Sonntag, 7. November 2010

unfall

Ich habe aufgehört, die Unfallstätten zu zählen, die meinen Weg beim zur Einzel- und Gruppentherapie fahren "kreuzen".

Einmal ein brennendes Auto. Etliche Male hatte es "geklöpft" und am Donnerstagabend nach der Gruppe war es wieder so weit: ein Unfall hatte sich ereignet, keine 5 Minuten bevor ich daran vorbeifuhr. Polizei, Ambulanz, zwei Schrottreife Autos und 5 ebenfalls darin involvierte Fahrzeuge, die jedoch nicht so stark beschädigt waren...

Klar wird es da einem mulmig, mehr als das : (. Ich hatte wirklich schon etliche Male Glück...

niedriges selbstwertgefühl...

Schon wieder habe ich mit diesem zu kämpfen. Naja, kein Wunder, wenn man weiss, wo ich gestern war.

Meine Haare brauchten dringend mal wieder einen Schnitt. Das letzte Mal war ich im April und man sah es den Spitzen an, dass ich sie vernachlässigt hatte. Eigentlich wollte ich, als ich mich angemeldet habe, auch die Haare mal wieder schön tönen und meine Mähne frisch erstrahlen lassen.

Aber da ich momentan so lichte Stellen am Oberkopf habe, dachte ich, es wäre besser, noch damit zu warten. Vor allem, weil ich aktuell auf meine Blutwerte warte und dann weitere Tests bei der Gynäkologin und Dermatalogin anstehen.

Nach dem Friseurtermin fühlte ich mich mehr als mies. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr ich mich geschämt habe, als sie meine Haare gewaschen, abgerubbelt, gebürstet, geschnitten und geföhnt hat. Sie hatte vollen Blickwinkel auf diese doofen Stellen. Wenn sie mein Haar bürstete oder die Hand auf den Kopf legte, fühlte ich die Kälte auf meiner Kopfhaut. Ich war voller Ekel und Scham.

Und ich höre heute schon alle um mich herum: ist doch nicht so schlimm. Und meine Therapeutin: Frau Zambrottagirlie, sie müssen nichts an sich ändern, sie müssen es lernen zu akzeptieren. Und da werde ich rasend. Ich könnte akzeptieren, mit meinem Ohr zu leben. Dieses lasse ich jedoch machen, weil es sich immer wieder entzündet. Momentan schaffe ich es, zu akzeptieren, dass ich einen Damenbart habe. Er ist doch nicht sooooo auffällig, wie ich in schlechten Zeiten immer befürchtet habe. Aber welche Frau läuft freiwillig mit immer weniger Haaren herum?! Solche Sprüche kann ich echt nicht ertragen. Und auch keine alla: das sieht man doch überhaupt nicht! Kein Wunder, wenn ich meine Haare immer versuche geschickt nach hinten zu frisieren.

Ich war gestern den ganzen Tag über geknickt. Obwohl ich mit Pupa und ihrem Sohn unterwegs war, konnte ich mich nicht wirklich "gehen lassen". Ich fühlte mich beobachtet und so, als würde mir jeder aufs Haupt starren. Ich möchte nicht mehr unter Leute, es fühlt sich einfach so grauenhaft an. Am liebsten würde ich all meine Termine in der nächsten Zeit absagen. Und in einem solchen Zustand sollte man gemäss Therapeutin Körperübungen machen alla sich selbst jeden Tag eincrèmen?! Kann sie da nicht einfach verstehen, dass es schwierig ist, einen solch grossen Ekel und Groll sich selbst gegenüber zu überwinden?

Ich habe unheimliche Angst vom Ergebnis der Blutwerte nächsten Dienstag. Was, wenn alles in Ordnung ist, mein Hormonhaushalt genau in diesem Moment okay? Wenn man keinen Grund für meine lichten Stellen findet? Was hilft mir eine Gynäkologin, ich will eine Dermatalogin!

Aber am meisten macht mir Angst: was, wenn man nichts findet? Wenn es heisst: "Tja Zambrottagirlie, da kann man nichts machen."? Ich habe Angst vor mir selbst und meiner Reaktion in diesem Moment. SO werde ich hundertpro nicht weiterleben. Und wenn ja, dann werde ich mich nur noch zu Hause verkriechen.

Diese Nacht hatte ich einen Traum, den ich überhaupt nicht einordnen kann. Ich habe mich selbst in früheren Jahren gesehen. Und ich war die Kamerafrau. Auf einmal ging ich zu meinem vergangenen Ich hin und meinte zu ihr, sie solle auf sich acht geben. Nicht an sich selbst zweifeln. Kämpfen. Und auf einmal sah ich meine eigenen Unterarme, die ich meiner vergangenen Person zeigte. Und hörte mich sagen: "Siehst du, so werden deine Arme aussehen, wenn du kämpfst! Keine Schnitte mehr!"

Wahrscheinlich dieser Traum, weil ich gestern selbst einen unendlich starken Drang verspürt hatte, mich selbst zu verletzen. Keine Ahnung, wie ich es geschafft habe, dem zu widerstehen.

So, muss mich fertig machen. Es steht brunchen mit mon amour an. Lust rauszugehen habe ich keine.

Freitag, 5. November 2010

glück gehabt!

Nein, die Worddatei auf dem PC habe ich immer noch nicht, ich werde den Computer am Dienstag normal starten und gucken, was dann ist. Ansonsten: musste es so sein. Ich kann nichts mehr, als es zu akzeptieren.

Ein Thema bei den Borderlinern: die Akzeptanz. Es gibt die Akteptanz und die radikale Akzeptanz. Bei der Akzeptanz kann ich noch etwas daran ändern (zum Beispiel: "Nur wenn ich akzeptiere, dass ich nun Kopfschmerzen habe, kann ich konstruktiv etwas dagegen unternehmen"). Bei der radikel Akzeptanz kann man nichts mehr ändern (Tatsachen, die nun mal so sind). Und diese PC-Sache ist eine "radikale Sache" : D!

Das Portemmonaie habe ich gefunden, Dank einer Mitarbeiterin. Wir sassen gerade in der Caféteria und hatten Nachmittagspäuschen. Auf einmal meinte sie, dass wir den gestrigen Abend rekonstruieren sollen.

Beim Aldi hatte ich es noch. Als ich ins Auto einstieg auch noch. Heute morgen? Nicht mehr.

Und da kam mir eine Szene in Erinnerung! Während der Gruppentherapie habe ich einmal zur Tasche runter geschaut und wusste einfach nur noch, dass ich zwischen meinen Therapieunterlagen etwas gesichtet hatte. Im gleichen Moment dachte ich: "Nicht vergessen, dass es da drin ist, denn das brauchst du noch!!!"

Und PENG, ich erinnerte mich, dass es mein Portemmonaie gewesen sein muss! Ich rief meiner Schwester an und sie fand es.

Glück gehabt! Ich sah die ganze Zeit schon die Kosten auf mich zufliegen (zur Polizei gehen, Verlustanzeige erstellen, ID- und Führerausweis nachbestellen, ...).

Ich bin froh und kann heute sogar früher heim : )!
Ein schönes Weekend euch allen
♥ zambrottagirlie

ein guter start...

... in den Tag sieht definitiv anders aus.

Ich hasse solche Tage, an denen es so scheint, als würde jemand etwas gegen mich haben. Eigentlich hat alles gut begonnen: ich bin ohne Probleme aus dem Bett gekommen, habe gefrühstückt und die Zeitung gelesen. Danach habe ich mich angezogen und wollte los...

Naja, ich fand mein Portemmonaie nicht. Und solche Sachen bringen mich sonst schon in einen hohen Anspannungszustand --> am Morgen kann ich es einfach noch viel weniger "ertragen" bzw. damit umgehen. Meine Mutter kam rein und meinte es sicher nur gut. Sie gab mir Inputs, wo es sein könnte. Aber solche gutgemeinten Ratschläge machen es nicht besser, ich werde nur noch nervöser und schnauze einfach zurück (denn die meisten Punkte hatte ich bereits beachtet und durchsucht).

Ich stapfte raus, zum Auto, schneller Blick nichts gefunden und weiter zur Bushaltestelle gehetzt. Im Bus wie immer stehen, war aber auch schon schlimmer. Im Zug war es auch okay.

Im Geschäft: keine da. Na toll! Ich komme sonst schon knapp bei der Arbeitsstelle an (so knapp nach 07.45 Uhr) und die Leitungen müssen um 08.00 geöffnet sein. Und das Beste: es waren noch Sitzungszimmer zu erledigen! Ich hetzte also von A nach B, von da aus zu C und wieder zu A und umgekehrt. Meine Anpsannung war sofort wieder hoch oben.

Wenn ich etwas verloren habe bzw. etwas nicht so klappen will, wie ich möchte, ist meine Anspannung sofort bei gefühlten 180. Ich kann dann nicht loslassen und denken: "Such das Portemmonaie in aller Ruhe heute Abend. Mach dir kein Kopf. Wird alles gut...". Meine Anspannung ist dann sofort wieder weiss ich wo. Klar, in der Einzel- und Gruppentherapie lernt man, damit umzugehen (zum Beispiel einen Gummiball kneten), aber solche Utensilien nehme ich nicht mit mir mit, da ich nicht oft in solchen hohen Anspannungen bin.

Naja, PC gestartet, nächster nervraubender Punkt: all meine Notizen auf dem PC sind einfach so verschwunden. Das Dokument ist so abgespeichert, wie ich es im Juli getippt hatte. Von 19 Seiten sind gerade mal 3 übrig. Danke, ne!

Naja, es ist erst 9 Uhr morgens und doch warte ich auf all die schwarzen Wölkchen, die sich noch über mein Haupt entleeren wollen.

Es ist einfch gefährlich, wenn ich so angespannt bin, denn dann kann ich unheimlich fies und grantig werden. Mich nervt dann sofort alles und jedermann. Und Situationen, die ich im Normalzustand schon "nervig" finde, finde ich jetzt einfach total nervig. Es gibt Punkte bei Mitarbeiterinnen und Mitmenschen, die ich dann am liebsten heraus schreien würde.

Aber bis jetzt bleibe ich ruhig. Nerve mich einfach gewaltig über alles.

Mittwoch, 3. November 2010

diese frisuren mögen männer nicht

Frage mich nur: was können wir Frauen dann noch tragen?!?!?!?!


(Quelle: frauenzimmer.de)

männlicher nachwuchs…

Könnt ihr euch noch an meinen Traum erinnern, der mir „schwierige Zeiten“, „männlicher Nachwuchs“ und „Glück in der Liebe“ vorausgesagt hat?

Auf die Liebe warte ich noch. Schwierige Zeiten hatte ich gerade. Männlicher Nachwuchs folgt. Nee, nicht ich bin schwanger, ein Hund in Italien : )!

Mein Vater machte sich bis jetzt nichts aus kleinen Hunden. Er wollte immer einen Schäferhund. Letzten Januar verknallte er sich Knall auf Fall in einen kleinen Schosshund und bat darum, informiert zu werden, sollte es Nachwuchs geben.

Nun ist es so weit : (. Ich habe wirklich keine Lust auf so einen Kläffer. Und ob er weiblich oder männlich wird, ist mir erst recht egal. Ich stelle mir nur meinen Vater vor, der da mit dem Hund spazieren geht, ein lustiges Bild (wer meinen Vater kennt, weiss, was ich meine : )).

Lieber nochmals so einen treuen und verschmusten Kater wie Chicco. Was soll ich da mit einem „Fedy“ (Mutter ist Fan von einem berühmten schweizer Tennisspieler, der mir überhaupt nicht sympathisch ist und ich darum seinen Namen hier auf meinem Blog nicht veröffentlichen will : )! Ich bin überzeugt, ihr wisst, von wem ich da spreche)?!

Ich habe ihnen gedroht, dass ich mir zwei Meerschweinchen kaufen werde, sollten sie sich so einen Kläffer zulegen…

Doof : (… Hoffentlich verscheisst, verbrünzelet und verkratzt der Köter anfangs die ganze Bude (natürlich schliesse ich mein Zimmer ab : ))… Hoffentlich stinkt sein Futter (Babbo reklamiert eben immer über Chiccos Futter (nun ja, zu welchem Zeitpunkt reklamiert Babbo nicht : )) --> letztens habe ich eben zu ihm gemeint, worin der Unterschied bestünde und ich hoffe, das Hundefutter würde noch mehr stinken als das Katzenfutter : D!

Aber ich sehe mich jetzt schon: ich werde den Kläffer sehen und sofort ins Herz schliessen *haha*!

Dienstag, 2. November 2010

wie die mutter, so die tochter

Oder auch: der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Obwohl es mir nicht so gut ging, gab es doch ein zwei Sachen, die mich zum Lachen brachten.

An einem Dienstagnachmittag hatte ich gerade frisch die Nägel lackiert. Muddi meinte: „Zambrottagirlie, wenn du noch einen Kaffee trinken willst, musst du jetzt kommen, denn ich entkalke nachher die Maschine!“

Ich ging zu ihr hin und erklärte ihr mein Dilemma. Mit einem Blick, dem sie nichts ausschlagen kann, bat ich darum, mir mein Kaffee heraus zu lassen. Nur mache ich es immer speziell : )! Sie stand also da und machte, was ich sagte.

„Grosse Tasse, bitte.“

„Diese hier?“

„Ja. Langer Kaffee, bitte.“

„Okay…“

„Aber nicht bis oben füllen, nur ca. die Hälfte… So, nun 3 Stück Zucker rein.“

„3?! 2 reichen…“

„Nee, 3 bitte! Ansonsten sind es 4 und ich bin nur wegen dir auf 3 runter, weil ich den Satz schon erwartet hatte.“ (: D))

„Okay. Noch einen Wunsch?“

„Ja, Unterteller bitte und Tasse mit Milch auffüllen.“

„Erledigt.“

„Und nun noch in die Mikrowelle um den Kaffee aufzuwärmen.“

„Wird gemacht, Chef!“

Ich weiss nicht, warum, aber auf einmal musste ich aufschreien. Meine Mutter erschrak so fest, dass sie die Hälfte des Kaffees über ihr Shirt und den Boden schüttete (sie wollte es gerade von der Kaffeemaschine aus in die Mikrowelle balancieren ; D)). Sie meinte nur: „Ach, du Huhn!“ und lachte los. Auch ich konnte mich nicht mehr halten.

Die zweite Peinlichkeit ist auf meinen Mist gewachsen. Meine Eltern feierten am 17. Oktober (Sonntag) bei meiner Cousine deren Geburtstag. Ich wollte da nicht mit, weil es mir eben nicht so gut ging. Gegen Abend wollte ich mir ein Entspannungsbad gönnen und schrieb meiner Mutter extra noch eine SMS, dass sie mir mitteilen solle, wenn sie abfahren, da ich den Schlüssel stecken lassen würde.

Denkste… Nach nicht einmal 10 Minuten klingelte es an der Tür. Schnell liess ich das Wasser ablaufen und band mir das Tuch um. Packte meine Kleidungsstücke und öffnete die Tür. Freudiges Begrüssen, ich lud meine Kleidung auf dem Bett ab und ging nach vorne, um meiner Mutter etwas mitzuteilen (keine Ahnung mehr, was es war). Anstelle mir zuzuhören, lachte sie laut los. Ich guckte an mir runter und sah auf meiner linken Brust eine Slipeinlage kleben. Wie war denn die dahin gekommen?! Naja, immerhin hatten wir was zu lachen : ).