Freitag, 24. Oktober 2014

„es chunnt, wie’s cho muäss…“

Diesen Spruch sage ich mir eigentlich seit einiger Zeit immer wieder. Lustig und ulkig daran ist, dass er eigentlich in einer traurigen Sache immer wieder zu Stande gekommen ist und sich seitdem immer mehr festigt.
 
Ich sage mir diesen meist, wenn ich wieder im Kaufrausch bin und DIESER einen Jacke oder DIESER einer Jeans nachrenne, weil ich das Gefühl habe, dass es DIESMAL genau die PERFEKTE ist. Weiter geht’s dann mit Schmuck, Schuhen, Accessoires und weiteren Klamotten.
 
In letzter Zeit habe ich mich wieder eher im Griff in Sachen Kaufverhalten. Und doch habe ich wirklich endlich eine perfekte schwarze Lederjacke mit Wildledereinsätzen gefunden. Nur nicht in meiner Grösse. Fluch. Klar, auch da könnte ich es einfach abhaken und es dabei belassen. Denn eigentlich ist es ja Suchtverhalten und ich weiss es ganz genau. Es ist mir bekannt und ich müsste schon gar keinen Gedanken daran „verschwenden“, diese Jacke unbedingt haben zu müssen.
 
Aber die hatte es mir angetan. Nur gab es die nicht in meiner Grösse. An einem wirklich schwarzen Tag musste ich sowieso in eine Grossstadt und sucht davor alle Filialen auf der  Strecke auf. Echt nur noch zum Kopfschütteln.
 
Plötzlich hatte ich genug und dachte mir: Es wird schon so kommen, wie es kommen muss. Irgendwann einmal werde ich einer ähnlichen Jacke über den Weg laufen.
 
Es war bis jetzt meist so. Und nicht nur in Sachen Einkaufen. Auch privat oder bei anderen Dingen kam es, wie es kommen musste bzw. kreuzten Dinge, die meinen Weg früher oder später kreuzen mussten, meinen Weg. Oft ist es so, wenn ich eine Strasse oder so suchen muss. Meist begegne ich da einem Bekannten. Wie soll ich es erklären, ist halt noch schwierig zum besser erläutern :-). Meist brauche ich halt einfach ein wenig Geduld. Und wenn ich nicht mehr daran denke, kommt es gut. Meistens ;-).
 
So auch in diesem Fall. Als es mir zu bunt wurde und ich mit dem Gedanken die Filiale verliess, dachte ich prompt nicht mehr an die Jacke. Letzte Woche per Zufall in einem Online-Shop Anregungen für Outfits geprüft… und ZACK! sprang mich eine schwarze Jacke mit Wildledereinsatz an… ich griff sofort zu.
 
Und vorgestern ist sie angekommen. Naja, Wildledereinsatz ist übertrieben, es ist eher schwerer, schwarzes Stoff (anstelle eines Reissverschlusses fällt es wie ein Wasserfall über den Bauch, sieht toll aus!). Ich bin im Moment zufrieden. Und ansonsten ist ein Stoffladen schnell angepeilt und das Wildleder rasant angeleimt oder angenäht. Oder ich finde es auch so okay, denn von weitem kann man einen schwarzen Stoff nicht von einem schwarzen Wildledereinsatz unterscheiden :-).
 
Gut Ding will halt doch lange Weile haben!

Montag, 13. Oktober 2014

Nachträge zu vacanze 2014

Mir ist aufgefallen, dass die Rubrik "Reisen" gefüttert werden muss! Da waren ja noch verschiedene Abenteuer in London, Köln und Mallorca! Und natürlich Erinnerungsfotos an bella Italia 2014 ;-).

Nachdem ich den ersten Teil meiner Ferien nach ca. 10 Tage getippt hatte, gingen die Ferien für mich ja noch ein wenig weiter. Und erst da schaltete ich wirklich komplett ab.

Ich ging ans Meer, fuhr den Küsten entlang und fotografierte meine errungene Bräune. Ich bin wirklich stolz darauf und hoffe, dass ich sie in der Schweiz noch ein wenig zur Schau stellen kann. Meine Haut war noch nie so braun, mit der Zeit musste ich mich nicht einmal mehr gross mit Salbe einreiben. Ich habe wirklich sehr empfindliche Haut, die sofort auf Sonneneinstrahlungen reagiert.

Die letzten Tage waren hart und stressig. Sich überall verabschieden, der Küste entlang, wenn das Wetter wirklich schön sonnig war und den letzten Sprung ins Meer machen. Leider stellten sich der geplante Freitagnachmittag und Samstag enttäuschend dar… Es war enorm schwül und stark bedeckt. Ich fuhr dann doch der Küste entlang und war sowieso schon so genervt, dass ich doch noch an den Strand fuhr. Das Wasser war mir dann zu kalt, aber ich sass einfach da, mit ein, zwei Paaren und genoss diese Stille, das Rauschen der Wellen und diese wenigen Menschen um mich herum. Schlang einen Roman fertig in mich hinein und schloss alles mit sehnsüchtigen Blicken Richtung Horizont ab. Tja, es gab es ab und zu immer ein paar wenige Tropfen, aber das Wetter hielt sich zum Glück – wenn auch bewölkt und extrem schwül. Aber am Strand ging eine herrliche Brise und ich nickte sogar ein ;-).

Dann packen, das Auto saugen (ich hasse es, wenn es nach altem Sand stinkt, überall etwas herumfliegt und mein Auto innen, wie aussen, dreckig ist. Ich reise einfach allgemein gerne „sauber“ und auch in der Schweiz reinige ich mein Baby Blue regelmässig. Fast schon so schlimm, wie Männer ;-)).

Und am Montag vor meiner Abreise habe ich eine blöde Bewegung gemacht und mein Knie hat nur ein „KRACK“ von sich gegeben. Mein Schienbein schien zu zerspringen und ich dachte mir nur noch SCHEISSE. Mein Meniskus ist ja eh schon angerissen und seit letztem Jahr ging es durch intensive Physio. Nebst dem habe ich am gleichen Kniegelenk beginnende Arthrose. Und werde jeden Tag wütender über meinen Gesundheitszustand, wenn ich meine Schwester sehe, welche die Hälfte von meinem Gewicht noch zusätzlich drauf hat. Sie hat kein Rückenleiden, keinen Bandscheibenvorfall, eine riesen Oberweite und doch keine Schmerzen. Keine Knieprobleme, Füsse sind in Ordnung und auch sonst keine Probleme mit Haare und Haut. Geschweige denn von der Psyche.

Und doch, ich bin einen Augenblick lang wütend darüber, seufze und lebe mein Leben weiter. Was bringt es mir, mich zu ärgern. Ändern kann ich es eh nicht. Nur das Beste daraus machen. Und ich glaube, meine intensive Physio hat sich doch ein wenig bemerkbar gemacht. In einer Apotheke habe ich ein Medikament erhalten und eine Salbe. Zum Glück habe ich Dafalgan von der Schweiz mitgenommen und somit konnte ich etwas Ähnliches bei der Apothekerin verlangen. Und auch sonst schien mir das Knie weniger geschwollen, wie letztes Jahr. Und die Genesung verlief auch ein wenig schneller.

Und doch hatte ich Respekt vor der Rückreise keine sieben Tage später. Auch bei konsequenter Durchfahrt mindestens 11 Stunden. Mit einem kaputten Meniskus. Mit dem Unwissen, ob ich nochmals in die Röhre sollte, oder nicht. Denn letztes Jahr hiess es, eine OP sei nicht nötig, solange ich keine akuten Schmerzen hätte. Und es ging ja. Ich habe ja sogar wieder mit Volleyball und schwimmen begonnen! Eine OP wäre nichts grosses, ambulant und nach einem Heilungsprozess wieder schnell einsatzfähig. Ich könnte sogar wieder schnell arbeiten, müsste einfach mit dem Sport etwas länger warten.

Und doch, möchte ich immer mit der Angst unterwegs sein, eine falsche Bewegung zu machen? Jedesmal penibel darauf achten, wie ich mich hinknie? Es war wirklich eine unbedachte, kurze, blöde Haltung. Aber mit enormen Ausmassen. Und darauf habe ich persönlich keinen Bock. Ich nahm mir vor, direkt nach der Rückreise einen Termin beim Arzt zu machen. Um mich einfach noch einmal bewusster beraten lassen zu können.

Die Tabletten waren natürlich ein No-Go für eine solch lange Reise. Ermüdend. Ich hätte ständig schlafen können. Und doch musste ich irgendwie zurück in die Schweiz…

Kleiner Nachtrag (verfasst habe ich obigen Text so Mitte September): die Reise verlief fast problemlos. Ich fuhr fit und wach 11 Stunden 30 Minuten durch, hielt zwei Mal fürs Tanken und "Austreten". Mein Handy schaffte ich mit meinem Auto zu koppeln und so konnte ich meine Mutter per Freisprechanlage auf dem Neusten halten (denn ansonsten nehme ich das Telefon nicht in die Hand während dem Fahren! Aber so waren wir beide beruhigt). Erst in der Schweiz bzw. im Tessin wurde es mühsam. Alle Tunnels wurden saniert und man musste auf die andere Autobahnseite einspurig wechseln... und wirklich unerklärlich war der dumme Stau für mich, weil es im Tunnel dann meist frei fahrbar war! Grml... Und das, wenn man weiss, dass man in zwei Stunden zu Hause sein könnte...

Den Rest bzw. meine Rückkehr habe ich ja bereits verarbeitet...

abgründig

Auch hier – wie sollte es anders sein – ein Werk von Arno Strobel. Erst beim Öffnen des Buchdeckels ist mir aufgefallen, dass es sich hierbei um einen Jugendthriller handelt. Hielt mich aber nicht davon ab, es doch zu lesen, denn bezahlt ist schlussendlich bezahlt :-).

Zum Klappentext:

Geplant war eine lässige Bergtour – auf eigene Faust zur Zugspitze und wieder zurück. Doch als die kleine Gruppe um Tim am Morgen aufbricht, scheint das Unglück vorprogrammiert. Sie geraten in ein heftiges Unwetter und müssen in einer verlassenen Hütte Unterschlupf suchen. Sie wissen nicht, wo sie sind, sie haben keine Möglichkeit, mit dem Rest der Welt Kontakt aufzunehmen, und sie sitzen fest. Solange Sturm und Regen toben, ist an einen Abstieg nicht zu denken. Zunehmend liegen die Nerven blank und Vorwürfe machen die Runde, schliesslich kommt es sogar zur Prügelei.

Am nächsten Morgen ist einer von ihnen verschwunden. Zurück bleibt eine Blutlache – und die Frage, ob es unter ihnen einen Mörder gibt.

Meine Meinung:

Zuerst zum richtig Genialen an diesem Buch: auch hier ist man schnell Mitten in der Geschichte drin und der Ablauf ist flüssig und schlüssig. Der Klappentext erklärt alles und ist die Hauptgeschichte grob geschildert. Der Schreibstil ist einfach und die Akteure kann man sich durch eine sehr gute Beschreibung und die verschiedenen Hauptpersonen sehr gut merken. Und das finde ich wichtig bei Geschichten mit vielen Charakteren. Alle sind auf ihre Art und Weise eigen und werden doch gebraucht.

Es beginnt mit dem eigentlichen Ende des Buches, was natürlich die Spannung steigt. Und das ganze Werk über hatte ich das Gefühl, einem Film zuzuschauen, welcher meiner ganz eigenen Fantasie entspringt. Und diese Figur als stille Beobachterin besetze ich persönlich am Liebsten.

Und doch war es eventuell nicht eine so gute Idee, zwei Werke von Strobel direkt hintereinander zu lesen, denn langsam kenne ich ihn doch sehr gut. Es ist spannend und doch kann man vieles vorher ahnen. Er macht einem die Situation schmackhaft und man entwickelt ein wenig Ehrfurcht davor und doch geht es nicht immer bis zum äussersten. War beim Rachespiel eher umgekehrt, aber das ist auch eines seiner aktuellsten Exemplare. Ich meine, jeder Autor beginnt ja eher auf einer eher „schwachen“ Stufe, bis er in seinem Element ganz angekommen ist.

Es gibt auch hier spannende Teile, aber ich könnte mir auch vorstellen, diese Werke vor dem Einschlafen zu lesen, was ich bei Fitzek partout nicht mache, weil er einem Angst macht und dann spitzt sich dies zur Panik zu. Er steht da wirklich ein paar Stufen höher in Sachen Thriller.

Und doch ist Strobel auf seinem Gebiet ein Genie. Ich empfehle ihn wirklich für Anfänger in Sachen Psychothriller. Denn ich weiss, wenn ich es ein wenig sanfter möchte, greife ich zu seinen Werken. Denn immer diese Geschichten, welche an meine eigene psychische Substanz gehen, sind selbst mir auf Dauer zu viel.

Und doch begann ich dann mit einem Werk von Fitzek…

Mittwoch, 8. Oktober 2014

augen auf bei der berufswahl -.-

Ich weiss, ich darf nicht zu kritisch sein. Vor allem, weil ich weiss, wie hart ein solcher Job ist. Meine Schwester hat sich zur Detailhandelsfachfrau ausbilden lassen und arbeitet seit bald 12 Jahren in diesem Beruf. Von dem her weiss ich bzw. habe ich viele Dinge erfahren. Vor allem, was ein Mitarbeiter im Verkauf da so mitmachen und mit sich machen lassen muss.
 
Ich bin daher sehr respektvoll (was eigentlich selbstverständlich sein müsste in Sachen Erziehung!). Ich achte darauf, ob mir etwas runterfällt und hänge es wieder auf dem Bügel auf und auf die Stange bzw. versorge die Dose oder die Verpackung. Und auch sonst bin ich eher geduldiger mit den Fachfrauen bzw. „behellige“ sie nicht mit Fragen. Ich meine, heutzutage weiss man, dass alle vorhandenen Artikel im Laden hängen und nicht noch als Reserve im Lager verstaut sind. Von dem her gehe ich schon nicht mal eine Verkäuferin fragen. Ich gehe nicht einmal nachfragen, ob der Artikel auch in einer anderen Filiale vorhanden ist. Es ist für alle einfach nur unnötiger Aufwand, wobei man sich in diesem Fall streiten könnte, ob es nicht noch unter Kundendienst geht.
 
Gestern sind wir mal wieder Sachen aufgefallen - einfach unglaublich! Ich verstehe den Druck der Verkäuferinnen, aber so einen Satz hätte meiner Schwester erst einmal eine saftige Abmahnung eingebrockt. Ich stand im einen Kleiderladen und stellte mich an die Kasse. Eine wurde bedient und ich sowie eine andere Frau standen an, wobei ich die Letzte in der Reihe war. Ich war erstaunt und erfreut zugleich, als sofort eine Verkäuferin die zweite Kasse aufmachte, ist ja sonst eher weniger der Fall. Sie meinte zu uns zwei hinteren Frauen: „Kasse ist offen, Sie können gerne zu mir kommen!“ Die Dame vor mir zögerte, ich blieb artig auf meiner Position (wer zuerst da war, hat Vortritt!). Diese jedoch war wohl einen Augenblick lang irritiert und die Verkäuferin wiederholte: „Kasse ist offen!“ Pause. Gefolgt kam ein Schulterzucken und gleichgültiges „Oder ich kann die Kasse halt auch wieder zumachen, wenn niemand kommt“. Solche Dinge - finde ich - kann man sich denken. Oder anders formulieren. Es kam wirklich sehr plump rüber und das geht einfach nicht.
 
Dafür konnte ich abends das Gegenteil beobachten. Man kennt ja irgendwie auch die Gefahr von Stosszeiten an der Kasse. Und in diesem Laden rückt eigentlich noch rasch Hilfe an, wenn eine Kassiererin den Gong schlägt. Naja, ich stand also an dieser Kasse an und bekam irgendwie nicht mit, wie die Schlange länger wurde. Die Kassiererin hatte ich noch nie gesehen, was also eher neu. Plötzlich hörte ich hinter mir „Könnte man eine zweite Kasse aufmachen?!“. Ich blickte zurück und sah einen Mann Mitte fünfzig mitten in der Schlange stehen. Die Dame läutete sofort und nach ein paar  Sekunden erschien eine weitere Mitarbeiterin. Der Mann liess es sich natürlich nicht nehmen und sah sich als Erster in der neuen Reihe - er hatte ja auch dafür gesorgt, dass endlich eine weitere  Kasse aufgeht! Bis dahin fand ich es noch einigermassen okay, es kann teilweise schon sehr unangenehm werden in einer langen Schlange. Aber da hörte ich den Mann schon auf die neue Kassiererin einreden: „Sollte dies eigentlich nicht schon fast automatisch gehen? Warum müssen wir so lange warten?“ Die Kassiererin erwiderte freundlich, dass die Mitarbeiterin vielleicht gerade sehr  konzentriert gearbeitet hat und es ihr aus Versehen nicht aufgefallen ist. Da meinte der Typ weiter: „Aber die sollte eigentlich nicht sein, da müsste man schneller schalten, finden Sie nicht auch?“ Und da entfuhr mir ein tiefer Seufzer, ich schüttelte den Kopf und ein „Brummen“ stolperte über meine Lippen. Gesagt habe ich natürlich nicht. Aber in Gedanken  „finden Sie nicht auch?!“ zig mal nachgeäfft. Was soll die Mitarbeiterin darauf antworten? Loyal dem Kunden gegenüber sein (Kunde ist König) oder zu ihrer Meinung und Mitarbeiterin stehen? Wir vergessen einfach viel zu oft, dass Verkäuferinnen nicht Roboter sind. Klar, Kundenkontakt ist anstrengend und ein grosser Teil ihrer Arbeit. Man muss damit umgehen können und ich finde mürrische und übel gelaunte Verkäuferinnen auch nicht gerade der Hit. Auch ich versuche mich an schlechteren Tagen zusammenzureissen und jeden gleich zu behandeln, auch ich habe Kundenkontakt.
 
Und doch darf man sich doch äussern, wenn eine Grenze überschritten wird. Und der Beruf Verkäuferin und der  Status „Kunde ist König“ erlauben noch lange nicht, dass man alles mit sich machen lassen muss!

Samstag, 4. Oktober 2014

der trakt

Seitdem ich das erste Werk von Arno Strobel in einem Flughafen (ich glaube in Düsseldorf als ich mit meiner Schwester in Köln war…) gekauft und im Flugzeug selbst fast fertig gelesen habe, bin ich ein Fan von ihm. Somit besitze ich schon fast alle Bücher von ihm.

Und in diesem Sommer habe ich erfahren, dass er eher spät einen Durchbruch hatte… mit 40!

Mit der Zeit kennt man den Schreibstil eines Autors und ich erschrecke mich doch teilweise, wie schnell ich mich in den Gedanken dieser Autoren wiederfinde. Oft weiss man, wohin ein Weg wahrscheinlich führen wird bzw. wie die Hauptpersonen reagieren werden, weil man schon fast wie der Autor selbst denkt. Das ist in etwa wie bei Charlotte Link, wo sich früher oder später die Hauptakteurin in Gefahr begibt und eine Liebesgeschichte von einem Drama erschüttert wird.

Mir persönlich gefallen solche Bücher. Denn so kann ich in etwa einschätzen, auf was ich so Lust habe. Fitzek ist eher derjenige, der hart an die psychische Substanz geht. Bei Franz geht es oft um Kriminalgeschichten, Prostitution, Missbrauch und die Ermittlungsarbeit an sich. Und Arno Strobel hat einfach seinen ganz eigenen Schreibstil, den ich noch nicht ganz ausfindig gemacht habe. Es geht auch da um Hauptpersonen, welche sich in Gefahr begeben bzw. sich eine dramatische Geschichte drum herum entwickelt. Und doch schien die Thematik bis jetzt immer ein wenig anders. Bei Franz dagegen gab es meist ein Ermittlerduo, wobei man auch viel Privates mitbekam. Und Fitzek unterscheidet sich halt doch sehr stark von beiden, weil er wirklich erschütternde Psychothriller schreibt, die an die Substanz gehen. Und das sage ich ;-). Strobel ist da eher die softere Variante von Fitzek.

Und trotzdem hat jeder Autorin und Link seinen eigenen Reiz. Bis jetzt meine Topfavoriten deutscher Schreiber.

Zum Klappentext:

Man hat ihr alles genommen.

Nur nicht die Angst.

Stell dir vor, dein Mann sagt, er hat dich nie gesehen, und die Leute sagen, du hast nie ein Kind gehabt. Wem kannst du trauen, wenn niemand dir glaubt?

Und wer bist du wirklich?

Meine Meinung:

Auch hier ist man wieder innert weniger Sekunden mitten in der Geschichte. Wenige Seiten und schon geht es los! Ich persönlich mag dies, wenn es nicht allzu in die Länge gezogen ist. Ausgenommen sind da die spannenden Ermittlungsarbeiten von Franz ;-).

Es geht um eine Frau, welche in einem Zimmer aufwacht und flieht. Sie begibt sich auf die Suche nach sich selbst, welche sich dramatisch entwickelt. Menschen, an die sie sich erinnert, erkennt sie nicht und somit ist sie über das ganze Buch hinweg auf der Flucht.

Die Story ist kurz zusammengefasst. Auf dieser begegnet sie immer wieder Menschen, bei denen sie sich kurzfristig entscheiden muss, ob sie ihnen vertrauen kann oder nicht.

Das Buch hat mich schnell an das Buch von Fitzek „Splitter“ erinnert, welches ich kurz davor gelesen habe. Daher war es fast das gleiche, einfach in einem anderen Schreibstil und nicht ganz so langatmig bzw. handelte es sich bei der Hauptperson um eine Frau.

Das Buch ist wirklich gut und leicht geschrieben. Man ist schnell in der Geschichte drin und entwickelt sich in viele Richtungen, die man selbst nicht so schnell selbst heraus gespürt hätte. Es gibt viel Dialog und die Schlüsse scheinen logisch. Man fühlt sich eher weniger als die stille Beobachterin, sondern als die Hauptakteurin selbst.

Und doch… das Ende kam sehr plötzlich und ich fand die Auflösung dann doch nicht ganz so stimmig. Geschweige denn vom Gefühl, das man sich nicht sicher ist, ob dies jemals Wirklichkeit sein kann. Wie soll ich es sagen… beim Werk von Fitzek war einiges mehr an Dramatik vorhanden und dort hinterliess mich das Buch wirklich total sprachlos. Strobel schafft es auch, dass man nach einem Kapitel sofort weiterlösen möchte, um zu erfahren, wie es weitergeht. Aber Fitzek schafft es einfach, dass man nur das Schlimmste vor Augen hat, um dann zu merken, dass es doch anders geht. Wobei Strobel den Vorteil hat, dass gewisse Situationen nicht ganz so abstrus dargestellt werden und man sich eher vorstellen kann, wie eine Szene in etwa in einem Film aussehen würde, was bei Fitzek eher schwierig ist, weil er es teilweise so abstrakt beschreibt.

Beim Werk von Strobel war alles ein wenig sanfter und doch eher Richtung Unvorstellbares für mich. Und da hat Fitzek ihm halt doch ein wenig voraus, dass er einen Leser eher fassungslos hinterlässt.

Strobel hat es schlussendlich auch gut gelöst, indem bei mir der Gedanke blieb, dass ich hoffe, dass unsere Fortschritte in Sachen Hirnforschung und Technik nie so weit gehen, wie in dem Buch.

Mit dem Wissen, dass bestimmt irgendwo schon lange eine Auflösung wartet, das Geld bis jetzt aber noch nie gestimmt hat. Leider ist unsere Gesellschaft so und ich bin einer der wenigen mit der Überzeugung, dass es für viele Krankheiten schon längst ein Mittel gibt, das Geld aber noch nicht stimmt. Man macht halt mit lebenserhaltenden Medikamenten doch mehr Geld als mit einer Pille, welche alle Probleme auf einmal löst. Und in Sachen HIV und AIDS bin ich von meiner Meinung überzeugt…

Fakt ist: mit diesem Buch „der Trakt“ hat mich Arno Strobel bis jetzt am wenigsten überzeugt, wobei es nach wie vor ein gutes Buch ist! Für Quereinsteiger in die Thematik „Psychothriller“ sehr empfehlenswert, aber ich werde es nicht mehr so schnell in die Hände nehmen.

Aber immer gut, wenn man ein Buch zu Händen nehmen möchte, welches schnell gelesen ist, spannend, einfach geschrieben und einem ermöglicht, dass während des Lesens im Kopf ein eigener Film abläuft :-).

vacanze d’estate 2014

Ich hatte nicht wirklich grossen Internetzugang in meiner Ferienzeit. Aber ich bin da eher unabhängig und auch sonst nicht wirklich oft an mein Handy oder andere technische Geräte gekoppelt. Ich halte das locker ein paar Tage aus, bin ich doch noch zum Zeitalter von Briefen und SMS mit einem Nokia 3310 gross geworden :-). Dies hatte ich mit 14 bekommen und es hat bis 19 funktioniert. Dann wollte ich ein neues und bis ich ein Smartphone hatte, bin ich 2012 erst mal 25 geworden. Spätzünderin so oder so ;-).

Und ich meine, wenn jemand wirklich ganz genau wissen möchte, wie es mir geht, verzichtet auch auf WhatsApp und schreibt mir eine SMS. Tja.

Daher habe ich meine Gedanken, Abenteuer und auch Gefühle und Begegnungen schriftlich festgehalten. Manches erzähle ich und manches bleibt einfach in meinen Erinnerungen. Verstärkter und jene, welche verblassen werden und / oder vergessen gehen.

Ich habe vor allem eins: abgeschaltet. Kaum war ich auf der Fahrt, habe ich kaum mehr an Probleme, Therapie, Borderline, Schicksal, Leben, Geschäft, Büro und Mitarbeiter gedacht. Es gab jene, mit denen ich Kontakt hatte. Andere lasse ich einfach so sein, wie sie sind. Ich möchte mir wirklich vermehrt vornehmen, mehr an mich selbst zu denken. Denn ansonsten hat man einfach nur Erwartungen, um enttäuscht zu werden und sich dann selbst um dieses schlechte Gefühl kümmern zu müssen. Denn meist fällt es der Person gegenüber nicht auf, wie du dich von ihrem Verhalten fühlst, weil sie nicht wissen, was du in ihr siehst. Und ja, ich bin gerne dazu bereit, auch mehr zu geben, wenn ich das Gefühl habe, dass der Mensch ein wenig das gleiche in mir sieht, wie ich in ihn. Nicht immer muss die „Suchende“ sein, um einen Kontakt aufrecht zu erhalten. Natürlich gibt es immer wieder Situationen, wo ich diese Gedanken sein lasse. Bis sie mich wieder zerfressen und ich mich wieder zügle.

Hier unten habe ich keinen einzigen Gedanken an solche Empfindungen und Grübeleien verschwendet. Weil ich hier nicht damit konfrontiert werde. Hier funktioniere ich, wie ich bin. So nehmen mich die Leute und so habe ich hier auch einen Alltag. Hier funktioniere ich richtig so. Vor meinen Ferien hatte ich eine sehr schlimme Therapiestunde und ich schalte hier ab. Hier bin ich so, wie ich eben bin. Habe meine Ruhe. Geniesse mein Alleinsein die meiste Zeit und irgendwie muss ich ja damit zurechtkommen, denn in meiner Zukunft sehe ich mich meist alleine reisend, mein Leben bewältigend und ja, wenn halt keiner da ist, bin ich halt alleine. Da gibt es nichts zum schönreden. That’s life, bitch. Das Alleinsein bzw. die Einsamkeit hier unten stört mich eher weniger. Morgens liege ich am Strand, habe Zeit zum Lesen, kann all diesen Menschen nachgaffen ohne einen dummen Spruch zu kassieren und ja, wenn es schlimmer ist, dann, wenn ich unterwegs bin und niemanden habe, der ein Foto von mir schiesst ;-). Und ja, wenn einem etwas auf der Seele liegt, aber daran bin ich ja mittlerweile auch gewöhnt. Ich habe eine imaginäre Person und wenn man selbst im realen Leben nicht wirklich viel von sich preis gibt, ist das kein grosser Unterschied.

Ich meine, wenn sich an Umständen nichts ändern lässt, muss man sich damit abgeben können. Und ja, ich erwähne es immer wieder, aber warum unbedingt auf Kinder hoffen, wenn ich sowieso nicht weiss, ob ich jemals eine Beziehung eingehen und Nähe zu einem Mann entwickeln kann? Wenn meine Lebensumstände dazu führen, dass ich Angst davor habe, für andere Menschen Verantwortung zu übernehmen? Ihnen ein solches Leben zumuten, wenn ich weiss, wie hart es einen treffen kann? Klar, ich weiss, dass ich es gut meistern würde, wie ich fast alles mache. Ich bin verantwortungsbewusst und bewältige viele Situationen in meinem Leben. Und doch, ich finde es fast hart, ein kleines Menschlein auf diese Erde zu setzen.

Ja, ich könnte online nach einem Partner suchen. Aber was, wenn ich davon nichts halte? Wenn ich einfach denke, dass es schon passieren wird, wenn es so weit sein sollte? Und seit mal ehrlich, stimmt es eurer Meinung nach nicht, wenn ich behaupte, dass kein Mensch ein Recht auf einen Partner hat auf dieser Welt? Damit meine ich, dass niemand etwas nicht erzwingen kann, was nicht ist bzw. halt nicht sein soll? Man kann Sehnsüchte und Träume entwickeln, aber schlussendlich kann ich niemanden an meine Seite zwingen. Womit wir wieder beim Punkt wären, ob ich das auch jemals zulassen könnte.

Und egal, wie mies es mir geht: Märchen alla Hollywood mit dem rettenden Prinzen passieren bei mir eher nicht. Bei allen anderen um mich herum gewiss. Selbst meine Coiffeuse, welche bestimmt 30 Kilo mehr wie ich auf den Hüften hat (und das meine ich nicht abwertend! Ich bin auch mollig!), hat in den neun Monaten, in denen ich sie kenne, zwei Partnerschaften. Ist also nicht so, als gäbe es nicht Männer, die weichere Frauen doch anziehend finden.

Seht ihr, kaum mit der Realität konfrontiert, kommt das oben Geschriebene dabei raus. Was für ein Resultat!

Weiter zu meinen Ferien. Es hat – im Gegensatz zum letzten Jahr – in meinen ersten Wochen oft Gewitter gehabt. An zwei Tagen hat es einfach nur geregnet und ich habe zwei Bücher durchgelesen. An den anderen gab es einfach starke Gewitter mit Donner und Blitz, ohne Regen. Aber genau diese Gewitter haben mir eine Heidenangst eingejagt. Vor allem, als der Himmel plötzlich rot wurde und es über unserem Haus nur noch krachte. Ich rannte schnell zu unserem Brunnen und steckte alles aus. Wir erhalten noch nach alter Tradition unser Wasser und Blitze schlagen gerne in solche Brunnenkonstruktionen ein. Und das wir schnell bis zu tausenden von Franken teuer.

Die restlichen, knapp zwei Wochen, war es brütend heiss. Meist stand ich so um acht Uhr auf, ass eine Kleinigkeit und fuhr an meinen Lieblingsstrand ca. 20 Kilometer entfernt. Diesen Weg machte ich gerne, denn einerseits ist es eine Bucht, das Wasser ist klarer und auch gratis Parkplätze sind verfügbar. Und zu alledem muss ich nicht wirklich aufs Tacho achten, wenn ich über die Feldwege brettere ;-). Hier hätte ich den Lappen längst weg, hihi… Aber natürlich alles im angemessenen Rahmen. Wenn düsen nicht geht, passe ich mich natürlich an!

Am Strand angekommen, richtete ich schön alles ein (Sonnenschirm war natürlich noch Pflicht, es knallte regelrecht vom Himmel! So musste ich mich auch nicht unbedingt eincrèmen…) und sprang eigentlich schnell in die Fluten. Da es eine Bucht war, gab es meist auch schöne, angenehme Wellen. Dann legte ich mich zum Trocknen an die Sonne, meist nur die Beine und las ein wenig. Wenn mir danach war, legte ich mich ganz an die Sonne oder setzte mich in mein Schattenplatz und beobachtete all die Menschen um mich herum. Und war erleichtert, hatte ich keinen neben mir, der ständig kuscheln wollte (ich meine, es war wirklich eine Hitze!) oder eine Diskussion nach der anderen vom Zaun brach. Einer jedoch war noch witzig. Seine Freundin war in ein Buch vertieft (hallelujah, endlich einmal eine wie ich, die nicht ständig am Handy war… wirklich schlimm hier unten…!) und er ging bei allen mal kurz vorbei und wechselte ein paar Worte. So, als würde er sie seit Jahren kennen. Italiener sind in dieser Hinsicht eher offen und ja, es ergeben sich dadurch sehr spannende Gespräche. Und es zeigt einfach, dass man wirklich seine Ferienzeit geniesst.

Ich bin in den Tagen schön braun geworden. Stellt sich noch heraus, ob ich diese in der Schweiz zeigen kann. Mir ist es egal, wie braun ich werde. Ich habe mich schon als Teenie damit abgefunden, dass ich die typische helle Schweizerhaut meiner Mutter geerbt habe und nie wirklich braun werde. Eher rot und dann leicht braun, aber dafür hält diese ein paar Monate im Winter. Von dem her schütze ich sie auch und mir ist es wirklich egal, wenn ich nicht knallbraun bin, wie die Tschinggeli hier unten. Zudem habe ich die vielen Neon meiner italienischen Verwandtschaft geerbt und ich möchte ja auch keinen Hautkrebs riskieren. Wir haben nur eine Haut, und die ist wichtig! Zudem knallt die Sonne doch auch zu fest auf den Kopf…

Meist blieb ich bis 13 Uhr am Strand, düste nach Hause, knabberte etwas bei meiner Lieblingstante und meinem Lieblingsonkel (die haben diesen Jahr endlich nach 26 Jahren geheiratet, wuhu! Sie sind vor ein paar Jahren aus der Schweiz ausgewandert und sie sind mir einfach die Liebsten auf Erden) und verschwand dann im Haus meiner Eltern.

Als Kind habe ich Siesta gehasst. Jetzt liebe ich es und ich finde es herrlich, wenn ich einfach wegschlummere… Dösen ist wirklich genial!

Abends bin ich dann meist irgendwo zu Besuch gegangen oder habe die Gegend mit Familie, Bekannten oder alleine unsicher gemacht. Und dabei ist auch dieses Zambrottashirt herausgekommen, welches ich extra anfertigen liess *g*!

An einem Samstag war ich dann bei Markt und habe fünf paar Schuhe gekauft. Gekoppelt mit drei oder vier vom Vortag, ergab eine anständige Menge ;-). Letztes Jahr waren es Taschen, dieses Jahr habe ich davon lediglich zwei gekauft. Also war es letztes Jahr genau umgekehrt ;-).

Dann habe ich eine braune Jacke gefunden, welche aus rauem Lederstoff besteht. Eine solche hatte ich in Köln gefunden und nicht gekauft. Es lange bereut. Und hier habe ich sie zu einem Drittel gepackt, ein anderes Model, aber gefällt mir persönlich tausend mal lieber! Und das zeigt mir einfach, dass ich früher oder später meist zu dem komme, was ich mir Wünsche. Manch Ding will halt wirklich gut Weile haben. Da ich langsam wieder mit Volleyball Fortschritte mache (meine Leidenschaft, seit ich 6 bin (Mila, kann fliegen ;-))), habe ich auch ein paar Sporthosen und Shirts sowie einen Volleyball gekauft. Und dann noch eine schöne Strickjacke sowie eben die Schuhe. Fast alles Stiefel in Brauntönen, einer ist schwarz (elegant) und ein paar rosa-weiss gestreifte Sneaker von Adidas. Die Stiefel sind immer noch modern, gehen mir bis zum Knöchel oder ein wenig höher. Einfach Exemplare, welche man nicht so schnell in einem Dosenbach oder Vögele bei uns findet.

Ich habe mich dann gebremst und mir gesagt, dass dies ausreicht. Mir stand nämlich noch bevor, vieles für andere Menschen mitnehmen zu müssen und ich hasse das auf die Pest. Nächstes Jahr schiebe ich früher ein Riegel davon. Es geht mir nicht darum, dass ich egoistisch bin, aber schlussendlich ist es mein Auto und meine Reise, welche ich bewältigen muss. Und ich hasse es, wenn meine Rücksitze abgeklappt sein müssen und ich einfach so viel Ware mit mir herumschleppen muss, grml.

Zudem wollte ich auch ein wenig Geld sparen. Muss wirklich damit anfangen, denn wenn mein unbezahlter Urlaub bewilligt wird, bin ich nächstes Jahr von August bis Oktober in Amerika unterwegs. Und ich rechne da mit einer Summe von 15 aufwärts. Ich könnte noch ein weiteres Jahr warten, aber wozu? Ich lebe jetzt, arbeite dann seit drei Jahren in diesem Betrieb und habe keine Verpflichtungen. Amerika mache ich einmal und dann wahrscheinlich für mehrere Jahre nicht mehr. Somit nehme ich mir mehr Zeit und kann mich dann wieder anderen Projekten widmen.

Ich war wirklich in der Welt der Dolcen Vita. Wollte eigentlich Matera hier im Süden sowie Lecce genauer ansehen. Matera hätte ich mit einem Shoppingbummel in Brindisi gekoppelt, aber mir war es dann doch zu blöd. Reisen, Geld ausgeben und ja, ich persönlich bevorzuge einfach das Meer, es wird mir nie leid. Es ist mein Ort, mein Element und dort fühle ich mich frei. Und es sind ja nicht Strandferien, wie gewohnt, denn ich bin nicht in einer Hotelanlage gefangen. Ich habe ein Haus, Familie und weitere Menschen um mich herum. Bin mit meinem Auto mobil. Und ich liebe das Meer, welches wir in der Schweiz nicht haben und so schnell auch nicht von irgendwoher anpeilen können.

Ich fuhr daher als Kompromiss einmal an der Küste entlang zum südlichsten Punkt hin. Sind ca. 60 Kilometer ein Weg. Alles schönen Felswänden, Buchten und Aussichtspunkten entlang. Klar, Lecce hätte ich an einem Nachmittag anfahren können, ist anscheinend eine schöne Stadt. Aber nach der Siesta bzw. schon nur nach dem Mittagessen ist es schnell 14 oder 15 Uhr und ab 19 Uhr beginnt es hier in Apulien, dunkel zu werden. Und einen ganzen Tag auf das Meer verzichten? Ungern ;-).

Was wollte ich sonst noch erwähnen? Ah, viele verschiedene Eindrücke über Familien und Traditionen hier. Ich war an einer Firmung eingeladen und schätze mich glücklich darüber, wie es bei uns gehandhabt wird. Mir waren es einfach zu viel an Menschen, zu viel an Stimmen, zu viel an Musik und zu viel an Essen. In einem Saal haben wir drei Firmungen, eine Taufe und eine goldene Hochzeit gefeiert. Natürlich kannten sich die Gesellschaften untereinander nicht, aber alle wollten in diesem Restaurant feiern. Im Saal gegenüber gab es sogar einen Anlass mit 1600 Menschen!

Auch sonst bin ich froh, bin ich in der Schweiz aufgewachsen. Dort zur Schule. Habe meine Ausbildung gemacht und auch sonst geht es und wirklich gut. Klar, wir geben viel an Geld an den Staat ab und auch sonst mit Krankenkassen etc. Aber wir sind wirklich versichert, wenn etwas passiert. Wir erhalten Sozialhilfe, wenn das Arbeitslosengeld nicht mehr beansprucht werden kann. Ich sehe es an meiner Cousine. Sie ist 25 und wird zum zweiten Mal Mutter. Ist jetzt im dritten Monat schwanger. Darf – auf Befehl der eigenen Familie – nichts mehr machen und wird auf Händen getragen. Ihre Tochter ist knapp 3 und ständig hörst du jemanden sagen: „Pass auf! Geh da nicht hin! Berühr dies nicht, tu dies nicht!“ Hier sind die Kinder wirklich überversorgt und ich bin einfach wirklich jedes Mal erleichtert, muss ich dieses Leben nicht führen. Ich liebe die Lebensumstände in der Schweiz, wenn ich auch verdammt harte Zeiten hinter mich habe!

Und ist da mein Vater im Kopf eher ein Schwiizerli als ein Tschinggeli :-). Bin ich froh. Mir käme es auch nie in den Sinn, mir ein Haus von meinen Eltern zur Hochzeit zu wünschen. Hier ist es selbstverständlich, dass die Eltern für die Kinder sparen. Ich trichtere meinen Eltern immer wieder ein, dass sie ihr Leben geniessen sollen. Ihre Träume mit ihrem Ersparten erfüllen. Und für ihre Rente schauen sollen. Was ich einfach nicht übernehmen möchte, ist Erspartes und Schulden. Es ist ihr Geld, sollen sie es für sich ausgeben, haben sie es sich auch hart erarbeitet. Und auch sonst schätze ich mich glücklich darüber, haben wir untereinander nicht die Diskussionen, die ich hier immer wieder mitbekomme.

Und ich weiss, dass meine Eltern uns Kinder nie so im Stich lassen würden, wie meine Lieblingstante und mein Lieblingsonkel, welche ausgewandert sind. Klar, es ist ein hartes Leben hier unten, aber es war ein schmerzhafter Abschied, als meine Cousine und mein Cousin sich von ihren Eltern verabschiedeten und ich zurück blieb. Mit dem Wissen tief im Herzen, was meine Cousine und mein Cousin mir in der Nacht davor alles unter Tränen anvertraut hatten. Wie sehr sie ihre Eltern vermissen würden.

Meine Eltern würden dies anders handhaben. Ich habe wirklich grandiose Eltern. Das wusste ich schon davor, aber es ist mir in den Ferien wieder etliche Male bewusst geworden… Und ich muss mir etwas einfallen lassen… Ich weiss auch schon, was :-). Typisch Brontolone (so nenne ich meinen Babbo liebevoll, ist ein Brummbär…), der nicht ins Thermalbad mit meiner Mutter wollte und dann davon schwärmte… bis heute :-).

Ach ja, Bücher habe ich verschlungen. Eines nach dem anderen. Diese werden hier nach und nach veröffentlicht. Alles Krimis, für anderes bin ich wirklich kaum mehr gemacht und schnell gelangweilt ;-). Thriller, Dramen und Krimis… und erotische Geschichten, aber da findet man kaum gute ;-)…

(verfasst Mitte September in bella Italia...)

Freitag, 3. Oktober 2014

vorbeifliegende woche + männer

Meine erste Woche mit mehr Arbeitspensum liegt hinter mir. Und ich denke, ich habe dies gut gemeistert. Nur merkt man halt schon, dass man abends weniger Zeit für Privates hat bzw. ich nachmittags nicht mehr Sendungen vom Vorabend nachschauen kann und dann abends wieder „up to date“ bin. Seit Mittwochabend staut sich einiges auf meinem Aufnahmegerät ;-).
 
Aber ich denke, das wird schon. Ist halt immer mit weniger Arbeit verbunden, wenn man einen Lehrling in der Abteilung hat. Mein Gspänli hat Ferien, von dem her wird wahrscheinlich doch noch mehr laufen (hoffentlich mehr oder weniger gut :-s).
 
Apropos Mitarbeiter: habe einige gute Begegnungen diese Woche gemacht. Vor allem fand ich es schön, wie viele Mitarbeiter (ich halte nichts von Diskriminierung, aber ich halte hier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Mitarbeiter fest ;-)) sich für mein erhöhtes Stellenpensum mitfreuten. Das zeigt doch einfach, dass man es menschlich gut hat!
 
Ich bleibe weiterhin anständig auf meinem Weg. Die Motivation ist nicht gerade hoch, aber ich habe mich nicht selbstverletzt und habe keine Suizidgedanken. Und da kann ich noch so essen, hungern und kaufen à Hauptsache ich habe den Rest im Griff und Hauptsache ich gehe regelmässig zur Arbeit. Das ist mir in meinem Leben wichtig. Es bleibt lediglich das Gefühl bestehen, dass die Luft raus ist. Aber ich war diese Woche wirklich froh, war mir im Büro mit Strickjacke zu warm. So MUSSTE ich Shirts tragen und da sieht man natürlich selbstverletzendes Verhalten bzw. die Gefahr, dass man es sieht, ist höher.
 
Das ich zur Arbeit gehe und diese mache, liegt in meiner Natur. So bin ich erzogen worden. Ich kann nicht einfach kündigen und dann in den Tag hineinleben und mich einen Dreck um meine berufliche Zukunft scheren. So bin ich einfach nicht. Ausserdem gefällt mir ja die eigentliche Tätigkeit und mit meinem Gspänli habe ich es auch gut. Geschweige denn von den tollen Gesprächen in den letzten Tagen mit den wirklich wichtigen Mitarbeiter, auf die es meiner Meinung nach für mich ankommt.
 
Ich brauche diese Sicherheit, vor allem bei meinen sporadischen Finanz- und Existenzängsten. Auf Arbeitsstellensuche war ich lange genug!
 
Es gab ein paar gute Gespräche diese Woche mit Mitarbeitern. Wir konnten uns den Frust von der Seele sprechen (vor allem die Lehrtochter und ich haben uns „ausgesprochen“ bzw. die Situation für uns analysiert). Ich merke, dass ich diesen Austausch brauche, um mich abgrenzen zu können. Denn ich habe mal wieder bemerkt, dass mich die Menschen - entgegengesetzt meiner Ängste - realistisch und richtig einschätzen. Ich habe schnell die Angst, dass ich als Buhfrau gelte, wenn ich etwas „nach Chefart“ ausführe, weil es mir von der Chefin halt so aufgetragen wird. Aber zum Glück kennen mich die Mitarbeiter, auf die es ankommt, privat doch sehr gut und wissen, warum ich wann wie handle (handeln muss).
 
Dies ist schon nur so, wenn mein Gspänli mit im Büro ist. Und dies muss ich mir immer wieder bewusst machen, wenn ich Zweifel habe. Darauf vertrauen, dass ich richtig eingeschätzt werde. Und eigentlich habe ich diesen Beweis mindestens einmal in der Woche: dann, wenn ich alleine im Büro bin und die stellvertretende Chefin (zum Glück ist sie auch noch da!!!) das Büro nebenan besetzt. Mitarbeiter sprechen, plaudern und witzeln einfach definitiv anders mit mir! Und der Unterschied ist noch krasser, wie wenn lediglich das Gspänli mit im Büro sitzt. Mit der habe ich es natürlich zum Glück auch sehr gut… andere Mitarbeiter auch, aber es ist doch nochmal etwas Anderes, wenn sie auch im Büro mit dabei ist…
 
Es gab verschiedene Situationen, die ich hier einfach schriftlich festhalten möchte, um mich beim Durchlesen immer wieder daran erinnern zu können. Um mir bewusst zu werden, dass ich doch geschätzt werde (und das genau so, wie ich bin!) und für andere sehr wohl wichtig sein kann. In der Hoffnung, mein Selbsthass und die Selbstverachtung lassen dies zu…
 
Das Beste ist mir diesen Dienstag passiert, als ich Büro mit den beiden engeren Mitarbeiterinnen und der betroffenen Lernenden den Vorfall nach meinen Ferien besprach. Ich ging aus dem Büro und als ich um die Ecke kam, kam gerade meine stellvertretende Chefin die Treppe hoch. Sie hatte die Woche davor Ferien gehabt. Sie erblickte mich, strahlte über das ganze Gesicht und ich dachte mir eigentlich, dass sie mir drei Küsse auf die Wange geben würde. Da holt diese mit ihrem Arm aus und umarmt mich einfach herzlich. Ich stand da, einerseits baff und andererseits einfach auch positiv überrascht und gerührt.
 
Eine andere Mitarbeiterin (auch eine enge Mitarbeiterin, mit der war ich ebenfalls im Ausland aber war am Gespräch betr. Vorfall nicht beteiligt) kam gestern auf mich zu und meinte, ob ich ihr aus dem Weg gehen würde. Ich reagierte natürlich unglücklich überrascht, wobei es zum Teil doch ein wenig stimmte. Aber ich dachte nicht, dass es so auffallen würde. Denn mit der Zeit habe ich mich wohl wirklich überall unbewusst noch mehr zurückgezogen. Ich meinte ehrlich zu ihr, dass ich nicht sicher sei, ob etwas in London vorgefallen wäre in der Gruppe, weil es seit März kaum mehr zu einem Treffen gekommen ist, aber sie verneinte sofort und meinte, dass wohl alle einfach viel um die Ohren hätten von der Gruppe und irgendwie hat sie recht. Und ich konnte ihr dann auch ehrlich sagen, dass ich die Auszeit in Italien wirklich gebraucht habe und kaum zurück war schon wieder nahe bei einem Heulkrampf stand. Mehr weiss sie nicht. Aber ich habe über einige Vorkommnisse während meiner Abwesenheit erfahren. Grauenhaftes. Zeigt mir, dass ich nicht alleine bin. Es ist zum Kopfschütteln.
 
Dann dieses Unbekümmerte und freie Herumblödeln mit der Springerin für den gewissen Mitarbeiter. Mei, anfangs konnte ich sie ja nicht wirklich einschätzen und ich mochte ihren ersten Eindruck irgendwie nicht richtig einordnen. Lag wahrscheinlich auch darin, weil ich wusste, dass er nun lange nicht mehr zurück kommen würde. Dies hat sich dann ja zum Glück schnell gelegt und wir haben es wirklich gut miteinander und ich hoffe, daraus entsteht noch eine sehr gute Freundschaft bzw. wir sollten auch mal Privat etwas unternehmen. Wir Blödeln halt auf unsere Art und Weise miteinander rum, haben ernste Gespräche und necken uns freundschaftlich. Machen Sprüche, lachen viel und steigern uns in Fantasien rein. Und doch geht es auch ernst. Und genau das mag ich. Menschen, die mich genau wegen meiner crazy Art mögen und schätzen. Und sie denkt in vielen Situationen wie ich. Sieht etwas, lacht und fragt bei mir nach, was ich gerade denke. Und meist ist es ähnlich bzw. meist würde sie am liebsten in der Situation genau den gleichen Scheiss wie ich machen. Bestes Beispiel diese Woche: ich lief nach der Arbeit zum Parkplatz und erblickte ihr Auto, welches mit Blättern übersät war. Sie hatte unter dem Baum parkiert. Ich konnte es nicht lassen und machte ein Foto davon, welches ich ihr danach schickte. Am Abend darauf lief ich zu meinem Auto und das freche Mädel hatte einfach ein paar Blätter bei meinem Scheibenwischer deponiert… und keine zwanzig Minuten später folgte das „Rachefoto“ :-). Ich finde solche Dinge nicht kindisch, ich finde, dass genau solche Aktionen das Leben bereichern und lebenswert machen! Man lacht, flieht kurz aus dem Alltag und als sie zu mir meinte, dass sie wahrscheinlich auch ein Foto von meinem Auto gemacht hätte unter dem Baum, zeigte es mir einfach, dass ich nicht alleine bin. Und das man solche Sachen gerne bei anderen machen und somit Freude weiterreichen kann. Aber ich denke, wir planen da mal etwas miteinander privat…
 
Eine weitere, sehr gute Begegnung - ich hätte nie gedacht, dies so zu nennen ;-p - hatte ich mit dem launischen Mitarbeiter. Und ich glaube wirklich, dass er auch ganz anders kann. Er hat vor mir auch für längere Zeit mit meiner Chefin gemeinsam gearbeitet und ich erfahre da auch immer mehr Sachen, welche einfach vieles erklären. Und ich meine, ich bin die erste, welche ihn versteht! Und vielleicht hat ihm eine Mitarbeiterin halt doch einmal gesagt, ich hätte erwähnt, dass ich nicht genau einschätzen könne, was er von mir halte (weil er eben so ist, wie er ist). Und daher auch lange überlegt hätte, bei seiner Hochzeit mit von der Partie zu sein zum Beispiel. Ich meine, wenn es diese Konsequenz hat, dann war es ja höchste Zeit, denn er hat sich wirklich stark verändert in der letzten Zeit!
 
So auch diese Woche. Am Mittwoch meinte er, ob ich heute kurzfristig eine Schnupperstiftin übernehmen könne für eine Stunde. Hatte ich ja bis dato noch nie gemacht. Mir rutschte scherzhaft hinaus, das ich einfach für nichts garantieren könne. Er lachte lauthals mit. Und meinte, ich könne auch ganz ehrlich verneinen. Und heute kam er kurz vor dem Mittagessen noch einmal bei mir im Büro vorbei und bedankte (!!!) sich für meinen Einsatz, den ich als selbstverständlich einstufe. Ich meinte auch ehrlich zu ihm, dass dies okay wäre und er beteuerte erneut, dass er mir nicht wertvolle Zeit hätte stehlen wollen (hm… ob das sarkastisch gemeint war ;-D?!)… Am Nachmittag musste ich dann sowieso noch eine Mail für ihn verfassen - er war abwesend - und ich erlaubte mir darin erneut zu erwähnen, dass ich dies sehr gerne gemacht hätte. In der Hoffnung, dass es einfach so weitergeht :-). Denn seine Art ist mir so viel lieber, wie wenn er wirklich launisch ist :-p. Vielleicht liegt es auch an seiner frisch verheirateten Ehefrau :-).
 
Joa, was war da sonst noch. Ah ja, mit dem gewissen Mitarbeiter war ich mir letztes Wochenende auch noch unsicher. Aber vielleicht scheint es einigen kindisch und ich weiss nicht so recht, wie das hier benennen bzw.  ob ich es überhaupt erwähnen soll. Auf der anderen Seite hilft es mir halt schon. Und ich weiss ja sonst nicht, wie an ihn rankommen. Und ist ja blöde, wenn beide dasitzen, etwas wissen und keiner traut sich. Wobei ich nicht einmal weiss, wie genau er Bescheid weiss.
 
Es ging ja letzte Woche um seinen Besuchstag und ich habe mich ja als einzige provisorisch bei seinem Vorgesetzten Mitarbeiter angemeldet. Und ich weiss ja nicht, ob er dies so weitergeleitet hat. Klar, die grösste Gewissheit hätte ich, wenn ich diesen einfach fragen gehen würde, aber wer macht das schon, also bitte!
 
Ich wollte nicht wieder die sein, welche „rennt“. Also habe ich ein einfaches Bild von mir als Profil bei einem Netzwerk hochgeladen und einen Satz à la: wenn ich ein Zeichen erhalte, überlege ich es mir noch einmal. Es liegt an DIR“ vermerkt. In diesem Bild sah man mein Shirt, einen Teil meines Halses, eine Kette und die Sonne, die strahlend darauf schien. Und ja, ich habe gehofft, daraufhin einen Spruch oder ein „hei, ich habe gehört…“ von ihm zu erhalten. Weil ich einfach fand, dass es nicht an mir liegt.
 
Naja, Männer überlegen nicht so weit und ich selbst finde auch, es ist wahrscheinlich einfach Zufall, aber vielleicht meinte er, mir ein Zeichen zu senden, indem sei Profilbild auch wechselte. Nicht genau das gleich, wie ich. Aber die Sonne - der eigentliche Bestandteil meines Bildes - war auch darauf vermerkt. Und vielleicht verstand er „das Zeichen“ wie es dort stand: als Zeichen. Und nicht als Worte. Auf der anderen Seite kann ich ja nicht schreiben: Es liegt an dir und melde dich! Ich meine… wie auffällig wäre denn das?
 
Jaja, man kann sich alles zusammenreimen. Wirkliche Klarheit gibt es erst, wenn ich seinen Vorgesetzten fragen würde. Tja, traue ich mich nicht.
 
Vor allem, wenn die Realität hart zuschlägt und mich so in den Zweifel bringt. Mein Selbsthass einfach klar bewusst macht, dass diese Überlegungen gar nichts bringen. Weil mein Gspänli und ich es von einer Mitarbeiterin hatten, welche sich in letzter Zeit sehr gemacht hat (die hübsche, blonde, schlanke Lernende) und man einfach das „Wachsen“ in allen Belangen mitansehen könne. Da meinte mein Gspänli: und ich weiss auch, wer genau zu ihr passen würde! Vor allem äusserlich! Du auch?!“ Natürlich machte ich das Spiel mit und grinste lediglich geheimnisvoll. Und als sie meinte, dass diese Person im Moment nicht hier ist, war für mich der Fall klar… Und ja, solche Dämpfer können sehr schmerzhaft sein. Weil einem bewusst wird, dass man vielleicht wirklich zu sehr in Tagträumen unterwegs ist. Und man fühlt sich vor allem noch weniger wertvoll, noch hässlicher und man selbst betitelt sich einen Dummkopf, wie man überhaupt darauf kommen kann, ein Mann (vor allem noch genau dieser Mann!) könne einen sympathischer, anziehender und interessanter wie im Normalfall finden.
 
So, dieses Weekend habe ich keine Zeit für Grübeleien. Jetzt düse ich zu Laura und sehe mir ihr Büro an. Danach geht es weiter zum Mexikaner, Kino und dann ab ins Bett. Morgen habe ich viele Kleider zum aus dem Versteck kramen, von den Etiketten lösen und verstauen und zudem noch eine Lieferung von Versandhäusern erhalten. Zudem möchte ich mir bei Fielmann noch eine ganz einfache Brille aussuchen gehen.
 
Und alle Sendungen nachschauen ;-).