Montag, 1. November 2010

zwischenbericht

Dieses Wochenende war viel los. Einerseits arbeite ich nun nicht mehr montags sondern dienstags, mittwochs und freitags. So sind die Arbeitstage unter uns 5 Frauen besser verteilt, sollte eine mal Ferien haben, krank oder sonst abwesend sein. Nun hat sich meine Einzeltherapie auf Montag verschoben, Gruppentherapie bleibt am Donnerstag (letzte Sitzung offiziell am 23. Dezember 2010). Wenn es so weiter geht, kann ich offiziell sagen, dass ich seit über einem Jahr keine Selbstverletzung mehr angewandt habe. Ob es dann so bleiben wird, zeigt sich noch.

Hat schon optimistischer geklungen? Stimmt. Es geht mir eigentlich gut, aber doch habe ich Angst. Ich schreibe mir nun einfach alles von der Seele.

Am Freitag war ich beim Hausarzt. Muddi war dabei und schilderte ihm die Situation. Es war mir unheimlich unangenehm, als ich meine Haare öffnen musste und er sich meinen Kopf genauer ansah. Danach ging ich noch mit Muddi einkaufen, aber hielt es kaum aus. Ich hatte einfach das Gefühl, als würde mir jeder auf mein "Haupt" gucken. Ein ekliges Gefühl. Aber immerhin, ich hielt es aus. Der Arzt wird nun mein Blut, meine Schilddrüse sowie mein Hormonspiegel auswerten lassen. Da ich dies auf nüchternen Magen tun muss, darf ich an meinem freien Donnerstag bereits um 7.30 Uhr beim Arzt auf der Matte stehen. Doof : (. Nun ja, immerhin hätte ich dann Gewissheit. Aber was, wenn da nichts rauskommt? Dann wird er mich zu einer Dermatalogin weiterverweisen. Und wenn die nichts findet? Ich weiss, alle sagen mir, ich solle zuerst einmal abwarten. Aber kann man meine Zweifel nicht ein klein wenig nachfühlen? Ich sehe mich einfach vor diesem Punkt, an dem nichts heraus kommt. Ich bin es mir nicht anders gewohnt, schon etliche male ist es bei mir so gelaufen. Und ich weiss eines: ich werde nicht so weiterleben. Nö! Meine Mutter hat einen Satz gesagt am Freitag, der mich total aus der Bahn gebracht hat. Im Nachhinein hat sie es mir erklärt, wie sie es wirklich gemeint hat, aber in diesem Moment wusste ich es doch nicht. Der Arzt schlug mir vor, was er alles testen lassen würde. Da meinte meine Mutter: "Und im schlimmsten Fall muss man es akzeptieren und lernen, damit umzugehen und zu leben." Da wäre ich am liebsten aus dem Fenster gesprungen. Ich kann viel aushalten, vieles akzeptieren... Aber da hat es seine Grenzen. Ich weiss, diese Sache werde und werde ich niemals akzeptieren. Da wäre es mir noch liebe, ich müsste lernen damit umzugehen, keine Kinder kriegen zu können.

Ich war ziemlich geknickt, als wir aus dem Arztzimmer gingen. Nun bin ich voraussichtlich bei einer Gynäkologin angemeldet. Zum Glück machen die nur einen Ultraschall. Ich weiss nicht, aber mich graut es, wenn ich nur daran denke. Ich habe es nun mal nicht gerne, wenn ich mich da entblösen muss, nur um eine Diagnose zu erhalten. Zum Glück bleibt es "nur" bei einem Ultraschall. Mehr muss die auch nicht sehen, denn ich möchte ja nicht die Pille verschrieben erhalten, weil ich verhüten will. Die kann sich das alles angucken, wenn es wirklich so weit sein wird. Und auch da habe ich mir geschworen: nur über meine Leiche.

Vor allem weiss ich nicht, was der Besuch bei der Gynäkologin bringen soll. Da finde ich eine Haarwurzelanalyse bei der Dermatalogin viel logischer.

Ja, momentan bin ich im Klinsch mit meinem Körper. Da geht es mir psychisch eine Weile gut und er bestraft mich so. Oder zeigt er mir auf diese Weise, dass mir etwas fehlt (weil er sich anders gar nicht bemerkbar machen kann)?

Nun ja, am Samstag war das Andenken von Grossdäddi. Es ging mir eigentlich ganz gut, abgesehen davon, dass ich morgen für morgen eine schlaue Frisur hingebkommen muss, damit man meine lichten Stellen nicht sieht. Und jeden Morgen bin ich mehr als angespannt und genervt. Gar nicht gut : (. Die Messe war okay, danach gingen wir zum Grab. Ich sprach ehrlich gesagt nur kurz mit ihm. Ich fragte ihn, wie es ihm ginge (hoffentlich gut) und wie es bei mir momentan so aussieht. Die anderen Mitmenschen störten mich schnell mit ihrem Gemurmel, sodass ich die erste war, welche das Grab wieder verliess. Ich versprach ihm jedoch, mal wieder zu kommen. Allein und in Ruhe. Dann nehme ich mir mehr Zeit für ihn.

Joa, und heute hatte ich eine schwierige Einzeltherapiestunde hinter mir. Ich weiss ehrlich gesagt nicht weiter. Es geht darum, dass ICH persönlich meinen Körper im Grossen und Ganzen akzeptiere. Zweifel entstehen erst, wenn ich in zwischenmenschlichen Kontakt trete. Vor allem bei den Männern (ich habe euch sicher schon etliche Male davon berichtet). Ich bin einfach der Überzeugung, dass ich nicht dem Männerbild entspreche und ich bin sofort ganz anders, wenn ein Mann in der Nähe ist. Ich fühle mich nicht mehr wohl, angespannt und es fühlt sich so an, als würde ich diese von mir stossen. Eine grosse Abwehr füllt meinen Körper aus. Ich denke, dies liegt an meinen Vorgeschichten. Ich habe noch nie Körbe verteilt, habe nur etliche erhalten. Nun schliesst meine Therapeutin daraus, dass ich eigentlich auch nicht im Reinen mit mir bin.

Ich habe die Hausaufgabe auf heute erhalten, nackt vor dem Spiegel zu stehen und mich einzucrèmen. Naja... Ich habe es getan, aber einfach nicht "ganz" nackt. Unterhosen hatte ich an. Ich kenne kein Mensch in meiner Umgebung, der sich freiwillig nackt vor den Spiegel stellt und sich so betrachtet. Naja... Ich frage doch einmal Pupa, Mon Amour und sonstige Freundinnen. Aber für mich ist dies unüblich.

Ich glaube eher, ich muss an meiner Wahrnehmung im Bezug auf mich selbst und den Mitmenschen etwas ändern. Ich nehme Dinge an mir enorm stark war, was den anderen gar nicht so auffält (und die sagen es mir dann auch). Ich sehe mich im Spiegel ganz anders, als es dann auf Fotos aussieht. Meine Mitmenschen sehen mich anders, als ich mich selbst. Und ich sehe meine Mitmenschen alle als oberflächlich an. Nein, nicht diejenigen, die ich kenne. Aber alle anderen Fremden. Kein Wunder, wenn man die heutige Jugend da anschaut.

Doofes Thema. Schwieriges Thema. Klingt das so unlogisch, dass ich mich selbst so okay finde, aber sofort zweifle, wenn es darum geht, wie mich die anderen im Umfeld sehen?

Menno : (((((!

Freitag, 29. Oktober 2010

der tag der tage

Ja, es geht Jahr um Jahr ins Land und heute ist es mal wieder so weit.

Der Todestag meines geliebten Grossvaters.

Der Todestag meines geliebten Nonnos.

Und doch strahlt die Sonne, fast so, als würden sie mir auf diesem Wege Kraft für den heutigen Tag zuschicken wollen. Um ehrlich zu sein, geht es mir ganz gut. Die Erfolge, die ich im Vergleich zu den vergangenen Jahren sehe, sind enorm. Klar, es gibt tage, an denen ist es schwieriger, damit umzugehen und doch habe ich das Gefühl, alles ganz gut im Griff zu haben.

Grossdäddi wäre 82.5 Jahre alt. Er ist viel zu früh vor 14 Jahren gestorben, war also gerade mal 68. Kein Alter zum Sterben.

Nonno's Alter weiss ich ehrlich gesagt nicht. Ich weiss nur, dass er genau 7 Jahre nach Grossdäddi gestorben ist (am gleichen Tag) und dies heute seit 7 Jahren her ist. Klar, ich liebe ihn auch und trage ihn im Herzen, aber Grossdäddi füllt da viel mehr aus. Bei ihm habe ich meine Kindheit verbracht, was oft in den Ferien bei ihm. Nonno habe ich gerade mal in den Sommerferien gesehen. Nicht viel Zeit.

Diese Bilder spiegeln meine momentane Stimmung ganz gut dar. Und doch geben sie mir Kraft, weil sie so eine magische Anziehungskraft haben. Ich stelle mir vor, wie ich durch das Laub laufe, wie es raschelt und ich glücklich lächle. Morgen ist das Andenken für Grossdäddi. Denkt bitte an mich.




Montag, 25. Oktober 2010

ich weiss nun…

…warum der liebe Garfield Montage nicht ausstehen kann.

Meine hat echt blöd begonnen. Und ihr kennt dieses Gefühl sicher auch: wenn der Tag schon mal schlecht startet, sieht man nur das dunkle Regenwölkchen über dem Kopf schweben.

Meines ist nicht lange allzu dunkel geblieben, aber immer öfters merke ich einfach, dass dies nicht meine Welt ist. Überall geschieht grausames, nirgends kann man sich mehr sicher fühlen. Und diese Angst / Einsicht lässt mich immer in ein sehr tiefes Loch fallen. Ich sehe keine Zukunft für die nächsten Generationen.

Zuerst einmal: Pupa hat morgen ihre erste Chemo von 4 (wurde aufgestockt, anfangs waren es 2). Ich habe ihr eine lustige Karte und ein kleiner Plüschschlüsselanhänger gekauft. Hoffentlich muntert sie dies ein klein wenig auf. Werde es morgen vor der Therapie vorbeibringen.

Von der Gemeinde (hatte mein Vorstellungsgespräch vor ca. 1.5 Wochen dort) habe ich noch nichts gehört. Nur habe ich dort einen Ohrring verloren : )! Wäre nur zu lustig, wenn sie anrufen und meinen: „Sie haben den Job, wir Ihren Anhänger!“ Traurig, wenn es so klingen würde: „Wir haben Ihren Ohrring, den Job haben Sie leider nicht.“ Ich bin nicht zuversichtlich, sonst hätten die sich schon längst gemeldet.

Heute morgen war ich bereits um 5.15 Uhr wacht. Fragt mich nicht wieso. Ich bin dann aufgestanden und habe mich für den Tag fertig gemacht.

Auf dem Weg zur Bushaltestelle muss ich einen Zebrastreifen überqueren. Ich stand also da und wartete (mache ich bei dieser Dunkelheit morgens immer (zudem hat es geregnet, was alles noch gefährlicher macht). Der erste Wagen liess mich passieren. Ich lief und hielt vor der Mitte des Zebrastreifens nochmals, da dort auch ein Auto kam. Und dieser Schweinehund hat einfach nicht angehalten! Der ist an mir vorbeigerast…. Impossibile! Ich habe ihm den Stinkefinger nachgeschickt, bevor ich mir unter das Dach der Bushaltestelle begab.

Nun ja, hätte mich dieser Wagen überrollt, wäre das Spital keine 10 Meter entfernt gewesen, immerhin : ).

Im Zug ging es nicht besser weiter. Es setzten sich zwei Kettenraucher zu mir und meiner „fremden Begleiterin“. Und dann ging das „blablabla…. was du nicht sagst….! weisst du auch schon…!“ los. Wie kann man frühmorgens schon so fit sein?! Ich bin kein Morgenmuffel, aber solche Aktionen brauche ich auch nicht. Vor allem dieser Rauchgestank, unglaublich! Kaum war der Typ weg, knallte sich die junge Frau die Kopfhörer über die Ohren und hörte in einer immensen Lautstärke ihren italienischen Hiphop. Ich hätte aufschreien können. Als hätte es so nicht schon reichen können, setzte sich die Planschkuh (die mit den breiten Hüften, welche sich immer neben mich plumpsen lässt (ihr kennt sie hundert pro, siehe vorherigen Eintrag!) genau uns gegenüber. Als ein Herr sich erkundigte, ob neben ihr noch frei ist, machte sie keinen wank. Er quetschte sich noch neben sie. Ich hasse diese Frau. Hat man keine Ruhe vor der?! Keine Ahnung, warum (oder doch?!), aber es gibt einfach Menschen, die sind bei mir unten durch.

Bei der Arbeit angelangt, war noch keiner da. Toll! Ich komme jeweils knapp nach 7.45 Uhr im Büro an. Um 8 Uhr werden die Telefonleitungen geöffnet. Nur: ich habe diese Woche Catering und musste schon für 8 zwei Sitzungszimmer vorbereiten.

Gerade um 8 Uhr hatte ich diese fertig und schaffte es rechtzeitig, die Telefonleitung zu öffnen. Und was erwartet mich da? Schon eine erste, doofe, blöde Anruferin. Mannmannmann, wie die Menschen ein losmeckern und –wettern können. Ich verstehe es mehr als gut, nerven diese Prämienerhöhungen. Aber liebe Leuts, was können wir Menschen am Telefon dafür?! Da bringt auch kein „ich versuche seit Stunden jemanden zu erreichen, aber es nimmt einfach niemand ab. Mühsam!“ Und jetzt? Kann ich daran etwas ändern? NEIN! Wenn die wüssten, wie oft ich dies am Tag schon gehört habe und wie oft ich das gleiche erzähle… Ekelhaft sag ich euch! Es ist nun mal so, dass diese Leitungen überlastet sind. Da hilft auch kein „Dann warte ich halt wieder…“, nachdem ich gesagt habe: „Moment bitte, ich verbinde.“ Als ob ich da eine Zaubernummer hätte, pf! Ich komme genau in die gleiche Warteschlaufe, wie alle anderen auch.

Ach, ich vergeude zu viel Energie in dieser Sache. Versteht mich nicht falsch: das ganze Team ist toll, es sind sehr liebe Frauen und ich glaube, nach einer gewissen Zeit ist man da abgehärtet. Trotzdem: es ist kein Traumjob.

Was mich eher beschäftigt: wäre dies mit dem Auto letzte Woche passiert, wäre ich da auch stehen geblieben? Es ging mir ja so dreckig, das ich mir regelrecht gewünscht hatte, ein Autofahrer oder ein sonstiger Lenker würde die Kontrolle über sein Gefährt verlieren. Und so absurd es klingt: kaum hatte ich den Stinkefinger wieder unten, dachte ich zu mir selbst: „Zambrottagirlie, das war die Chance, die du nun verpasst hast. Vielleicht wärst du jetzt endlich nicht mehr hier.“

So hart es klingt, so war es. Und solche Gedanken kommen immer wieder und zerren an meinen Kräften. Vielleicht kann man mich nun ein klein wenig besser verstehen, ist mir teilweise einfach alles zu viel und möchte ich alles hinschmeissen und meine Ruhe haben. Denn ich weiss: diese Gedanken kommen immer wieder. Egal, wie schnell ich renne… Sie holen mich immer wieder ein.

So, nun verbringe ich den Abend mit Desperate Housewives und Bauer sucht Frau (endlich beginnen die neuen Staffeln in Deutschland!)

zugfahrten in der letzten woche

Ich glaube, langsam könnte ich eine eigene Rubrik eröffnen.

Letzte Woche sind mir mal wieder Sachen passiert *kopfschüttel*. Am Montag setzte ich mich hin und hoffte, diese alte Schrulle würde sich nicht zu mir hinsetzen (ihr kennt diese Dame langsam sicher auch gut: blond gefärbt, teures Parfum und ihre Kollegin, welche immer später einsteigt, quetscht sich zu mir hin und es besteht die Gefahr, dass meine Hüften absterben). Ich nickte nur und seufzte innerlich laut auf.

Bevor wir das Dorf erreichten, tat ich, als würde ich schlafen. Auf einmal hörte ich ein: „Sorry, ist hier noch frei?“ Ich hatte mich so schlafend gestellt, dass ich nichts realisierte. Ich erblickte eine Italienerin (und die ist immer in Begleitung zwei heisser Italiener, der einte gefällt mir ganz gut : )). Bevor ich etwas sagen konnte, meinte die alte Schrulle: „Der ist reserviert!“ (und zeigte dabei auf den Platz neben MIR!) und keine Sekunde später liess sich die andere Kuh drauf plumpsen. Gerade noch rechtzeitig konnte ich meine Tasche wegziehen (meine armen Hüften!). Ich war perplex und hätte am liebsten gesagt: „Nee, dieser Platz ist NICHT reserviert! Wenn, dann der neben ihnen!“ Aber da war es schon zu spät. Für ein anderes Mal nehme ich es mir vor. Wenn sie nächste Woche fragt, sage ich ihr, dass die beiden Plätze mir gegenüber frei sind, der neben mir jedoch reserviert. E basta!

Natürlich fühlte ich mich mies wegen den anderen zwei. Hoffentlich haben die gemerkt, dass ich alles nicht wirklich realisiert habe, ich möchte keinen schlechten Eindruck hinterlassen *grml*. Die werden mich nie wieder fragen, heul!

Aber nächstes Mal mache ich mein Maul auf!

Am Mittwoch dagegen hatte ich einen guten Platz, ein junger Typ setzte sich mir gegenüber. Nur staunte ich nicht schlecht (war wohl eher geschockt!), als eine Gruppe junger Typen am Morgen früh um 7 Uhr Bierdosen leertranken! Kaum zu glauben…

Wisst ihr was? Ich dachte mir bereits bei der zweiten Haltestelle (als die Leute einstiegen): „Hübsche Kerle dabei heute… Setzt sich aber sowieso keiner zu mir." Kaum gedacht, liess sich der einte neben mich plumpsen! Ich war ganz erstaunt. Und ob ihr es glaubt oder nicht, als der wieder raus musste (mühü), setzte sich sofort der nächste heissaussehende Typ neben mich. Und auf einmal war ich die einzige Frau im Viererabteil : D! Ich gebe es zu: ich fühlte mich gut : D!

Sonntag, 24. Oktober 2010

ich bin gut!

Für mein Erfolgserlebnis gestern muss ich kurz ausholen (wie Freud und Leid doch so nahe beieinander stehen können (siehe Eintrag von Pupa)).

Als ich ein Teenager war (haha, ich weiss, ist noch gaaar nicht so lange her : D), also so um die 15, 16 Jahre, kannte ich noch kein MP3-Player. Ich lief immer mit meinem CD-Player herum und kaufte dementsprechend viele CD’s. Irgendwann einmal musste selbst ich einsehen, dass ich mit einem MP3-Player billiger davon komme. Also kaufte ich mir einen.

Nun ja…. viele Lieder konnte ich problemlos downloaden. Aber da viele CD’s von der „Hit Mania Dance“ stammen (kommt alle 3 Monate raus, ist in Italien sehr beliebt und hat einfach tolle Lieder drauf), musste ich auf all die tollen Lieder verzichten. Diese Lieder sind leider nicht so bekannt, dass man sie problemlos für einen Download findet.

Vor ein paar Wochen fand ich heraus, dass ich die Lieder von der Cd auf I-Tunes und von da her wiederum in meine Musikordner speichern kann. Ich war happy wie noch nie und erstellte sofort CD’s für Baby Jane.

Nun ja…. das Radio wollte und wollte sie nicht abspielen… Ich war am verzweifeln. Gestern begriff ich endlich, dass diese Lieder von der CD gewisse MPEG-4 Dateien und nicht MP3 Dateien sind --> dies also das Problem ist, warum die CD’s nicht abgespielt werden können.

Ich erkundigte mich im Internet und fand ein Programm zum diese Dateien konvertieren. War aber immer noch unsicher. Zwei gingen schon mal nicht. Beim dritten klappte es dann und ich habe nun endlich diese MPEG-4 Dateien in Form von MP3-Dateien. Baby Jane freut’s, mich umso mehr : D!

Bin ich nicht gut?

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PS: ich suche da seit laaaanger Zeit ein gewisses Lied. Ich weiss nicht, wie es heisst bzw. ob der Text, der in meinem Kopf herumschwirrt auch wirklich der Richtige ist : ).

Vom Rhythmus her ist es eher so Eurodance / Europop / 90s-Style (wie Rhythm is a Dancer / Movin on Up / Mr. Vain / etc.).

Der Refrain kommt ziemlich oft und geht in etwa so: "Do you believe in Love after Love, do you believe in Love after Love,..." oder so: "Do you believe in Life after Love, do you believe in Life after Love..."

Und nein, es ist nicht der Song von Cher : ), denn der kommt bei youtube immer raus *grml*...

Samstag, 23. Oktober 2010

leukämie…

Anfangs dieser Woche habe ich von Pupa erfahren, dass bei ihr Blutkrebs (Leukämie) im Anfangsstadion diagnostiziert wurde. Nun muss sie voraussichtlich zwei Chemos über sich ergehen lassen. Ein herber Schlag für sie. Ein herber Schlag für mich.

Sie hatte seit einem Jahr Probleme mit etlichen Anlaufstellen, die Menschen in Not unterstützen (mehr möchte ich nicht sagen, ist ihr Privatleben). Sie lief von A nach B, brachte alles, was verlangt wurde, hetzte von hier nach da und tat alles, was von ihr verlangt wurde. Und doch waren diese Stellen nie zufrieden. Seit längerem hat sie die Nase voll und ich hatte immer Angst, dass sie einfach alles aufgeben würde. Aber zum Glück sind da ihre Kinder, um die sie sich liebevoll kümmert.

Ebenfalls war sie schon seit knapp 2 Monaten immer so müde und ausgelaugt. Auf ihrem Kopf sind nun ganz viele kleine Pickelchen gesprossen, woraufhin sie zum Arzt ging. Der machte einen Bluttest und fand eben oben genannte Diagnose heraus.

So fies dies nun klingen mag: am Montag wurde mir bewusst, dass ich für Pupa da sein MUSS! Ich kann nicht einfach von hier gehen. Sie braucht mich. Und seit diesem Montag sind meine Suizidgedanken ganz weggeblasen (sie waren seit letzter Woche Freitag nicht mehr sooo drängend).

Das Leben ist einfach ungerecht. Dies hat sich mal wieder bestätigt.

Ich steh dir bei, Pupa!

Freitag, 22. Oktober 2010

ich melde mich zurück…

Es sind ein paar Tage seit meinem letzten Eintrag vergangen. Es ist viel passiert. Ich habe mit vielen Menschen gesprochen und ja, ich fühle mich in der Zwischenzeit besser. Vieles hat sich in der Zeit angesammelt, welches ich nun peut à peut veröffentlichen werde.

Wahrscheinlich geht es mir zudem besser, weil mein Hausarzt nächste Woche wieder von den Ferien zurück ist und es dann endlich los gehen kann mit meiner Untersuchung. Meine Mutter vermutet sowieso seit Jahren, dass ich zu wenig Hormone in mir trage und dies vielleicht nun der Körper zeigt. Sie möchte, dass ich mein Blut bis ins letzte Detail untersuchen lasse. Hoffentlich finde ich dann den Auslöser für die lichten Haare und den nicht wegzulasernden Damenbart.

Dieser hat mich letzte Woche sowieso aufgeregt bzw. die Kosmetikerin, welche lasert. Seit Mai 2009 gehe ich einmal im Monat da hin und gebe 90 CHF aus. Letzte Woche war meine 16te Sitzung. Ich sagte ihr ehrlich, dass ich das Gefühl hätte, er wolle an der Kinnpartie einfach nicht weg. Sie meinte nur: „Tja, dann musst du selber wissen, ob du weitermachen willst oder erst mal pausierst.“ Ich war geschockt. Eigentlich hatte ich ein gutes Verhältnis zu ihr, sie ist nett und irgendwie hat man da doch Vertrauen in die Kosmetikerin. Ich meine, es ist IHR Job, die Erfolge oder Misserfolge zu sehen, mich darauf hinzuweisen und ehrlich zu sein, wenn es nicht klappt. Da muss ich nicht erst 16 Mal da hin gehen und Geld ausgeben, was sowieso knapp bei mir ist!

Es sind 1500 CHF, die einfach futsch sind. Und klar finde ich dies nicht okay so. Meiner Meinung nach hätte sie mir dies schon früher sagen können. Nun ja, ich gehe diese Woche einmal persönlich bei ihr vorbei und sage ihr, dass ich pausieren möchte. Danach verlange ich eine Kopie der 16 Behandlungen (dass ich eine Bestätigung habe) und frage sie offen, ob man dies nicht schon früher erkennen hätte können, da eben wie bereits gesagt bei mir das Geld knapp ist. Danach lasse ich mich vom Hausarzt zu einer Hausärztin verweisen (wegen den Haaren, dem Damenbart und meinen vielen Neon, die in den letzten 3 Jahren nur so am Rücken gesprossen sind (anfangs hatte ich gerade mal drei in einem Dreieck!)). Die kann dann besser beurteilen, ob man meinen Bart wegbringt oder nicht. Und diese 16 bereits besuchten Behandlungen reiche ich bei der Krankenkasse ein. Vielleicht kommt mir die ein klein wenig entgegen, denn es hat sehr viel mit meiner Psyche zu tun.

„Jaja, ein Freifahrtschein“, denkt ihr euch nun. Ich gehe nicht darauf ein, vieles wisst ihr aus meinen Einträgen. Meine Psyche und mein Äusseres haben sehr viel miteinander zu tun. Da ist momentan mein Ohr, meine Haare und mein Damenbart. Und ihr habt selbst miterlebt, was es bei mir auslösen kann. Am wichtigsten sind mir momentan meine Haare. Danach mein Bart und mein Ohr kann ich mir immer noch operieren lassen. Sollte die Krankenkasse die OP übernehmen, lasse ich das Ohr natürlich operieren und gucke dann wegen dem Damenbart weiter.

Klar, mir sagen alle Bekannten, dass man die lichten Stellen und meinen Damenbart nicht bis kaum sieht. Wie auch, wenn ich immer die Haare zurückfrisiere und regelmässig rasiere? Es geht da um meine Psyche und es wäre eine riesige Erleichterung, könnte ich dies alles hinter mir lassen.

Heute hatte ich ein Ersttermin bettreffend meinem Ohr. Folgendes ist dabei herausgekommen (zuerst noch: ich habe mir mal 4 Piercings am oberen Teil des Ohres stechen lassen und ein weiteres Loch neben den normalen Ohrringlöchern. Die oben sind vorne verheilt, nur hinten am Knorbel sind so blöde "Höggerli" entstanden, die einfach total wüst aussehen. Das untere Loch neben den normalen Ohrringlöchern ist hinten und vorne so "wulstig" und entzündet sich immer wieder. Dies war auch der Grund, warum ich zu einem Chirurgen wollte): das untere Loch neben den normalen Ohrringlöchern kann man problemlos entfernen, einzig ein kleiner Schnitt bleibt übrig. Der Arzt meint, es könnte gut sein, dass noch ein Fremdkörper darin sei oder eine sonstige Talgdrüse nicht ganz verheilt sei. Zudem meinte er, ich hätte ein sehr schönes rechtes Ohr (warum habe ich mir mein linkes nur verstechen lassen, WARUM *mühü*?!). Die Knubbel oben könnte er entfernen sowie den Knorbel ein klein wenig abschleifen. Wenn alles gut geht, sieht man "nur" noch einen Strich als Narbe. Diese Narbe müsse man dann beobachten. Er könne nicht garantieren, dass nicht wieder kleine Knubbel entstehen bzw. die Narbe nicht ganz gut verheilt. Aber alles würde nicht so schlimm aussehen, wie jetzt.

Da die Krankenkasse alle Kosten übernimmt, werde ich dies durchziehen und das Beste hoffen. Mir ist es allemal lieber, einen kleinen Strich als Narbe auf dem Ohr herumzutragen, als diese hässlichen Knubbel.

Und in meinem nächsten Leben werde ich mir kein einziges Piercing stechen lassen. Ich bereue diesen Tag und würde gerne die Zeit zurück drehen. Also, seit gewarnt (ich warne jedes Mädchen, welches mir davon erzählt und zeige ihr mein Ohr zum Abschrecken).

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende. Immerhin die Geldsorgen betreffend meinem Ohr kann ich vergessen. Ich hoffe, es kommt gut heraus und ich habe endlich mal ein wenig Glück.

Hoffentlich hält das Glück auch bei den Haaren und dem Damenbart an. Wobei mir die Haare tausend mal wichtiger sind, als der Damenbart. Im schlimmsten Fall übernehme ich die Laserkosten bei der Kosmetikerin zu einem späteren Zeitpunkt (ein bis zwei Jahre) selbst.