Montag, 3. Juni 2013

immer wieder montags



gesehen:
Law & Order Special Victim Units, Criminal Intent, Britt (auf Sat1 Gold online), Der perfekte Ex, Shopping-Queen Special

gehört:
Youtube, IPod
 
gelesen:
John Hart --> Das eiserne Haus, Klatschheftli, Zeitung und englisches Buch (ausgeliehen von Laura)
 
getan:
ehrlich? Schlaf nachgeholt, ein wenig Wäsche, herum gelegen, Bilder angeschaut, Bilder bestellt, gelesen, Musik gehört und ein wenig das Zimmer aufgeräumt. Ansonsten nichts grosses. Muss auch mal sein!
 
gegessen:
Raclette, Zopf mit kalter Platte, Champignons mit Cherry-Tomaten und Pouletbrust, Müsli
 
getrunken:
Wasser, Cola, Milchkaffee, warme Ovi
 
gefreut:
Das mir Berlin doch so gut gefallen hat!
 
geärgert:
Gewisse Mitmenschen und über das Gefühl, am Dienstag nicht zurück zur Arbeit gehen  zu wollen. Bestimmt folgt da noch ein Eintrag dazu...
 
gewünscht:
Freiheit und das nötige Geld, diese geniessen zu können.
 
gekauft:
Bluse von Charles Vögele in Koralle, Weiss und Türkis (geile Aktion, die müssten mehr solcher Blusen bringen!)
 
geklickt:
Blogs, Männer, Songclips
 
gestaunt:
wo ich vor einer Woche war und wie die Zeit vergeht...
.... und das mir eine Stadt wie Berlin doch so sehr fehlen kann...
Danke!

Sonntag, 2. Juni 2013

zurück aus bramborska

Ike kiek hier mal widr rein und grüsse euch alle ganz lieb ;-)! Ich bin zurück aus Berlin! Zwar schon seit Donnerstagabend, aber es war viel zu tun bis heute. Und nach diesem Eintrag beschäftige ich mich sofort mit meinen Fotos. Knapp 1'000 sind es geworden, es wird wahrscheinlich ein teures Fotoalbum, aber ich werde mir die Bilder bestellen. Ich bin nun mal so, ich fotografiere für mein Leben gern, wenn ich unterwegs bin.
 
Und es bleibt so eine schöne Erinnerung. Da pfeife ich mal auf das liebe Geld. Ich habe es mir verdient. Und ich werde es selbst gestalten, lediglich die Fotos lasse ich mir ausdrucken und zuschicken. Ich werde da selbst ein Fotobuch mit Texten etc. kreieren.
 
Wie mir Berlin gefallen hat?
 
Ganz ehrlich?
 
Am Sonntagabend wollte ich nicht aus diesem Flugzeug steigen. Es war so schrecklich, ich wollte nur noch nach Hause. Nein, ich bekomme nicht Heimweh, überhaupt nicht. Ich hatte auch nie Probleme damit. Aber als wir in Zürich abflogen, dachte ich einfach, wie einsam und verlassen ich mich fühlte, ich musste mich da ganz alleine am Flughafen herumtreiben und als das Flugzeug startete, fiel ich einfach in mir zusammen.
 
In Berlin angekommen, regnete es einfach. Es sah trist aus und mir gefiel Berlin von oben herab so überhaupt nicht. Es sah einfach himmeltraurig aus.
 
Ich gönnte mir ein Taxi (auch für den Rückweg zum Flughafen, diesen Luxus habe ich mir gegönnt. Ich bin da eher der Typ, der nicht Lust auf Koffer und ÖV hat!) und der nette Herr lud mich direkt vor dem Hotel ab.
 
Das Zimmer gefiel mir und ich gönnte mir einfach mal eine erfrischende Dusche.
 
Die restlichen Tage werde ich hier nach und nach veröffentlichen. Ich bin vor allem viel gelaufen, konnte den Zoo und sogar den Wannsee besuchen. Shoppen lag natürlich auch drin ;-p.
 
Meine Füsse taten am Abend so was von weh und die Matratze war auch nicht die bequemste. Aber am Montagvormittag (ich war nicht einmal beim Brandenburger Tor angelangt, hatte erst gerade den Potsdamer Platz hinter mich gelassen...) hatte mich Berlin bereits in seinen Bann gezogen und ich war gefangen. Es gefiel mir immer mehr, ich fühlte mich so schön anonym und konnte einfach schalten und walten, wie ich wollte.
 
Ich bin bestimmt über 50 Kilometer gelaufen in diesen knapp vier Tagen. Aber es hat mir gut getan, vor allem diesen Tiergarten hätte ich stundenlang ablaufen können.
 
Ich hätte es nie gedacht, vor allem, weil ich Deutschland immer mit "arrogant" verbinde. Aber die Berliner selbst sind so was von offen, lustig und einfach herzlich. Dieser Dialekt... und der Taxifahrer, welcher mich zurück zum Flughafen gefahren hat, hat mir sofort ein paar Dinge erklärt, als er bemerkte, dass ich aus der Schweiz war. Und ich genoss es natürlich sofort!
 
Es war wirklich eine wunderschöne Zeit! Und sich verlaufen in Berlin ist unmöglich... :-)! Ich habe da zum Glück einen guten Orientierungssinn (ist beim Autofahren auch so und in Berlin habe ich meine Karte kaum gebraucht...) und meist bin ich einfach einer Strasse gefolgt und abgebogen, wenn etwas anderes mein Interesse geweckt hat.
 
Und mein Rücken hat zum Glück bis Donnerstagabend mitgemacht. Freitag bis heute waren eher schmerzhaft, ich kann kaum richtig laufen. Habe es vielleicht ein wenig übertrieben, aber die Reise war es wirklich wert. Lobgesänge werden bestimmt in den verschiedenen Einträgen folgen.
 
Aber ganz ehrlich: mir hat das Meer gefehlt. Klar, Berlin hat viel zu bieten, auch sehr alte Gebäude, Kirchen und Gässchen, welche mir so zusprechen. Aber mir fehlt da das Meer. Ich liebe es, durch Gässchen zu streichen und dabei immer wieder diese frische Brise des Meeres einzuatmen. Das ist meine Welt und meine Wurzeln spiegeln sich darin wieder. Und daher auch mein Plan, nächstes Jahr Barcelona und Portugal zu besuchen. Denn da bin ich total in meinem Element!
 
Aber Berlin empfehle ich definitiv weiter!
 
Wuuuuhuuuu!
 
Ihr könnt euch auf Bilder und Einträge freuen... ;-)!

Sonntag, 26. Mai 2013

langsam geht es los...!

Ich bin ein wenig unsicher, ob ich mich auf Berlin freue oder nicht. Wahrscheinlich bin ich auch ein wenig aufgeregt, weil ich bis jetzt immer nur Richtung Italien gedüst bin. Dort kenne ich ja alles, Familie ist vorhanden und und und.
 
Städtetrips waren bis jetzt kaum ein Thema für mich. In Paris war ich vor ein paar Jahren. Es ist immer eine gute Zeit und ich geniesse andere Dinge auch...
 
... und doch fühle ich mich in so Riesenstädten schnell "eingesperrt". Ich bin halt Sternzeichen Fisch und brauche meinen Raum. Das merke ich immer mehr. Und was vermittelt einem mehr an Freiheit, als der Blick auf einen freien Horizont?
 
Berlin ist für den Anfang bestimmt richtig. Danach kann ich es ja immer noch weiter ausbauen. Nur stimmt es mich schon ein wenig traurig, habe ich kaum jemanden gefunden, der mit mir dieses Erlebnis teilen möchte.
 
Und da fühle ich mich schon allein. Und werde einfach vor die Tatsachen gestellt, dass dies vielleicht bald immer mehr der Fall sein wird. Erst recht, wenn alle um mich herum ihre Familienplanung zusammenstellen, Kinder ankommen, Prioritäten sich verschieben...
 
Gestern war ich mit meinen Eltern meinen Bruder im Militär besuchen. Zuerst waren wir beim falschen Stützpunkt (:-)), der sich dann doch als den richtigen herausgestellt hat. Wir hatten viel zu sehen und es war sehr interessant! Und mal mehr habe ich die Frauen bewundert, die das machen. Klar, die meisten wollen danach zur Polizei und da ist es ja bis zu einem bestimmten Alter Pflicht.
 
Danach sind wir noch ein paar Kilometer weiter zu meinem Bruder. War auch da sehr interessant, sogar mit richtiger Führung!
 
Am Abend war ich mit meiner Schwester im Kino, zuerst gab es lecker Znacht. Wir haben uns "Fast & Furious 6" angeschaut. Ich stehe ja seit kurzer Zeit auf Action und dieser Film war natürlich der Hammer! Uhuuuuuu, teilweise konnte ich meine Lippen vor Staunen nicht mehr schliessen und meine Augen blinzelten bei einzelnen Szenen minutenlang nicht... und überall musste man hinsehen und dort war gerade etwas los und.... einfach genial :-D!
 
Immerhin bin ich heute fast schwindelfrei. Somit kann es losgehen mit dem Abenteuer Berlin.
 
Und doch... solche Anlässe stimmen mich einfach traurig. Ich weiss nicht, warum ich mich ständig mit anderen Menschen vergleichen muss. Aber auch gestern beim Militär... ich meine, wir waren auch als Familie da und doch tat es mir weh, wenn ich sah, wie andere Rekruten von ihren Familien begrüsst wurden. Meist war noch die Freundin mit im Schlepptau.
 
Und auch gestern Abend... überall diese glücklichen Gesichter, diese Paare und diese Menschen.... Ich fühle mich dann sehr schnell ganz einsam. Und suhle mich im Selbstmitleid. Wahrscheinlich liegt es einfach immer noch an diesem Gefühl, etwas im Leben falsch gemacht zu haben, etwas zu verpassen und einfach nicht zu wissen, womit man das alles verdient hat.
 
In solchen Momenten bin ich so unendlich müde über mich selbst.
 
Aber ich kann einfach nicht abschalten. Ich kann nicht einfach auf mich achten, auf mich stolz sein, andere sein lassen, das geniessen, was ich habe. Und vor allem kann ich nicht egoistischer sein und weniger über Dinge grübeln.
 
Aber jetzt konzentriere ich mich auf Berlin.

Freitag, 24. Mai 2013

schwindel, schwindel, schwindel

Ich komme soeben vom Hausarzt. Ich hatte in diesem Jahr das dritte Mal sehr starken Schwindel. Gestern bin ich daher früher von der Arbeit nach Hause und heute (nach etlichen Tassen an Espresso...) fühle ich mich einigermassen okay.
 
Darum gehe ich später auch an die frische Luft. Mutti möchte unbedingt mitkommen, weil sie sich Sorgen macht. Ich glaube, sie merkt, dass es dabei nicht nur um den Schwindel geht. Ich aber möchte alleine sein, nehme zur Sicherheit mein Handy mit.
 
Es ist immer ein blödes Gefühl, wenn man "krank" ist und doch draussen unterwegs. Aber ich habe für mich halt einfach gemerkt, dass frische Luft gut tut und nur Kaffee kann es auch nicht sein.
 
Der Arzt hat mich im vollen Ernst als erstes gefragt, ob ich schwanger sei und dies nicht wisse. Ich verneinte natürlich sofort. Ich lebe in keiner Partnerschaft und auch sonst wüsste ich nicht, wie das hätte klappen sollen. Er meinte nur, weil dies viel vorkomme bei Patientinnen mit Blutarmut und vor allem in den ersten Wochen der "nicht bewussten" Schwangerschaft.
 
Man hat ja ein neues Lebewesen zu versorgen und da man selbst schon kaum genug rote Blutkörperchen für sich selbst hat...
 
Mein grosses Laster an dieser Sache ist, dass es erblich bedingt ist. Bei mir helfen keine Eisentabletten oder Injektionen. Er meinte, dass es wahrscheinlich am Stress der letzten Monaten liegen könnte, an diesem Wetter und bestimmt auch ein wenig an der Aufregung dieser ganzen Sache mit dem Rücken vor einem halben Jahr.
 
Und ich habe mich mit dieser Antwort abgefunden. Ich meine, mein Körper ist so kompliziert und ich denke schon, dass wir während des Stresses Hochleistungen abliefern können, aber irgendwann auch wieder schwächeln.
 
Und vor den Ferien ist dies ja meist gerne so. Meine Schwester ist meist in den Ferien richtig krank. Weil sich der Körper bis dahin schleppt, im Wissen, dass man danach Zeit für Erholung hat.
 
Ich habe für mich entschieden, dass es gestern nichts mehr gebracht hat, dies durchzuziehen, darum bin ich auch nach Hause und bleibe es heute auch (obwohl es doof ist, stehen nächste Woche Ferien an...). Aber ich kenne diesen Schwindel, und achte umso mehr auf die Frühwarnzeichen. Der Schwindel wird plötzlich so stark, dass es mir sogar im Liegen den Kopf hin und her schüttelt.
 
Wir haben trotzdem ein Blutbild gemacht. Obwohl wir das Ergebnis eh kennen, möchte er auch andere Dinge mal genauer anschauen. Das letzte Blutbild ist doch wieder ein paar Jahre her. Die Ergebnisse erfahre ich in der nächsten Zeit. Aber eben, was soll ich gross Eisentabletten nehmen, wenn es eh nichts bringt. Ich organisiere jetzt mal solche Brausetabletten, welche eine Palette von Vitaminen etc. abdecken. Vielleicht kann ich somit etwas kleines rausholen.
 
Ansonsten würde mir nur noch eine Knochenmarkspende helfen. Aber ich werde dies jetzt bestimmt nicht in Betracht ziehen, ich beobachte eher alles noch ein wenig. Die letzten Monate waren sehr aufwühlend und solange ich nicht wieder in einem Monat damit zu kämpfen habe, ist es okay für mich. Aber der Arzt hat doch nochmal eindringlich gemeint, dass es bei einer eventuellen Schwangerschaft doch noch ein etwas grösseres Thema bei mir werden könnte. Man muss dann doch noch ein Ticken mehr wie andere werdende Mütter auf sich und das Baby achten. Na toll. Und wenn der Partner auch noch eine eventuelle Diagnose abklären müsste (zwei Mal Blutarmut ist noch eine höhere Wahrscheinlichkeit der genetischen Blutarmut bei einem Fötus...)... ich weiss nicht... -.-. Die Möglichkeit auf einen Südländer (ist ja vor allem im Mittelmeerraum vertreten...) schwindet damit immer mehr ;-).
 
Aber immerhin geht es jetzt schon ein wenig besser. Und morgen bin ich bestimmt wieder mehr oder weniger ganz fit. Muss es, Berlin kommt und ich brauche einfach diese Distanz zu all dem hier!

freitags-füller


1. Wenn ich mich in nächster Zeit auf etwas freue, dann auf Berlin!

2. Im Kartoffelsalat muss Cucumero (italienische Gurke) drin sein!
 
3. Es ist hart mit anzusehen wie ich so mein Leben bewältige bzw. welche Aufgabe ich darin so zu bewältigen habe.

4. In wenigen Tagen ist auch schon wieder Juni.
 
5. Ich wette, dass mich die nächsten Tage kaum jemand vermissen wird.
 
6. Der Wind in den Bäumen, der Regen auf meinem Gesicht, trotz grausigem Wetter werde ich später einen Spaziergang mit Schila machen. Passt zu meiner Stimmung und düster kann teilweise auch gut sein, vor allem, um einfach mal wieder weinen zu können. Und bekanntlich tue ich dies ja kaum, weil ich es nicht kann. Dabei ist es Erlösung pur...

7. Das Wochenende verläuft hoffentlich besser, wie die paar Tage davor. Morgen steht Besuchstag bei meinem Bruder vom Militär aus statt, Abends Essen und Kino mit Schwester, dazwischen mal packen und Sonntag sage ich ciaociao Schweiz und Servus Berlin!

Mittwoch, 22. Mai 2013

darum mag ich solche anlässe nicht...

Du machst, rennst und denkst an alle...

... und doch lässt man einen links liegen, sobald es nicht mehr um die eigentliche Sache geht.

Und das bringt mich echt in Rage. Hätte echt Besseres zu tun gehabt heute. Und doch bin ich bei diesem Wetter raus, habe mir Zeit genommen, gejubelt und geholfen... um dann einfach "gefühlt" abgeschoben zu werden.

Es geht nicht nur mir so. Und ich weiss, wir waren als grosse Gruppe unterwegs. Aber schon komisch, reicht es für vier Frauen nicht wirklich und dann doch plötzlich wieder für andere aus der Gruppe, um ein wenig Platz zu machen.

Ich habe mich da echt überflüssig bzw. unsichtbar gefühlt.

Von dem her war meine Verabschiedung auch eher knapp. Wer uns gehen sehen hat, hat uns gesehen. Wer nicht, wird uns auch später nicht vermisst haben (war ja bei der Platzsuche anscheinend auch schon so, ansonsten hätten wir eine Lösung gefunden!). Das ist meine Meinung. Und solche Dinge bringen mich echt in Rage.

Im Moment stimmt es mich eher traurig und einsam. Aber das liegt wahrscheinlich auch an der Menschenmasse im Allgemeinen, welche anwesend gewesen war. Mag ich ja nicht so. Und ich fühle mich bei solchen Aktionen halt doch sehr schnell allein. Es war aber auch sonst sehr anstrengend mit etlichen Grübeleien und Gedanken.

Und einem ganz klaren Entschluss, den ich für mich definitiv gefasst habe. Mehr dazu werde ich hier nicht schreiben, wird dann wahrscheinlich doch schnell klar.

Ich gehe mit einem sehr miesen Gefühl ins Bett.

Und fühle mich so unendlich schmerzhaft einsam. Ich werde es einfach nicht weit bringen, davon bin ich überzeugt. Ich bin nicht gut so, wie ich bin. Das merke ich einfach immer mehr.

Ich muss aufhören, mich aufzuopfern. Aufhören, immer an andere zu denken. Ständig das Gefühl haben müssen, sensibel und aufmerksam sein zu müssen.

Und daher kommt mir nächste Woche Berlin gerade recht. Mal gucken, vielleicht kann ich die nächste Woche gleich durchgehend frei nehmen, wobei ich bis heute davon überzeugt war, dass es mir nichts ausmachen würde, freitags zu arbeiten. Und nun möchte ich doch einfach nur weg, weg, weg. Es wäre cool, einfach eine ganze Woche weg zu sein und einfach mal an etwas anderes zu denken.

Und meist merken andere erst dann, welchen Wert man eigentlich hat. Und um ehrlich zu sein, wäre das bestimmt mal gut. Und so sehr ich meine Chefin mal für ihre Worte einsperren hätte können... sie hatte doch recht, als sie meinte, man müsse nicht immer schnell verfügbar sein. Menschen gewöhnen sich daran.

Und langsam merke ich, was sie damit gemeint hat.

Dienstag, 21. Mai 2013

aus/fgeräumt...

Mei, dieses Wochenende war eher wieder streng für mich. Vor allem der Samstag. Ich musste meinen kompletten Schrank umräumen, um Platz für meine neuen, tausende von Artikel zu haben.
 
Klar, ich hatte etliche Rückfälle in Sachen Kaufverhalten in letzter Zeit. Und es wird einem erst bewusst, wenn man vor vollendeten Tatsachen steht. In meinem Fall war es der übervolle Schrank. Und so sehr ich es hasse, mich zu "loben", aber immerhin sind es alles neue Dinge, die ich auch anziehen werde. Waren schon mehrere Fehlkäufe in der Vergangenheit mit dabei.
 
Und doch, so sehr es mir "abgestellt" hat an diesem Samstag, so sehr verfluche ich mich für meine Gedanken, welche sich (auch heute wieder enorm stark...) nur noch um Kleider, Kleider, Kleider und Accessoires drehen. Ich glaube, es liegt am Gefühl, etwas zu verpassen und einfach nicht gut genug so zu sein, wie ich bin. Ich muss schönere Dinge kaufen, alles was ich habe, ist doof.
 
Ich versuche, mich und meine Einstellung zu mir selbst, mit Kleidung zu kompensieren. Dabei reicht das, was ich habe, doch vollkommen aus. Ich hatte doch lange - beinahe drei Stunden - um alles richtig einzuordnen und meine Schwester wollte gleich eine Ausräumaktion starten. Ich zögerte und warte noch ein wenig damit. Ich möchte nicht über die Stränge schlagen. Jetzt muss ich erst mal diese Gelüste in den Griff bekommen.
 
Aber etwas Gutes hat es doch: ich wage in letzter Zeit viel mehr den Griff zur Farbe. Ich hatte zum Beispiel orangefarbige Chinohosen an und auch Blazer fallen bei mir eher bunt aus. Und das sieht gleich ganz anders aus.
 
Einen Schritt habe ich schon gemacht, obwohl ich diesen total peinlich finde. Ich habe meine Karte mal wieder abgegeben. Und muss jetzt einfach wieder damit klar kommen. Da hilft es irgendwie schon, weiss ich, woher das kommt. Ich kann es eruieren und daran arbeiten. Aber doof, wenn man keine Lust darauf hat.
 
Ich weiss, dass ich mich selbst nicht gut genug finde. Nicht attraktiv, nicht liebenswert. Ich versuche, mich mit Kleidung "aufzuwerten", was jedoch nichts bringt. Ich muss mich also damit auseinander setzen, habe aber keine Lust dazu.
 
Denn ich lande eh immer wieder beim gleichen Kreisgehampel. Und obwohl ich stolz bin, den Schrank geschafft zu haben, werde ich mit meinem Versagen (den Kaufrückfällen) konfrontiert. Bin also erst recht unzufrieden mit mir selbst. Bin wieder böse mit mir, und und und.
 
Und da erst gestern wieder darüber erklärt, heute mal ausgelassen.
 
In dem Sinne: gute Nacht!
 
Und wünscht mir Glück für morgen. Grossanlass mit Geschäft steht an... bin ich nervös... stelle mir etliche Szenarien vor...
 
... ich träume jetzt schon schlecht...