 18 (!!!) Tagen mal an mich erinnert, wenn man mich an Neujahr vergessen hat, juche! Ich habe die Mitteilung geöffnet und sobald ich nur "Freund, Freund, Freund" gelesen hatte, habe ich es sofort gelöscht. Also, dieses Rumgeheule muss ich mir echt nicht antun. Anscheinend gefällt ihr der Trip erst richtig, wenn er auch da war. Pf...

Ich weiss, ich bin vielleicht gekränkt. Aber das wäre jeder Mensch, wenn er über seinen Schatten springt, sich Hilfe sucht und doch niemand Zeit für einen hat. Alles andere scheint wichtiger, als mein Durcheinander und mein Impuls, mir mein Leben zu nehmen?

Dabei muss man beachten: ich war nie eine, die damit herumposaunt hat. Ich habe diese Gedanken ständig bei mir behalten, bis ich mich für die Therapie entschieden habe. Viele reagieren jetzt noch erschrocken, wenn sie von meinem Lebenswandel erfahren. Meine Therapeutin sagt mir nach jedem Suizideklat (wenn meine Gedanken mal wieder sehr stark sind), dass ich mich öffnen und mit jemandem darüber sprechen soll. Ich verneine dann ständig, weil ich niemandem zur Last fallen möchte. Vielleicht versteht man meinen Unmut nun besser. Ich habe mich geöffnet und doch keine Hilfe erhalten.

Gestern war Mon Amour noch kurz bei mir. Wir haben zusammen Kaffee getrunken und in die Röhre geblickt, wobei mir bewusst war, dass es nicht lange dabei bleiben wird. Sie hat schon das einte oder andere gefragt, ich habe geantwortet. Ich habe ihr nicht von mir aus erzählt, dass mein Buch fertig geschrieben ist. Und doch habe ich ihr dann den Ausdruck kurz gezeigt, als sie nachgefragt hatte, wie weit ich da wäre. Habe ich ansonsten nicht übers Herz gebracht. Gefragt habe ich dies und jenes, wobei ich ihre Beziehung bewusst aussen vor gelassen habe. Es trifft mich doch noch zu fest.

So weiss sie nichts von meinem Vorstellungsgespräch, von meinen nächsten Wochen und Terminen mit meiner Institution. Tja, so bin ich jetzt im Moment. Und komischerweise kann ich damit ganz gut umgehen.

Sie hat mich dann doch einmal angestupst und lächelnd gemeint, dass ich sie nächstes Mal anrufen könne, wenn ich Probleme hätte. Ich habe nur aufgegrunzt und gemeint, dass ich nicht zu Hause gewesen wäre. Sie hat dann nachgehackt und eigentlich hätte ich einfach ablocken sollen, aber ich habe ihr dann doch die Sache mit Babbo erzählt. Wenn auch nur ganz knapp. Mehr an Gefühlen und Gedanken meinerseits dazu habe ich nicht geäussert (was ich eigentlich, wenn ich damit angefangen habe, schon ganz automatisch mache). Zudem kommentiere ich ihre Äusserungen auch noch oft, was gestern auch eher spärlich ausgefallen ist. Keine Ahnung, ob es aufgefallen ist.

Sie hat betroffen reagiert und gemeint, dass ihr dies nicht bewusst gewesen wäre. Ich habe nicht erwähnt, dass ich bewusst geschrieben hatte, dass ich nicht mehr weiter wissen würde. Ich habe nur mit den Schultern gezuckt und "tja" durch die Lippen gemurmelt. Im Nachhinein sehen die Dinge immer anders aus. Ändern kann ich jetzt auch nichts mehr daran.

dabei sollen männer...

... doch stark sein, oder doch nicht? Ich befürworte nicht das Bild des Protzes oder des Machos. Meine Tante, die ich nicht sonderlich gut riechen kann, hat einen Mann, der ihr im Haushalt hilft, kocht und mit dem sie alles abspricht.

Ein echt lieber Kerl. Und ich habe auch nichts dagegen, wenn Männer Gefühle zeigen  und zulassen. Mir ist das fast lieber als diese Urmännchen, die hier so durch die Gegend rennen, ständig "Ugah, ugah" grunzen und sich am Sack kratzen (sorry, muss sein :-)).

Und doch verwundern mich die Männer im Dschungel. Ja, ich gebe es zu: ich schaue "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" schon seit der ersten Staffel. Ich bin immer wieder überrascht, wie Menschen in der Wildnis, fern ab von allem, reagieren. Wie sich die Gesichter wandeln und Masken fallen. Jeder Mensch reagiert anders und doch ist es interessant, diesen psychischen und physischen Reaktionen über den Rücken schauen zu können.

Klar, vieles dient einfach zur Promo und oft werden die Promis da auch sehr verarscht. Und doch liegt es bei jedem selbst an der Entscheidung, ob er da mitmachen will, oder nicht.

Ich schaue diese Sendung nicht, um mir mitansehen zu müssen, wie Menschen eklige Dinge runterschlingen und so weiter. Das ist überhaupt nicht mein Grund.

Von dieser Staffel bin ich ehrlich enttäuscht. Das Gemotze schon in den ersten Tagen, war kaum erträglich. Wäre ich dort gewesen, ich hätte meine Meinung rausposaunt. Mir ist klar, es sind echt krasse Zustände und Umstände da, aber dieser Vincent hat ständig seinen Senf dazu gegeben und diese Ramona hätte ich auf den Mond schiessen können.

Mir gefallen die Frauen dieser Staffel. Sie sind stark, hatten auch schon Einbrüche, aber beissen die Zähne zusammen. Bis jetzt waren es nur die Männer, die aufgeben wollten bzw. aufgegeben haben. Martin, Daniel, Vincent und Ailton.

Gestern musste ich auch loslachen (ich habe es aufgenommen, da ich ja mit Laura unterwegs war (siehe weiter unten)). Ailton und Vincent bettelten geradezu darum, dass die Zuschauer nicht für sie anrufen sollten. Ich meine, jetzt mal im Ernst: welcher Fan bzw. Hater ruft da erst recht nicht an, um denen einen Strich durch die Rechnung zu machen :-D?

Woran liegt das? Eigentlich müssten die doch voll im Jungelfieber sein. Merken sie, wie stark die Frauen sind und wie viel sie tragen können? Wollen sie sich keine weiteren Blöse geben? Haben sie Angst vor den Prüfungen (die ehrlich gesagt teilweise echt erniedrigend sind)?

Nur Rocco scheint seinen Spass an den ekligen Spielchen zu haben. Bei den Frauen kullern auch Tränen, aber sie scheinen in dieser Staffel echt das stärkere Geschlecht zu sein. Oder sind das Frauen seit eh und jeh? Haushalt, Kinder, Organisation und den Mann bei Laune halten. War das auch schon zu Ritterzeiten so? Sie mussten nicht in den Krieg, aber schon dazumals viel über sich ergehen lassen. Sie beissen die Zähne zusammen und leiden im Stillen. Ich merke es teilweise auch bei meiner Mutter (nein, mit meinem Vater spreche ich immer noch kein Wort). Wenn wir alle mal wieder motzen oder vor allem mein Vater herum brummt, bleibt sie ruhig. Lange hat sie es auch ausgehalten, als wir Teenies so überhaupt keinen Bock auf Hilfe im Haushalt etc. hatten.

Aber mir gefallen die Frauen im Camp echt gut im Moment :-)!

Oh mein Gott, jetzt habe ich soeben gesehen, wie die Micaela Schäfer an die heutige Jungelprüfung gegangen ist... Ich verstehe es sowieso nicht, warum sie ständig so leicht bekleidet durch das Camp schleicht. Vielleicht ist es Masche, vielleicht will sie es auch wirklich so. Die Männer fanden es anfangs interessant, jetzt können sie es auch nicht mehr wirklich sehen ;-)! Aber eins muss man ihr lassen: bis jetzt ist sie die Einzige, die (zugegeben mit Roccos Hilfe) die volle Punktzahl an Sterne bei der ersten Jungelprüfung erreicht hat. Und das waren 11 Sterne. Das muss man ihr lassen.

FRAUENPOWER :-)!

alpenrock mit laura

Phu, bevor ich diesen Post ganz starten kann, muss ich noch mitteilen, dass mir vorhin das Herz wieder fast "id Hose abe" gerutscht ist. Und es beweist wieder: blueblog war einfach ganz einfacher in der Handhabung, bis man diesen plötzlich mit Gebühren behaftet hat. Wäre er kostenlos geblieben, hätten wohl die wenigstens gewechselt...

Auf einmal konnte ich gewisse Posts nicht mehr lesen. Heute zum Beispiel habe ich einen Kommentar von seastorm veröffentlicht und wollte darauf antworten. Sobald ich auf meinem Blog auf den Kasten dazu geklickt habe, blieb das Fenster einfach weiss! Auch, wenn ich nur den eigentlichen Eintrag öffnen wolllte, gab sich das gleiche Bild.

Und ich konnte mal wieder nur den Kopf schütteln. Schnell ging ich auf "Blogger Hilfe Forum" (was meiner Meinung doch total unübersichtlich ist, da war es früher auch einfacher (jaja, ich weiss und habe diese Sprüche auch oft bei den Eltern als nervig empfunden, trotzdem: früher war alles leichter *nachäff*)), aber fand da schnell eine Antwort. Ich bin anscheinend nicht die einzige mit diesem Problem. Hat wohl mit dem Internet Explorer 9 zu tun...

Tja, nun habe ich bei den Kommentaren die Version "Pop-Up-Fenster" angewählt. Sollte nun reibungslos gehen.

Nun endlich zum eigentlichen Eintrag. Zu gestern Abend ;-)! Da stand abtanzen im Alpenrock mit Laura an. Ich finde es echt ein guter Club. Die Leute sind okay, es sind nicht Snobs oder total überhebliche oder oberflächliche Menschen dort anwesend. Viele kommen auch ganz casual angezogen da hin. Man hat eine gute Zeit miteinander und das ist das wichtigste. Ausserdem finde ich den Eintritt auch gar nicht soooo übertrieben für den Raum Zürich.

Es war ein toller Abend. Die Musik war gut, es waren nicht allzu viele Menschen im Laden und joa, mit Laura war es ganz lustig. Wir hatten einfach eine tolle Zeit miteinander.

Klar gab es auch wieder Besoffene und komische Menschen, aber darüber sehe ich langsam hinweg. Nur unverschämt fand ich, als zwei Barbies meinten, einen Mann auf der Tanzfläche zu filmen, nur, weil er ganz alleine zur Musik abtanzte. Zugegeben, es sah ein wenig komisch aus und er hatte komische Verrenkungen drauf, aber ist doch seine Sache. Ich finde seine Einstellung gut, dass alles um ihn herum nur Nebensächliches ist.

Laura hatte eine Zeit lang auch einen ungewollten Tanzpartner in der Näher. Seine Alkohol-, Knoblauch- sowie Rauchfahne kam bis zu mir durch, igitt.

Joa, es war echt ganz okay. Nur ich hatte Probleme mit meinem Äusseren, den Haaren und immer dem gleichen, leidigen Thema. Aber da konnte ich ganz gut abschalten, bis ich zu Hause vor dem Spiegel stand.

So spät bzw. früh ist es schon lange nicht mehr bei mir geworden, hehe. Hat sich aber gelohnt. Es gab ein Tschinggeligrüppchen, bei dem ich einfach nicht drauskam, wer mit wem zusammen ist. Eine Brünette zum Beispiel strich zuerst dem einten über den Oberkörper und gab ihm einen Kuss, um danach beim nächsten ebenfalls eine Umarmung und eine Lippenbekenntnis abholen zu gehen...

Teilweise echt komisch die heutige Welt :-)!

Vielleicht doch definitiv nichts für mich, uaaaaah....